Schule in Bruck hat bald einen neuen Werkraum: Davon überzeugte sich der Marktrat

Beim Bau des neuen Werkraums an der Grund- und Mittelschule in Bruck (Landkreis Schwandorf) geht es voran. Das zeigte sich bei einem Ortstermin. Im Sitzungssaal selbst mussten die Räte zwei weitere große Themen diskutieren. Einmal ging es um die Frage, wie es mit dem möglichen Dorfhaus in Schöngras weitergeht und wie teuer die Getränke am Bürgerfest künftig sein sollen.
Die Sitzung des Brucker Marktrats begann dieses Mal auf drei Baustellen. Eine davon war der Rohbau des neuen Werkraums an der Schule. Bauamtsleiter Markus Weber konnte berichten, dass die Arbeiten im Zeitplan sind, der Durchbruch zur Schule bereits erfolgt ist und der Heizungsbauer auch schon mit den ersten Vorarbeiten begonnen hat. Wenn dann das Gebäude innen komplett fertig ist, werden die Außenarbeiten in Angriff genommen.
Zur anschließenden Sitzung waren zahlreiche Bürger aus Schöngras gekommen, da es auch darum ging, ob sie ein Dorfhaus bekommen oder ob das Feuerwehrhaus saniert und ausgebaut wird.
Im Dezember 2023 wurden vom beauftragten Architekturbüro verschiedene Konzeptstudien mit Kostenprognosen zum Neubau, Anbau beziehungsweise der Sanierung des Feuerwehrhauses in Kombination mit der Zusammenführung und der gemeinsamen Realisierung des geplanten Dorfgemeinschaftshauses vorgestellt. Im März 2024 wurde bei einer Bürgerversammlung in Schöngras die Machbarkeitsstudie vorgestellt.
Bürger wurden befragt
Bei einer Klausurtagung hatten die Markträte beschlossen, die Bürger vor Ort zu befragen. Dies ergab, das die Mehrheit die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses mit Feuerwehr möchte. Sollte dies realisiert werden, müsste jedoch ein Trägerverein gegründet werden. Doch die Zahl derer, die hier Verantwortung übernehmen wollten, war sehr gering und auch die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit beim Bau war überschaubar.
Lorenz Bräu (FW) meinte, so wie es aussehe, sei ein Neubau schlecht zu realisieren und daher wäre eine Sanierung des Gerätehauses mit einem entsprechenden Anbau die bessere Lösung. Robert Feuerer (CSU) sagte, das er bei der letzten Bürgerversammlung den Eindruck gewonnen hatte, das bei den Schöngrasern eine gewisse Ernüchterung bei der Bekanntgabe der Umfrageergebnisse zu erkennen war.
Außerdem habe er den Eindruck gehabt, dass es den Bürgern wichtig sei, dass mit dem Gerätehaus etwas passiere. Deshalb sollte ein Planungsbüro beauftragt werden, das das Gerätehaus untersucht, um festzustellen was machbar ist. Außerdem sei er der Meinung, dass eine Sanierung mit Anbau schneller zu verwirklichen ist als ein Neubau.
Ist Sanierung überhaupt möglich?
Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) informierte, dass es neue Förderrichtlinien gebe, die es ermöglichen, 156 000 Euro Förderung für die Sanierung eines Gerätehauses zu bekommen. Sie wolle nun so schnell wie möglich klären lassen, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist.
Auch Rudi Sommer (Grüne) plädierte für die Prüfung einer Sanierung des FF-Hauses mit Anbau und Joachim Hanisch (FW) betonte, dass wohl nur die Variante mit der Sanierung des Gerätehauses übrig bleibe und dies schnell geschehen solle, da das Dorf kein Wirtshaus mehr habe und ein größerer Raum für das Dorfleben wichtig sei. Am Ende stimmten die Markträte einstimmig dafür, das schnellstmöglich ein Fachmann beauftragt wird, um zu prüfen, was machbar und sinnvoll ist.
Zudem mussten die Räte über den Antrag der Feuerwehr Bruck auf Erhöhung der Getränkepreise beim Bürgerfest abstimmen. Bisher kosten die Maß Bier oder Radler 6,20 Euro, der halbe Liter Weizen kostet 3,20 Euro und alle alkoholfreien Getränke 2,50 Euro. Die Feuerwehr hat den Antrag gestellt, die Preise wie folgt zu erhöhen: die Maß Bier oder Radler 6,90 Euro, der halbe Liter Weizen 3,50 Euro und die alkoholfreien Getränke drei Euro.
Uschi Klein (Grüne) betonte, dass sie grundsätzlich nichts gegen die Erhöhung der Preise habe, doch sollte man vielleicht den Preis für das Wasser nicht so stark erhöhen, denn hier sei die Steigerung prozentual höher als zum Beispiel beim Bier. 2,80 Euro hielt sie für angemessen. Gerd Habermeier (SPD) betonte, dass einige der Markträte im Festausschuss des SpVgg gewesen seien und von daher wüssten, wie das Preisgefüge sei. Daher würde die SPD-Fraktion für die Erhöhung stimmen.
Joachim Hanisch (FW) sah bei der Erhöhung das Problem, dass der Bierpreis bald doppelt so hoch sein würde. Wenn es eine Erhöhung geben müsse, halte er 6,80 Euro für ausreichend. Dann bleibe den Bedienungen mehr Trinkgeld.
Preise werden erhöht
Robert Feuerer (CSU) erklärte dann auch, wie die Preise zustande gekommen seien und dass man mit vielen versteckten Kosten zurecht kommen müsse. Den Preis von drei Euro für die alkoholfreien Getränke rechtfertigte er damit, dass es dann mit dem Wechselgeld leichter sei. Grundsätzlich könne man aber über 2,80 Euro reden.
Bürgermeisterin Faltermeier warf ein, dass sie im Vorfeld auch mit dem Kommandanten Andreas Wagner gesprochen und darauf gedrängt habe, dass der Bierpreis unter sieben Euro bleiben müsse. Am Ende wurden dann die vorgeschlagenen Bierpreise vom Marktrat so genehmigt und bei den alkoholfreien Getränken einigte man sich auf 2,80 Euro.