Jahresrückblick in Rötz: Viel umgesetzt – aber Marktplatz bleibt große Baustelle

In seiner Weihnachtsansprache im Zuge der letzten Stadtratssitzung in diesem Jahr sprach Bürgermeister Dr. Stefan Spindler den Stadträten und Ortssprechern seinen Dank für die in den letzten sechs Jahren geleistete Arbeit aus. Mit dem Jahresende 2025 neige sich auch die aktuelle Wahlperiode des Stadtrats und des Bürgermeisters 2020 bis 2026 dem Ende zu, so Spindler.
Er ging auf die zahlreichen Projekte und Maßnahmen ein, zum Beispiel die Sanierung der Kläranlage Rötz, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Rötz, den Neubau der Ortsdurchfahrt Bernried und die einfache Dorferneuerung.
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Außerdem zählte er den Anschluss der Kläranlage Bernried an Rötz, die Erneuerung der Ortsdurchfahrten Heinrichskirchen und der Hetzmannsdorf, die Inbetriebnahme der Ortsumgehung Rötz, die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße Rötz-Gmünd, den Ausbau der Regensburger Straße und den vollständigen Breitbandausbau im gesamten Gemeindegebiet auf.
„Richtige Entscheidung“
Daneben nannte er die Sanierung des Salzfriedls mit Erhalt des Denkmalschutzpreis des Landkreises Cham, die Erschließung des Baugebiets Sturmstraße und des Gewerbegebiets an der Regensburger Straße, die Erschließung der Quelle 5 am Frauenstein, der Vollausbau des ersten Teils der Sudeten- und Schlesierstraße, die Ertüchtigung des Badeweihers Heinrichskirchen und die private Gebäudesanierungen in Rötz mit Schaffung von Wohnraum (Gillitzer-Haus). Diese wurde an einen privaten Investor gegeben, dies war laut Spindler die richtige Entscheidung.
Bei einigen Projekten habe trotz intensiver Bemühungen der erwünschte Erfolg bisher nicht erzielt werden können, wie beispielsweise bei der Marktplatzsanierung und dem Ansiedeln einer Eisdiele in Rötz. Hier gelte es, weiterhin am Ball zu bleiben, so Spindler. Sehr intensiv sei in den letzten sechs Jahren geplant worden, wie bei der Erarbeitung eines Integrierten Digitalen Entwicklungskonzepts mit rund 100 Maßnahmen für die nächsten Jahre, bei der Machbarkeitsstudie für den Marktplatz, den Stadtbauhof und das Bestandsgebäude der Kläranlage, für die Machbarkeitsstudie und Planung für die Schulsanierung, insbesondere den Umbau für die Ganztagesbetreuung, die energetische Sanierung des Hauptschulgebäudes und die Schaffung neuer Krippenplätze. Daneben nannte der Bürgermeister die Vorüberlegungen und Planungen für die Ertüchtigung der Kläranlagen Pillmersried und Schatzendorf, die Änderung des Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der B22, die umfangreiche Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung der Wasserversorgung Hillstett sowie die kommunale Wärmeplanung.
„Es mussten unzählige bedeutende Entscheidungen mit teils immensen Kostenfolgen getroffen werden“, so Spindler. Der Stadtrat habe es sich dabei nie leicht gemacht und das Für und Wider ausführlich abgewogen. Jedes einzelne Stadtratsmitglied habe seine persönlichen Kenntnisse und Erfahrungen eingebracht. „Es war nicht immer alles einstimmig, aber – wie es sich in einer Demokratie gehöre – entscheidet am Schluss die Mehrheit.“ Auch abseits der Gremienarbeit war der Stadtrat laut Spindler sehr gefragt.
Allein für das IDEK hätten die Stadträte in mehreren Workshops und Projektsitzungen ihre Ideen eingebracht. Zum Teil seien Projekte auch eigenständig von den Stadträten vorangetrieben worden. Darüber hinaus habe es zahlreiche Repräsentationstermine und gesellige Veranstaltungen, wie den Besuch der Heimatfeste im Landkreis Cham, gegeben.
Bezüglich der über die Gemeindegrenzen hinaus bedeutenden Events wie Heimatfest, Märchen, Schwarzwihrberglauf und Christkindlmarkt sprach Spindler einen Dank an die Vereine und Ehrenamtlichen, die diese Veranstaltungen schwerpunktmäßig getragen haben, aus, ebenso wie an Stadtbauhof und Mitarbeiter der Tourist-Info sowie der Verwaltung.
Die Integration der im Thamerbräu untergebrachten Flüchtlinge habe sich als kein Problem erwiesen. Entgegen früherer Planungen seien ausschließlich ukrainische Flüchtlinge – junge Familien – neu nach Rötz gekommen.
Aus städtebaulicher Sicht war 2025 laut Spindler mit Ausnahme von privaten Sanierungen am Marktplatz und in der Hussenstraße eher ein Jahr des Stillstands. Wenigstens konnte das integrierte Digitale Entwicklungskonzept fertiggestellt werden, aber hier werde man nicht aufgeben und die Gespräche mit dem Denkmalamt Anfang 2026 zusammen mit der neuen städtebaulichen Beraterin Barbara Wilnhammer, mit dem Denkmalamt wieder aufnehmen.
Daneben bedankte Spindler sich bei allen Mitarbeitern der Stadt, stellvertretend Geschäftsleiter Josef Kulzer, für ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr. Es sei trotz einer immensen Aufgabenfülle sehr viel umgesetzt worden. An seinen beiden Stellvertreter, 2. Bürgermeister Johann Stibich und 3. Bürgermeister Karl Heinz Hofmann, ging ein Dank des Bürgermeisters für die Vertretung bei unzähligen Veranstaltungen.
Ein arbeitsreiches Jahr neigt sich dem Ende zu.Johann Stibich, Vize-Bürgermeister in Rötz
„Ein arbeitsreiches Jahr neigt sich dem Ende zu“, so Stibich und betonte, dass alle gut zusammengearbeitet haben. Nur durch harte und zielgerichtete Arbeit könne man gemeinsam Ziele erreichen, versicherte er und dankte ebenfalls allen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben und, auch im Namen des Gremiums, Bürgermeister Spindler, der es durch seine akribische Arbeit verstanden habe, seine Ziele für die Stadt Rötz umzusetzen und neue Ziele zu planen. Stibich wünschte, ebenso wie Bürgermeister Spindler, allen ein paar ruhige und besinnliche Tage der Entspannung und ein gutes neues Jahr 2026.