Neuer Chef für Polizeistation: Mario Mühlbauer will langfristig in Nittenau bleiben

Von Cornelia Lorenz · 13. Oktober 2025 um 15:00

Die Polizeistation Nittenau hat einen neuen Leiter: Der Rodinger Mario Mühlbauer ist seit 1. Oktober im Amt. „Ich bin sehr bürgernah. Man darf mich immer gerne ansprechen“, sagt der 35-Jährige.

In den vergangenen Jahren hat es an der Spitze der kleinen Polizeistation in Nittenau immer wieder Wechsel gegeben. Zuletzt war Christian Allgeier hier Chef gewesen. Nach dessen Wechsel zur Polizeiinspektion Burglengenfeld hat nun Mühlbauer das Ruder übernommen. Er sei dauerhaft nach Nittenau versetzt worden und werde deshalb auch länger hier bleiben, versichert er.

Hier verteilt sich die Last auf wenige Schultern. Jeder muss alles können – man braucht Allrounder.

Mario Mühlbauer, Chef der Polizeistation Nittenau

Schon als kleiner Bub war Mühlbauer von seinem heutigen Beruf fasziniert. „Wenn mich die Leute früher gefragt haben, hab ich immer gesagt, dass ich später einmal Polizist werden will“, erinnert er sich. Der Gedanke, für Gerechtigkeit zu sorgen und Menschen zu helfen, habe ihm schon immer gefallen. Vielleicht seien es aber auch das Blaulicht an den Fahrzeugen oder die Dienstwaffen gewesen, die ihn damals beeindruckt hätten, sagt Mühlbauer schmunzelnd.

Auf Umwegen in den Polizeidienst

Trotz seines frühen Berufswunsches absolvierte der 35-Jährige nach seinem Realschulabschluss in Cham aber zunächst einmal eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Nach dem Abschluss wechselte er an die Berufsoberschule, studierte danach ein Semester lang Wirtschaftsingenieurwesen – und bewarb sich parallel für den Polizeidienst. „Die viele Theorie im Studium hat mir nicht so getaugt“, erinnert er sich.

2012 begann Mühlbauer in Sulzbach-Rosenberg seine Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst, 2014 nahm er das Studium für den gehobenen Dienst in Fürstenfeldbruck auf. Nach dem erfolgreichen Abschluss war er von 2016 bis 2018 bei der Polizeiinspektion Straubing beschäftigt, ehe er zur Dienststelle nach Regenstauf wechselte und dort die Funktion des stellvertretenden Dienstgruppenleiters übernahm.

Zwei weitere neue Kollegen für Nittenau

Nach zuletzt sechs Jahren als Dienstgruppenleiter bei der PI Neunburg übernahm Mühlbauer zum 1. Oktober die Leitung der Polizeistation Nittenau. Ebenfalls neu im Team dort sind Polizeiobermeister Dominik Stenz (32) aus Leonberg, der bis Ende des Jahres in Nittenau bleiben wird, und Polizeimeister Sebastian Kraus (27) aus Ramspau, der hier zwei Jahre Dienst tun wird.

Im Vergleich zu seinem bisherigen Arbeitsplatz in der Inspektion in Neunburg ist die Station Nittenau deutlich kleiner. Insgesamt neun Mitarbeiter gibt es hier. „Hier verteilt sich die Last auf wenige Schultern. Jeder muss alles können – man braucht Allrounder“, sagt Mühlbauer. Weil die Nittenauer Dienststelle nur tagsüber besetzt sei, habe er künftig keine Nachtschichten mehr. In gesundheitlicher Hinsicht habe das auf jeden Fall Vorteile, sagt der 35-Jährige.

Wenn er in beruflicher Hinsicht einen Wunsch freihätte, würde er gern die EDV-Anwendungen für den Polizeidienst weiter verbessern. Mit mehr Digitalisierung könne man den Arbeitsalltag deutlich einfacher machen, sagt er.

Gleitschirmfliegen am Osser ist sein Hobby

In seiner Freizeit ist der Familienvater sportlich unterwegs. Im Winter fährt er gerne Ski oder ist mit den Touren-Skiern unterwegs. Im Sommer entspannt sich der 35-Jährige beim Gleitschirmfliegen, zum Beispiel am Osser. Doch auch einer sehr ruhigen Beschäftigung geht er nach: Mühlbauer angelt gern – und verwertet seinen Fang auch selbst: Am liebsten bereitet er daraus Fischpflanzerl zu. An seinen bisher größten Angelerfolg erinnert er sich noch gut: Auf einer Irlandreise zog er einen rund 1,10 Meter langen Hecht aus dem Wasser.