Riesiger Leerstand in Schwandorf: Was wird aus dem früheren BayWa-Baumarkt?

Von Johannes Hartl · 11. April 2026 um 15:00

Es ist ein Leerstand mit großen Dimensionen: Seit März hat der frühere BayWa-Baumarkt in der Schwandorfer Max-Planck-Straße, zuletzt betrieben von der Firma Hellweg, seine Türen geschlossen. Das Gebäude steht seitdem leer. Wie geht es nun mit der großflächigen Immobilie weiter?

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Wie berichtet, trug der Bau- und Gartenmarkt zwar den Namen der BayWa. Doch der tatsächliche Betreiber war zuletzt die Firma Hellweg aus Dortmund – sie verantwortet in Deutschland und Österreich insgesamt 146 Filialen. Davon gehören 51 Märkte, die sich auf den süddeutschen Raum verteilen, zum Schwesterunternehmen BayWa Bau und Garten. So war es bisher auch beim Schwandorfer Standort in der Max-Planck-Straße – jedenfalls bis zu dessen Schließung Ende Februar. Die Baustoff-Sparte von BayWa, die in direkter Nachbarschaft liegt, aber tatsächlich zur BayWa gehört, war hingegen nicht betroffen und hat weiter geöffnet.

Das Aus in Schwandorf hatte das Unternehmen Hellweg vor allem mit einem „negativen Konsumklima“ begründet. „Überproportional gestiegene Kosten für Lebensmittel, Reisen, Mieten etc“ und ein „massiver Einbruch in der Baubranche“ hätten dazu geführt, „dass Kunden an DIY-Projekten sparen oder diese aufschieben“. Laut einer Unternehmenssprecherin war die Schließung „im Rahmen unserer Bemühungen“ erfolgt, „unser Standortportfolio – wie viele Wettbewerber und andere Einzelhandelsunternehmen auch – den veränderten Marktbedingungen anzupassen“.

3400 Quadratmeter Fläche im Süden von Schwandorf

Der Schwandorfer Markt wurde 1994 eröffnet und gehörte seit 2012 zur Hellweg-Gruppe. Insgesamt waren 18 Mitarbeiter von der Schließung betroffen, wie der Dortmunder Konzern damals mitteilte. Allen sei aber das Angebot unterbreitet worden, in anderen Standorten von BayWa Bau und Garten zum Einsatz zu kommen. Diese sind allerdings teilweise weit entfernt – so etwa in Nürnberg oder aber im niederbayerischen Viechtach.

Grundsätzlich steht das Objekt voraussichtlich ab Mitte 2026 zur Vermietung.Naomi Lahner, Kommunikationsmanagerin bei der BayWa

Für Schwandorf bedeutete die Schließung einen weiteren Leerstand – diesmal allerdings im Stadtsüden. Zuvor waren nämlich vor allem in der Innenstadt viele Geschäftsaufgaben zu beklagen, beispielsweise in der Friedrich-Ebert-Straße oder am Marktplatz. So haben unter anderem Gerry Weber, H&M, Mode Linda, die Boutique Lux Style oder die Denim Lounge ihre Türen geschlossen. Rund 25 Immobilien im Innenstadtbereich sollen nach Angaben der Stadt leerstehen.

Fläche steht ab Mitte 2026 zur Vermietung

Was aus dem früheren BayWa-Baumarkt in der Max-Planck-Straße wird, ist ebenfalls noch offen. Insgesamt geht es um eine Verkaufsfläche von 2800 Quadratmetern. Dazu kommen weitere 600 Quadratmeter, die bisher vom Gartencenter und als Außenfläche genutzt wurden, wie die BayWa mitteilt. Die Gesamtfläche beläuft sich also auf 3400 Quadratmeter. Die BayWa hat die Fläche bisher an die Firma Hellweg untervermietet. Schon damals, als die Schließung bekannt wurde, hatte der Münchner Konzern erklärt, dass man einen Leerstand vermeiden möchte.

Die spannende Frage ist also, ob sich ein Nachmieter für die Fläche findet. Bisher gibt es jedenfalls keine Neuigkeiten, was potenzielle Interessenten angeht, wie sich der Antwort der BayWa entnehmen lässt. Allerdings soll zumindest die Vermietung bald anlaufen. Grundsätzlich werde das Objekt „voraussichtlich ab Mitte 2026“ zu Vermietung stehen, teilt Naomi Lahner, Kommunikationsmanagerin bei der BayWa, auf MZ-Anfrage mit. Das Ziel sei, das Areal als Ganzes weiterzuvermitteln – also mit Verkaufsfläche und Außenbereich.