Wegen Baustelle an Berchinger Schule: Schlesierstraße wird zur Einbahnstraße

Von Bernhard Neumayer · 8. April 2026 um 15:00

Schüler, Eltern und Anwohner müssen sich ab Montag, 13. April, auf Einschränkungen im Verkehr rund um die Grund- und Mittelschule in Berching einstellen. Nach jahrelangen Diskussionen und Planungen steht jetzt fest, wann die Bauarbeiten starten.

Nach Angaben der Stadt findet am Montag, 20. April, um 11.30 Uhr der Spatenstich für das Großprojekt statt. Am 20. Mai könnte laut Verwaltung der Spezialtiefbau mit den Bohrungen beginnen.

Zuvor werden noch Vorarbeiten getroffen, unter anderem wird die Schlesierstraße ab Montag, 13. April, zur Einbahnstraße. Verkehrsteilnehmer können dann nur noch von der Maria-Hilf-Straße kommend in Richtung Grund- und Mittelschule fahren. In entgegengesetzter Fahrtrichtung ist kein Durchkommen. Wer also von der Innenstadt oder der Europahalle kommend zum Rewe-Markt fahren will, kann über die Straße Am Sportplatz und über die Südtangente bis vor zur Maria-Hilf-Straße ausweichen.

Stadt Berching: Die Einbahnstraße gilt „bis auf Weiteres“

Die Einbahnregelung endet nach Angaben der Stadt von der Maria-Hilf-Straße kommend an der Kreuzung Am Sportplatz/Schulstraße. Wie lange die Schlesierstraße nur in eine Richtung befahrbar ist, teilt die Stadt nicht genau mit. Sie schreibt lediglich, dass die Regelung „bis auf Weiteres“ gilt.

Der Grund für die Einbahnstraße sei nicht nur der beginnende Neubau der Schule, sondern auch eine weitere private Baustelle in der Schlesierstraße. Diese beiden Projekte erfordern es nach Angaben der Stadt, die Straße halbseitig zu sperren.

Stadt erwartet erhöhtes Verkehrsaufkommen an der Schule

An der Kreuzung Am Sportplatz/Schulstraße gilt zu dem Zeitpunkt ein absolutes Halteverbot, um den Verkehr möglichst flüssig zu halten, teilt die Stadt mit. Die Verwaltung bittet alle Anwohner der umliegenden Straßen um Verständnis für das erhöhte Verkehrsaufkommen, insbesondere in der Sulztalstraße und Am Sportplatz. Zudem wird um eine umsichtige Fahrweise, gerade zu Stoßzeiten des Schulverkehrs, sowie um die Einhaltung des Halteverbots gebeten.

Während die Stadtverwaltung auf die neue Einbahnstraße in der Schlesierstraße hinweist, hat der Stadtrat am Dienstagabend zwei Beschlüsse gefasst, die das Großprojekt Schule voranbringen sollen. Nachdem die Genehmigung der Regierung für den vorzeitigen Baubeginn nach Angaben des Bürgermeisters nun erteilt worden ist, kann die Stadt zwei Aufträge erteilen.

Zum einen hat der Stadtrat einstimmig den Beschluss gefasst, den Spezialtiefbau für die Bohrpfähle an die Firma Mayerhofer zu vergeben. Das Unternehmen aus Simbach am Inn hatte ein Angebot von knapp 925.000 Euro eingereicht.

Bohrungen: 925.000 Euro für den Spezialtiefbau

Insgesamt hatten elf Unternehmen bei der Stadt ein Angebot abgegeben. Das von der Firma Mayerhofer liege 45 Prozent unter den veranschlagten Kosten des bepreisten Leistungsverzeichnisses. „Das ist sehr erfreulich. So kann es weitergehen“, sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich.

Ganz so erfreut waren Stadträte allerdings nicht, als hörten, dass die Entsorgung des Aushubmaterials nicht in der Kostenberechnung des Architekten aufgelistet sein soll. Laut Stadt fallen im ersten Zug, um das Baufeld freizuräumen, circa 3000 Kubikmeter Aushubmaterial an – Frostschutz, künstliche Auffüllungen, Sand, Ton. Auf Nachfrage von CSU-Stadtrat Josef Leidl antwortete Manfred Lang vom Bauamt, dass die Kosten für die Entsorgung des Materials noch nicht einberechnet seien.

Wohin mit dem Aushub der riesigen Baugrube?

Wie teuer die Entsorgung letztlich wird, kann die Stadt noch nicht beziffern. Die Verwaltung hatte im Vorfeld mögliche Wege der Entsorgung abgewägt – von der Verfüllung auf landwirtschaftlichen Flächen über den Einbau des Materials in einen Lärmschutzwall bis zur Entsorgung bei einer Deponie.

Für Letzteres stimmten die Stadträte schließlich geschlossen ab. Sie ermächtigten den Bürgermeister, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen. Das Bauamt veranschlagt die Kosten für die Anlieferung an eine Deponie mit 75.000 bis 120.000 Euro.