Autos in der Fußgängerzone: Regensburger Polizei greift in der Maxstraße durch

In der Regensburger Maxstraße bereiten den Anliegern nicht nur Drogendealer und kaputte Straßenlaternen Sorgen. Auch Autofahrer, die ohne Rücksicht auf Verluste durch die Fußgängerzone „rasen“, waren kürzlich Thema im Sicherheitsbeirat. Nach einer kurios gescheiterten Kontrollaktion haben sich Polizei und Stadt die Situation noch einmal genauer angeschaut – und dabei „diverse Verstöße“ festgestellt.
Wie Polizeihauptkommissar Michael Zaschka mitteilt, kontrollierten am Donnerstagvormittag Beamte der Polizeiinspektion Süd zusammen mit städtischen Verkehrsüberwachern in der Maximilianstraße, die in Teilen als Fußgängerzone beziehungsweise als Geh- und Radweg ausgewiesen ist. 173 Autos, die vom Ernst-Reuter-Platz oder der Drei-Kronen-Gasse in die Straße einbogen, wurden überprüft. Der überwiegende Teil der Fahrer sei berechtigt gewesen, die Maxstraße zu befahren, berichtet Zaschka.
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Bei 40 Fahrern war das jedoch nicht der Fall. Sie wurden verwarnt. Zaschka zufolge zeigten sie sich einsichtig. Die häufigsten Ausreden: Unwissenheit und Kürze der Strecke. Bis auf „wenige Ausnahmen“ mussten die Fahrer ohne Berechtigung je 50 Euro zahlen.
Fußgängerzone in Regensburg: Was erlaubt ist – und was nicht
Fußgängerzonen sind grundsätzlich – der Name sagt es – Fußgängern vorbehalten. Seit 2015 ist in Regensburg auch Radfahren erlaubt. Für den motorisierten Verkehr gibt es nur wenige Ausnahmen, beispielsweise für Lieferfahrzeuge zu bestimmten Zeiten. Auch die Altstadtbusse oder Autofahrer, die zu privaten Stellplätzen müssen, dürfen die Fußgängerzone benutzen.
Weil sich daran in der Maxstraße, so berichten es Anlieger, viele nicht halten, hatte die Stadt vor drei Wochen schon einmal einen „Ortstermin zu dieser Problematik“ anberaumt. Er blieb ohne Ergebnis. „Leider hat ein Altstadtbus genau dort, wo wir kontrollieren wollten, den Dienst verweigert und die komplette Straße gesperrt“, sagte Michael Bleckmann, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung und Straßenverkehr, im Sicherheitsbeirat. Eine Baustelle in der Schäffnerstraße habe das Vorhaben ad absurdum geführt. „Aber die Problematik ist uns bewusst, wir werden dort intensiv kontrollieren“, kündigte Bleckmann an.
Das haben seine Mitarbeiter und die Polizei nun getan. Zaschka sagt, dass weitere Kontrollen folgen werden.