Wolf im Landkreis Regensburg erschossen: Naturschützer setzen Kopfgeld aus

Von Philip Hell · 25. November 2025 um 10:45

Vor rund einem Jahr wurde ein toter Wolf bei Pettendorf (Landkreis Regensburg) gefunden. Erst vor wenigen Wochen wurde allerdings bekannt, dass das Tier erschossen wurde. Nun hat der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) eine Art Kopfgeld ausgesetzt. Ausgerechnet gegen einen Funktionär des Verbands wird derzeit allerdings ermittelt.

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Wie der Verband auf seiner Webseite schreibt, gibt es für Hinweise auf denjenigen, der den Wolf in Pettendorf erschossen hat, eine Belohnung von 5000 Euro. Der LBV-Landesfachbeauftragte Dr. Andreas von Lindeiner sagte demnach: „Das aktuelle Untersuchungsergebnis des Leibniz-Instituts für Wildtierforschung in Berlin hat eindeutig ergeben, dass dieser Wolf letztes Jahr nicht wie zunächst vermutet überfahren, sondern mutmaßlich durch einen Schuss getötet wurde. Das sehen wir als weiteren Beleg dafür, dass in Bayern immer wieder Wölfe illegal geschossen werden.“

Toter Wolf im Landkreis Regensburg: „Wir akzeptieren keine illegalen Tötungen“

Anfang Oktober 2024 hatte eine Landwirtin das Tier auf ihrem Hof gefunden. Erst vor wenigen Wochen wurde durch MZ-Recherchen jedoch öffentlich, dass der Wolf erschossen wurde. Die Polizei ermittelt. LBV-Vertreter von Lindeiner lässt sich weiter wie folgt zitieren: „Wir akzeptieren keine illegalen Tötungen von Wildtieren. Sobald es Hinweise darauf gibt, erstatten wir Anzeige, da diese Fälle aufgeklärt werden müssen und sich nicht wiederholen dürfen.“

Ausgerechnet der LBV produziert derzeit allerdings auch Negativ-Schlagzeilen. Im Landkreis Cham laufen Ermittlungen gegen einen Vertreter des Naturschutzverbands. Er hatte allem Anschein nach vorgegeben, einen toten Wolf gefunden zu haben, der erschossen wurde. Die Behörden ermitteln nun gegen ihn wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz und wegen Vortäuschens einer Straftat.

Erst am Wochenende hatten Wölfe rund um Regensburg für Schlagzeilen gesorgt. Es gab mehrere Sichtungen im westlichen Landkreis. Die Behörden untersuchen die Vorfälle.