Sicherheitsbericht der Polizei: Zahl der Straftaten ist in Nittenau und Bruck gesunken

Gute Nachrichten gab es gestern für Brucks Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) und ihren Nittenauer Amtskollegen Benjamin Boml (FW). „Nittenau und Bruck sind ein sicheres Pflaster“, lautete das Fazit der Polizeistation Nittenau bei der Präsentation der Kriminalstatistik für 2024. Die Zahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent gesunken.
Christian Allgeier, Chef der Polizeistation Nittenau, erläuterte den beiden Rathauschefs ausführlich, mit welchen und wie vielen Delikten er und seine Kollegen im vergangenen Jahr in Nittenau und Bruck zu tun hatten. Insgesamt wurden in den beiden Gemeinden 312 Straftaten gemeldet – und damit elf weniger als 2023. Erfreulicherweise habe man 73,7 Prozent der Fälle auch aufklären können, so Allgeier weiter. Dieser Wert sei zwar etwas schlechter als im Vorjahr (79,6 Prozent). Dennoch liege man damit deutlich über der bayernweiten Aufklärungsquote von 64,9 Prozent sowie auch über dem Oberpfälzer Schnitt von 70,7 Prozent.
Allgeier schlüsselte die Zahlen auch nach den beiden Kommunen auf. In Nittenau habe sich die Polizei mit 228 Straftaten auseinandergesetzt, in Bruck mit 84. Wie Allgeier weiter erläuterte, waren 2024 knapp 19 Prozent der Fälle dem Bereich der Diebstahlskriminalität zuzuordnen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 10,8 Prozent. Von den 58 registrierten Diebstählen ging es in zwölf Fällen um Ladendiebstahl sowie um acht geklaute Fahrräder. Erfreulicherweise habe es 2024 keine Einbrüche in Wohnungen gegeben. Das wirke sich positiv auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger aus, sagte Allgeier.
Hohe Aufklärungsquote für Bruck und Nittenau
Besonders hoch war die Aufklärungsquote mit 96 Prozent im Bereich der Gewaltkriminalität. Hier registrierte die Polizeistation Nittenau 14 Fälle gefährlicher Körperverletzung sowie 48 Mal einfache Körperverletzung. Bei den Sexualdelikten konnte Allgeier einen Rückgang von 14 auf neun Fälle vermelden.
Positiv bewertete er auch die Tatsache, dass es seltener als im Vorjahr zu Widerstand oder tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte gekommen sei. Die Zahl sei von sieben auf vier Fälle gesunken. Hierbei habe 2024 keiner der betroffenen Polizisten Verletzungen mit bleibenden Schäden erlitten.
Auch mit einigen Fällen von Sachbeschädigung hatten sich die Beamten der Polizeistation Nittenau auseinanderzusetzen: 28 Taten waren es im Stadtgebiet Nittenau, zehn im Markt Bruck. Wie Allgeier aufschlüsselte, wurden dabei in zwölf Fällen Autos beschädigt, fünf Mal ging es um Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen oder öffentlichen Plätzen.
Weniger Fälle von Rauschgiftkriminalität
Deutlich weniger Delikte als im Vorjahr fanden 2024 in Sachen Rauschgiftkriminalität Eingang in die Polizeistatistik: Insgesamt acht Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt hatte die Polizeistation Nittenau zu vermelden, während es 2023 noch 21 Fälle gewesen waren. Hier schlage sich die Einführung des neuen Gesetzes zum Cannabiskonsum am 1. April 2024 nieder, so Allgeier.
Der Nittenauer Polizeichef gab auch Auskunft über die Tatverdächtigen selbst: 2024 habe man es hier mit 183 Personen zu tun gehabt, 132 davon seien Männer gewesen. Gut 84 Prozent der Tatverdächtigen seien Erwachsene gewesen. Der Anteil der Betroffenen ohne deutsche Staatsangehörigkeit lag laut Allgeier bei 31,1 Prozent.
Keine Unfallschwerpunkte
Stefan Hannig von der Polizeiinspektion Burglengenfeld erläuterte den beiden Bürgermeistern anschließend die Verkehrsunfallstatistik 2024. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der Verkehrsunfälle von 439 auf 372 gesunken, berichtete er. Allerdings sei es auch zu einem tödlichen Unfall gekommen, und zwar beim Frontalzusammenstoß auf der St2145 zwischen einen Auto und einem Motorrad. Insgesamt seien bei den 2024 registrierten Unfällen 57 Menschen verletzt worden, davon zehn Personen schwer. Besondere Unfallschwerpunkte haben sich laut Hannig im Jahr 2024 nicht herauskristallisiert.