Kult-Kneipe kommt ins Kino: Wirt schwärmt von Lauterbach – Vor Berben passiert ihm ein Malheur

Die Banane wird zur Kinoleinwand. Am Montag drehten Heiner Lauterbach und Regisseur Marc Rothemund den ganzen Tag in der Regensburger Kultkneipe. Wirt Tom Bockes schwärmt von den Promis. Auch bei Iris Berben hatte er schnell einen Stein im Brett – trotz eines mittelgroßen Fauxpas’.
„Ich wusste nicht, was da auf mich zukommt, als ich gefragt wurde, ob ich meine Kneipe für eine Filmproduktion hergebe“, sagt Bockes. Vergangenen Freitag sei die Crew gekommen und habe die ganze Banane „verpappt“. Der Grund: Markenrechte. Schriftzüge von Brauereien durften nicht mehr zu sehen sein. Die Mona Lisa, seit jeher ein Markenzeichen der Banane, bekam eine Pappbrille aufgesetzt. „Um Gottes Willen“, dachte sich Bockes zunächst.
Filmdreh in Regensburg: Heiner Lauterbach hat „null Starallüren“
Drehtag: Als Bockes am Montag um 6 Uhr zu seiner Kneipe bestellt wurde, parkte ein riesiger Lastwagen vor der Tür, das Equipment stand schon bereit. 60 Komparsen sollten beim Dreh – zum Inhalt darf der Wirt nicht mehr erzählen – für die „typische Bananen-Atmosphäre“ sorgen. Er habe ein paar Mal „reingelurt“, erzählt Bockes. „Die haben das gut hinbekommen. Es war sehr authentisch.“ Manche der Statisten seien ohnehin Bananen-Gänger gewesen. „Viele erkannten Lauterbach wegen der Perücke, die er im Film trägt, nicht“, verrät Bockes. „Ist das nicht der Hannes Jaenicke“, fragte einer den Wirt – sehr zu dessen Belustigung.
Iris Berben hatte am Montag offenbar frei. Während in der Banane gedreht wurde, schlenderte sie über den Neupfarrplatz. Über Lauterbach hat Bockes nur Gutes zu berichten. „Man hat vom ersten Moment an gemerkt, dass das ein total entspannter und sympathischer Mensch ist“, erzählt der Wirt. „Null Starallüren.“ Auch von Regisseur Rothemund und dem gesamten Filmteam ist er begeistert. „Es war für uns alle ein tolles Erlebnis.“
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Den Aufwand, den die Produktionsfirma für die Szenen in der Banane auf sich genommen hat, beschreibt Bockes als „immens“. Der Dreh habe den ganzen Tag lang gedauert. Rund vier Minuten wird die Banane im Film ausmachen, erfuhr der Wirt vom Produktionsteam. Zu sehen werden dann auch die drei Bananen-Barkeeper Vinz, Sebi und Schulli sein. „Die hatten einen Riesen-Spaß“, erzählt ihr Chef. Die Produktionsfirma sei mit den Dreien sehr zufrieden gewesen.
Nach Filmdreh in der Banane: Regensburger Wirt nennt Berben Ingrid
Als alle Szenen im Kasten waren, war Bockes zusammen mit zwei Freunden bei einem Italiener in der Altstadt essen. Am Nebentisch entdeckte er Lauterbach und Rothemund. Bei ihnen saß Iris Berben – was Bockes zunächst nicht glauben wollte. Als der Regisseur Bockes Berben vorstellte, entgegnete der nur: „Verarschen kann ich mich selber. Maximal Tochter.“ Das war keine Schmeichelei, beteuert der Wirt. „Ich habe es ihm echt nicht geglaubt.“
Vor lauter Nervosität trat Bockes in ein Fettnäpfchen. „Das könnt ihr mir nicht weismachen, dass das die Ingrid Berben ist“, sagte er am Tisch der Promis. „Ich war so durcheinander“, berichtet er. Mit dem falschen Namen habe er für einen Riesen-Lacher gesorgt. Krumm genommen hat’s ihm niemand. Auch Berben sei „so nett“, schwärmt Bockes. „Ich war richtig geflasht – von allen Leuten, die ich am Montag kennengelernt habe.“
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Während Bockes am Dienstag seine Kneipe aufräumte, drehten Rothemund und Lauterbach am Haidplatz die nächsten Szenen. Bis Mitte Mai ist das Produktionsteam noch in der Stadt. Der fertige Film wird bis auf einen kleinen Abstecher nach Wien komplett in Regensburg spielen.
