Kita St. Josef in Nittenau verfügt nach Sanierung über wunderschöne Räume – nun wurden sie gesegnet

Nach der Generalsanierung wurde die katholische Kindertagesstätte (Kita) St. Josef am vergangenen Freitag durch Domkapitular Michael Dreßler im Beisein zahlreicher Gäste eingeweiht. Pfarrer Holger Kruschina von der Pfarrei Maria Geburt, der vor Ort für die Kita zuständig ist, freute sich mit den Erzieherinnen über den Abschluss des nun vollendeten Projekts.
Zur Einweihungsfeier waren auch Landrat Thomas Ebeling (CSU) und Bürgermeister Benjamin Boml (FW) sowie mehrere Mitglieder des Stadtrats und der Kirchenstiftung erschienen. Ein besonderer Gruß galt Kruschinas Vorgänger, Pfarrer Adolf Schöls, der über mehrere Jahre hinweg die Generalsanierung vorbereitet hatte.
Landrat Ebeling gratulierte zum gelungenen Abschluss der Arbeiten. Nun seien alle Räume frisch und modern ausgestattet. Das Thema Kitas sei für viele Gemeinden des Landkreises eine große Herausforderung, sagte Ebeling. Deshalb sei es wichtig, dass sich auch die Kirchen mit einbringen. An Pfarrer Kruschina überreichte der Landrat ein Geldgeschenk zum Einstand.
Gemeinsame Finanzierung
Bürgermeister Boml, der vor vielen Jahren im Kindergarten St. Josef gemeinsam mit der Pädagogischen Leiterin Barbara Göttler seine Kindheit verbracht hatte, erinnerte, dass man lange auf die Sanierung gewartet habe. Nun sei die Maßnahme endlich abgeschlossen, und das sei ein guter Grund zu feiern.
Die Weichen für die Zukunft der Nittenauer Kinder seien richtig gestellt worden, sagte Boml. Die Finanzierung von etwas über drei Millionen Euro habe man aber nur gemeinsam schultern können. Die Stadt habe knapp 1,4 Millionen Euro dazu beigetragen. Von der Diözese Regensburg, der Regierung der Oberpfalz und der Kirchenstiftung seien rund 1,7 Millionen Euro übernommen worden. Dieses Geld sei „nicht in Mauern und Stahl“, sondern in die Zukunft der Kinder investiert worden. Nun stehe ein attraktiver Ort für Spielen, Lachen und Lernen zur Verfügung. Sein Dank galt den Erzieherinnen, die über viele Monate hinweg den Baulärm ertragen mussten. Als Einstandsgeschenk überreichte der Bürgermeister Bauernhof-Figuren und Blumen für das neue Büro der Kita-Leitung.
100.000 Euro weniger ausgegeben als geplant
Architekt Maximilian Naumann aus Regensburg, dessen Familie schon zahlreiche Projekte in Nittenau geplant hat, blickte auf 2019 zurück, als eine Machbarkeitsstudie für die Generalsanierung durchgeführt wurde. 2020 konnte man den Bauantrag stellen, und nach dem Ok durch die Diözese Regensburg wurde im Januar 2024 mit der Sanierung begonnen. Zudem habe man einen neuen Mehrzweckraum und einen Raum für die Mittagsbetreuung geschaffen, die Toiletten erneuert, einen Abstellplatz für Kinderwagen angelegt, die Elektro- und Sanitärinstallation saniert und den Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Durch sparsames Wirtschaften habe man rund 100.000 Euro eingespart.
Die Vorsitzende des Elternbeirats, Irmengard Huber, erinnerte an die Zeit, als sie ihr Kind hier angemeldet hat. Die früheren dunklen Räume seien wenig einladend gewesen, doch die Herzlichkeit und das pädagogische Konzept sowie die Vermittlung christlicher Werte hätten sie dann doch überzeugt. Heute schwärme ihr Kind von den nun lichtdurchfluteten Räumen und dem schönen Spielgarten.
Bistro ist besonders beliebt
Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Taregh Stadler überreichte sie an Leiterin Barbara Göttler einen Ballon mit einem abgedruckten Eismobil als Symbol für die Einladung an alle Kinder zum Eisessen.
Göttler bezeichnete die Umbauzeit als Kraftakt für Kinder und Kita-Personal, doch letztlich verfüge man nun über wunderschöne Räumlichkeiten, die Geborgenheit ausstrahlten, eine Oase mitten in der Stadt. Besonders gut komme der von den Kindern „Bistro“ genannte Speiseraum an, in dem es abwechslungsreiche Brotzeiten gebe, ähnlich einer Stammtischkultur. Auch die Flure können von den Kindern nun zum Spielen genutzt werden. Der Therapieraum eröffne neue Möglichkeiten.
Domkapitular Michael Dreßler, der früher seine erste Kaplanstelle in Nittenau hatte, nahm die Segnung der sanierten Kita-Räume vor. Die Kirche habe sich hier gerne engagiert, weil in der Kita St. Josef die Grundlagen des Christentums gelegt werden.

