Nach Brand im Dezember 2024: Entscheidung um Regensburger Kult-Lokal Hemingway's gefallen

Von Philip Hell · 8. April 2026 um 19:00

Lange Zeit war es ungewiss, wie es mit dem beliebten Regensburger Lokal Hemingway's in der Oberen Bachgasse weitergeht. Vor etwa anderthalb Jahren hat es in der dortigen Küche gebrannt. Nun ist im Laden wieder Bewegung.

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Rückblick: Am zweiten Adventssamstag 2024 sorgt ein Feuerwehreinsatz für Aufsehen in der Regensburger Altstadt. Passanten und Christkindlmarktbesucher beobachten, wie die Retter zum Hemingway's in der Oberen Bachgasse, einmal ums Eck vom Neupfarrplatz, ausrücken. Der Grund: ein Küchenbrand. Die Feuerwehr bekam den Brand schnell unter Kontrolle. Zwei Personen wurden verletzt. Durch die enorme Feuereinwirkung im Küchenbereich mussten für die Löscharbeiten große Teile der Innendecke zur Kontrolle geöffnet werden, erklärte der Einsatzleiter damals.

Wirt Claudio Alexe wurde in einer Pressemitteilung der Feuerwehr ausdrücklich gelobt: Durch das „vorbildliche Verhalten“ des Pächters habe man schnell mit den Löscharbeiten beginnen können und zuvor nicht nach Personen im Restaurant suchen müssen.

Seit dem Brand im Dezember 2024 geht im Hemingway's in Regensburg nichts mehr

Seit diesem Tag ist rund um das Kult-Lokal allerdings Stillstand. Ab und zu sieht man Handwerker im Gebäude. Die Möbel wurden verpackt. Alexe selbst gab sich unmittelbar nach dem Brand kämpferisch: „Mein Ziel ist es, den Laden so schnell wie möglich zu sanieren.“ Zum Jahrestag des Feuer-Vorfalls vor einigen Monaten hörte sich der Gastronom schon deutlich verhaltener an. Er äußerte sich auch auf Nachbohren nicht deutlich zu seinen Plänen. „Ich weiß nicht, was die Versicherungen machen“, war das Einzige, was er sich zur Zukunft seines ebenso vielseitigen wie beliebten Lokals entlocken ließ.

Der Brand in der Regensburger Altstadt sorgte im Dezember 2024 für Aufsehen. - Foto: Jonas Raab

Dieser Tage lässt sich allerdings wieder Bewegung im Lokal beobachten. Es brennt Licht, es wird offensichtlich gewerkelt. Vor dem Haus parken Handwerker. Kommt das Hemingway's etwa wieder zurück?

Wirt besiegelt das Aus für das Hemingway's in Regensburg

Ein Anruf bei Claudio Alexe sorgt immerhin in diesem Punkt für Klarheit. Seine ebenso kurze wie deutliche Antwort: „Nein.“ Will heißen: Das Kult-Lokal in der Oberen Bachgasse ist knapp anderthalb Jahre nach dem Brand im Dezember 2024 endgültig Geschichte. Zu den Gründen will sich Alexe auch auf Nachfrage nicht äußern. Man solle sich beim Hausbesitzer erkundigen. Das lässt durchaus Raum für Spekulationen. Es ist nicht öffentlich bekannt, wer die Räumlichkeiten des Hemingway's nun übernehmen könnte. Alexe allerdings wird das aus nächster Nähe beobachten können: Er betreibt gegenüber seines ehemaligen Lokals das Bolero‘s, eine Grill- und Tapas-Bar mit spanischer Küche.

Sicher ist auch: Das Eck Obere Bachgasse, Gesandtenstraße und Neupfarrplatz wird sich in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten ziemlich verändern. Direkt neben dem ehemaligen Hemingway's eröffnet demnächst eine neue Filiale des Bäckers Schifferl. Dort wird derzeit noch ordentlich gewerkelt. Parallel dazu kämpft die Bäckerei Schwarzer, die vis-a-vis vom Hemingway's ihre berühmten Schwarzer Kipferl verkauft, um das wirtschaftliche Überleben. Das Unternehmen stellte vor etwa einem Monat einen Insolvenzantrag.

Obere Bachgasse: Zwei Leerstände in der Regensburger Altstadt mehr

Auch einige Schritte in die Obere Bachgasse hinein deuten sich Veränderungen an. Ein dort ansässiges Online-Marketing-Unternehmen kündigt an, aus seinen Räumlichkeiten ausziehen zu wollen. Selbes hat auch der Spezial-Männermodehändler Gross&Stark vor. Der will noch bis Ende des Jahres Kleidung in Übergrößen und Überlängen feilbieten, bevor damit Schluss ist. Bleibt abzuwarten, ob bis dahin klar ist, was aus dem Hemingway's geworden ist.