Regensburg als „Hauptdarsteller“: Liebeskomödie mit Berben und Lauterbach hat neuen Namen

Von Jonas Raab · 11. August 2025 um 19:00

Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit Iris Berben und Heiner Lauterbach in Regensburg vor der Kamera gestanden sind. Mittlerweile steht fest, wann die Liebeskomödie, die nahezu komplett in der Domstadt spielt, ins Kino kommt.

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„Hier müsste eigentlich viel mehr gedreht werden“, schwärmt Johannes Berzl, der eine „ganz kleine Rolle“ übernommen hat. Dass der Film umgetauft wurde, macht indes Lauterbach nachdenklich. „Warum der Wechsel?“, fragt er sich.

„Hier wird ein Film gedreht. Bitte gehen Sie weiter.“ Diese Ansage war im Frühling 2024 in der Regensburger Altstadt des Öfteren zu vernehmen. Mal radelte Berben über den Haidplatz, mal schlenderte sie mit Lauterbach über die Steinerne Brücke, immer umgeben von einem Tross aus Kameraleuten, Technikern und Ordnern. Knapp einen Monat lang drehte Star-Regisseur Marc Rothemund hier für „Very Best Ager“, wie die Komödie nach einer Idee und Drehbuch von Richard Kropf zunächst heißen sollte.

„Ein fast perfekter Antrag“: Regisseur schwärmt von Regensburg

Regensburg sei der „dritte Hauptdarsteller“ im Film, verriet Rothemund während des ersten Drehtags in einem Anwesen im Stadtnorden im Gespräch mit der MZ. Der Regisseur schwärmte regelrecht. Von der Schönheit der Altstadt, von dem studentengeprägten Leben – und von der Architektur der Universität. „Diese ganzen Hörsäle von unterschiedlichen Architekten finde ich faszinierend. Wenn das Licht stimmt, geben sie ein ganz tolles Motiv ab“, sagte er.

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Im Film spielt Lauterbach den mürrischen Witwer Walter. Als er seine Jugendliebe, die Kunstprofessorin Alice – gespielt von Berben –, wieder trifft, ändert sich sein Leben noch einmal radikal. Er schreibt sich als Gaststudent in ihr Seminar ein. An der Uni kommt auch Johannes Berzl ins Spiel. Der 25-Jährige, der aus Rimbach im Landkreis Cham stammt und für seine Rolle als „Lotto-Otto“ im Eberhoferkrimi „Guglhupfgeschwader“ bekannt ist, gibt im Rothemund-Film einen Studenten. „Ich habe eine sehr schöne Szene mit Heiner in der PT-Bibliothek“, verrät er der MZ.

Gelassen sitzt Heiner Lauterbach am Set im Regensburger Stadtnorden. Zu seinem Job gehört auch viel Warten. - Foto: Jonas Raab, Archiv

„Ich spiele nur eine kleine Nebenrolle, aber bei den Umständen habe ich schwer nein sagen können“, erklärt Berzl. Es sei eine „Riesen-Ehre“, mit Rothemund arbeiten zu dürfen. „Er ist einer der größten Regisseure, den wir in Deutschland haben.“ Regensburg biete eine „Top-Kulisse“ und sei für ihn ohnehin ein Heimspiel, sagt der Jungschauspieler aus dem Bayerwald. „Es war ein schöner Dreh.“

Aus „Very Best Ager“ wird „Ein fast perfekter Antrag“

Am 26. Februar 2026 kommt die Liebeskomödie in die Kinos – allerdings nicht unter dem Titel „Very Best Ager“, sondern „Ein fast perfekter Antrag“. Der Film sei auf Wunsch des Leonine Verleihs umbenannt worden, schrieb Lauterbach schon vor einiger Zeit im Job-Netzwerk LinkedIn. Er finde den Titel „gar nicht schlecht“. Und doch scheint dem 72-Jährige das Original einen Ticken lieber gewesen zu sein.

„Angeblich tut sich das deutsche Kinopublikum schwer mit englischen Titeln. Wie seht ihr das, ist das wirklich so?“, wollte er wissen. „Sind englische Filmtitel wirklich so schlimm?“ In den Kommentaren unter dem Beitrag wurde rege diskutiert. Die Tendenz ging klar in Richtung von „Very Best Ager“ als besseren Titel.