Gerhard Hofmann greift Spindler an: Freie Wähler nominieren Bürgermeisterkandidat

„Ich will der ‚große Hoffnungsschimmer‘ für alle vom aktuellen Stadtoberhaupt enttäuschten und verzweifelten Rötzer sein!“ Mit dieser Aussicht tritt Gerhard Hofmann als Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Rötz an.
Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Rötz, Tino Gmach, konnte zur Nominierungsversammlung ein volles Haus im Landgasthof Henghuber willkommen heißen. Besonders begrüßte er den Kreisvorsitzenden und Landratskandidaten Christian Schindler, den Vorsitzenden der Jungen Freien Wähler, Josef Schmaderer, und den Gründungsvorsitzenden der FW Rötz, Norbert Przybyla.
Blick zurück auf den Rücktritt
Gmach meinte, die Freien Wähler stünden für Sachpolitik und nicht für Ideologie. „Wir sind engagiert und haben offene Ohren für die Bürger.“ Es sei schön, dass sich 18 Leute für die Liste gefunden haben und sich einbringen wollen. Dies zeige auch einen Willen zur Veränderung, da seien sich alle einig. Und das wichtigste sei, dass es eine Liste für die gesamte Gemeinde ist.
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Nach der Einführung wurde Christian Schindler zum Versammlungsleiter, Josef Schmaderer zum Schriftführer und Norbert Przybyla in den Wahlausschuss gewählt. Nach einigen Regularien, die der Bürokratie geschuldet sind, konnte sich Gerhard Hofmann vorstellen.
Der 57-jährige Bauingenieur ist verheiratet, hat zwei Kinder und drei Enkel. Hofman engagiert sich beim 1. FC Rötz als Hauptvorsitzender und ist führendes Mitglied des Heimatfestausschusses. Nach 2010 stehe er nun wieder an dieser Stelle, um Bürgermeister zu werden. „Ich mache das nicht wegen Geld oder Ansehen, sondern zum Wohle der Bürger der Stadtgemeinde Rötz, zum Wohle aller Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des städtischen Bauhofs!“ Rötz sei seine Heimat und liege ihm am Herzen. Durch die Verwurzelung lohne es sich zu kämpfen.
Wir konnten uns das Machtspiel des Bürgermeisters nicht mehr anschauen und auch nichts dagegen tun.Gerhard Hofmann, Bürgermeisterkandidat in Rötz
Der Rücktritt im Jahr 2022 als Stadtrat habe auch etwas mit dem Wohl der Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofs zu tun gehabt. Zusammen mit Frank Gazinski trat er wegen des Verhaltens des amtierenden Bürgermeisters zurück so lautete die Begründung. „Wir konnten uns das Machtspiel des Bürgermeisters nicht mehr anschauen und auch nichts dagegen tun“ – so die frustrierende Einschätzung zu der damaligen Situation. Mit dem Rücktritt wollten sie öffentlich machen, dass das Verhalten, der Umgang des Bürgermeisters mit seinen Angestellten und Arbeitern, absolut nicht zu akzeptieren gewesen sei.

Mit der jetzigen Kandidatur wolle er den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit einer Wahl geben. „Ich versuche so zu bleiben wie ich bin.“ Sein Motto sei auch weiterhin „Z – D – E“ Zuhören – Diskutieren – Entscheiden.
Hofmann fügte noch an: „Zukünftig dürfen nicht mehr die ‚Erfahrung im Amt‘, der Doktor-Titel, die überregional erreichten Posten entscheiden, sondern der vernünftige Menschenverstand und das Bauchgefühl. Es soll wieder ein vertrauensvolles Miteinander und kein Gegeneinander geben.“
Zukünftig dürfen nicht mehr die ‚Erfahrung im Amt‘, der Doktor-Titel, die überregional erreichten Posten entscheiden, sondern der vernünftige Menschenverstand und das Bauchgefühl.Gerhard Hofmann, Bürgermeisterkandidat in Rötz
Der Bürgermeisterkandidat führte noch aus, dass es wichtig sei, menschlich und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Die Zeiten seien schwer genug, da brauche man nicht noch Machtgerangel untereinander, sondern Zusammenhalt und Gemeinschaft. Jeder Bürger müsse sich mitgenommen und wertgeschätzt fühlen. Als Schlusssatz versprach Hofmann, sollte er nicht Bürgermeister werden, wolle er als Stadtrat versuchen, das Bestmögliche für Rötz zu erreichen und dem Bürgermeister „gscheid auf d’Finger schaun“.
Gerhard Hofmann wurde anschließend von den 43 Wahlberechtigten einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.
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Als nächstes stellten sich die 16 Stadtratskandidaten und zwei mögliche Nachrücker vor. Alle waren sich einig, dass Gerhard Hofmann unterstützt werden muss, damit sich in Rötz etwas ändert. Benedikt Christoph brachte es besonders auf den Punkt in Bezug auf die momentane Situation: „Man darf nicht immer hinterfragen, was nicht geht oder was könnte negativ sein, sondern nach vorne schauen und machen, was geht und positiv denken.“ Auch die Stadtratskandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig gewählt.
Tino Gmach und Hans Jürgen Porsch wurden beauftragt, die Vorschläge an die Stadtverwaltung weiterzugeben, Steffi Porsch und Sylvia Auerbeck durften die Vorschläge offiziell unterschreiben.
Von 21 bis 61 Jahren
Tino Gmach bedankte sich beim Kreisverband für die Unterstützung. Aber der Wahlkampf gehe nach den Feiertagen erst richtig los. Er bedankte sich schließlich noch bei Andreas Lößl, der nicht mehr antritt, und besonders bei Markus Riederer. Riederer war insgesamt 24 Jahre im Stadtrat vertreten und hat sich dabei den „Mund nicht verbieten lassen“. Mit dem Slogan der Freien Wähler im Landkreis Cham „Gemeinsam besser“ für die Stadtgemeinde Rötz übergab Gmach das Wort an Christian Schindler.
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Dieser zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Kandidaten und auch des Alters von 21 bis 61 Jahren. „Es geht um euch und um eure Stadt!“ Die Freien Wähler im Landkreis Cham seien stark und hätten bei der letzten Bundestagswahl das beste Ergebnis im gesamten Bundesgebiet eingefahren. Er dankte den Rötzern, die auf der Kreistagsliste der Freien Wähler und nicht auf der GLLW kandidieren. Schindler setze sich für Fairness ein und für den bestmöglichen Erfolg für die Bürger. „Wir sind gekommen, um Gerhard zu unterstützen!“
Die Liste Mit folgender Listenaufstellung gehen die Freien Wähler Rötz, so wie es offiziell heißt in den Stadtrats-Wahlkampf:
Die Liste: 1. Gerhard Hofmann, 2. Marion Reitinger, 3. Tino Gmach, 4. Stephan Reitlmann, 5. Ursula Zwicknagl, 6. Manfred Auerbeck, 7. Markus Pscherer, 8. Monika Bucher, 9. Benedikt Christoph, 10. Hans-Jürgen Porsch, 11. Josef Brandl, 12. Richard Christoph, 13. Christoph Maier, 14. Norbert Till, 15. Manfred Dietl, 16. Rudi Christoph
Mögliche Nachrücker: 1. Leonhard Porsch, 2. Anna Auerbeck