Von Schulneubau bis Straßensanierung: In Nittenau, Bruck und Bodenwöhr hat sich viel getan

Schlechte Nachrichten bleiben oft besonders lang im Gedächtnis, während Gutes schnell vergessen wird. Doch ein Blick ins Archiv zeigt: Im Jahr 2025 gab es in der Region auch eine ganze Menge positiver Entwicklungen, von denen viele Bürger profitieren. Die Mittelbayerische hat einige Beispiele zusammengetragen.
Wirtschaftsstandort Nittenau wird weiter gestärkt
Im Oktober gingen im Gewerbegebiet am Schwandorfer Weg in Fischbach die Erschließungsarbeiten zu Ende. Gleichzeitig stellten sich die neuen Betriebe vor, die sich hier ansiedeln werden: Die Firma Michl Maler aus Nittenau sowie die Firma Elektro Beck aus Maxhütte-Haidhof haben sich für einen Umzug nach Fischbach entschieden. Für die Erschließung der Parzellen hat die Stadt im Haushalt 2025 einiges an finanziellen Mitteln bereitgestellt: Insgesamt wurden 275.000 Euro für den Straßenbau, 716.000 Euro für die Abwasserentsorgung sowie 154.000 Euro für die Wasserversorgung eingeplant. „Fischbach ist ein lebendiger Ort mit viel Potenzial. Dass wir hier nun so schnell vorankommen, freut mich sehr“, sagte Bürgermeister Benjamin Boml.

Auch in der Nittenauer Innenstadt füllte sich 2025 ein Leerstand: In die ehemalige Kunstgalerie Horst von Gerd Schmatz ist im September das Optikergeschäft Graf & Graf eingezogen. Und an einer weiteren Stelle im Herzen der Stadt soll sich bald etwas tun: Das ehemalige Fotostudio Rothbauer soll abgerissen werden. Den Leerstand hier will Christoph Jakob mit einem neuen Wirtschaftsgebäude mit sechs Ferienwohnungen beenden.
Wichtige Investitionen in den Nachwuchs
In Nittenau wurde im März die Generalsanierung des über 40 Jahre alten Kindergartens St. Josef offiziell abgeschlossen. Die Einweihung im Beisein zahlreicher Gäste nahm Domkapitular Michael Dreßler vor. Die Maßnahme kostete rund 3,1 Millionen Euro, wovon die Stadt 1,4 Millionen Euro zu tragen hatte. Bei Kindern und Eltern war die Freude über die neuen Räumlichkeiten riesig.
Nach zwei Jahren Bauzeit ging derweil in Bodenwöhr ein Mega-Projekt über die Ziellinie: Dort freuten sich im September 172 Buben und Mädchen über die Fertigstellung der Grundschule, die nun zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Bayern zählt. Knapp neun Millionen Euro hat das Projekt gekostet. Das Gebäude selbst ist in zwei Lernsektoren aufgeteilt – jeweils für die erste und zweite Klasse sowie für die dritte und vierte Klasse. Die Räume gruppieren sich um eine gemeinsame Mitte, den sogenannten Marktplatz. Zwei große Mehrzweckräume im Erdgeschoss können im Bedarfsfall zu zwei zusätzlichen Klassenzimmern umfunktioniert werden, so dass in Summe Raum für bis zu 200 Grundschüler geschaffen werden kann.
Eine Großbaustelle an der B85 bei Bodenwöhr wurde abgeschlossen
Von Ende September bis Mitte November war die Bundesstraße auf einem rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Abfahrten bei Neuenschwand und Blechhammer gesperrt, Autofahrer mussten langwierige Umleitungen in Kauf nehmen. Die Sanierungsarbeiten konnten zügig und etwas früher als erhofft abgeschlossen werden. Seitdem fließt der Verkehr über die erneuerte Asphaltschicht. Bei Neuenschwand kam zudem, so wie von den Bürgern dort gewünscht, Flüsterasphalt zur Minimierung des Lärms zum Einsatz.
Markt Bruck investiert in die Infrastruktur
Im Juli 2025 nahm die Gemeinde den Spatenstich für den neuen Hochbehälter für die Wasserversorgung in Bruck vor. „Mit dem Bau eines neuen Hochbehälters setzen wir ein klares Zeichen für eine zukunftssichere, umweltbewusste und leistungsfähige Wasserversorgung“, sagte Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU). Die Kosten für den Hochbehälter belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Ende 2026 soll er in Betrieb genommen werden.

Außerdem fiel in Bruck der Startschuss für den dringend benötigten Anbau eines Werk-, Maschinen und Lagerraums für die Grund- und Mittelschule.
Premiere für den neuen Nittenauer Festwirt
Erfreuliche Nachrichten gab es für alle Volksfestfreunde: Im Herbst 2024 suchte die Stadt Nittenau dringend einen neuen Festwirt – und wurde in den eigenen Reihen fündig: Brauhauschef Sebastian Jakob sprang in die Bresche und übernahm den vakanten Posten – in enger Zusammenarbeit mit Familie Haberzeth, die sich um die Festküche kümmerte. Trotz relativ kühler Temperaturen und vieler grauer Wolken konnten sich die Veranstalter über eine sehr gute Besucherbilanz freuen.