Polizei in Regensburg findet zwei Verletzte im Ankerzentrum – Details zum Messerangriff offen

Mordermittler und Spurensicherung haben nach Vorfall in einer Flüchtlingsunterkunft in Regensburg die ersten Ermittlungen übernommen. Einiges ist noch unklar. Die Kripo prüft den Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt am Mittwoch.
Wieder ist es am Mittwoch im Ankerzentrum an der Bajuwarenstraße zu einer Messerstecherei gekommen. Wie Polizeisprecher Jonas Kraus bestätigte, sind zwei 36-jährige Männer verletzt worden. Die Kripo ermittelt zu den genauen Hintergründen. Beide Beteiligten sind aus Tunesien. Details zur Tat, die als versuchtes Tötungsdelikt behandelt wird, sind „Gegenstand noch laufender Ermittlungen“.
Tatort könnte, darauf deutet der Einsatz der Polizei hin, der Flur eines Gebäudes auf dem Gelände gewesen sein: Der Treppenaufgang ist mit rot-weißem Absperrband gesperrt. Streifenbeamte sichern zudem den Zugang. Videos, die in Sozialen Netzwerken kursierten, zeigen, wie Rettungskräfte jemanden auf einer Freifläche, gut 80 Meter von diesem Hauseingang entfernt, versorgen. Er und der andere Mann werden später in eine Regenburger Klinik eingeliefert. Ihre Verletzungen seien nicht kritisch, hieß es.
Notruf geht kurz nach 7.30 Uhr ein
Der Notruf von der Messerstecherei erreichte die Einsatzzentrale der Polizei kurz nach 7.30 Uhr. Etwas mehr als eine Stunde später machen sich bereits Beamte der Spurensicherung nach einer kurzen Einweisung in Ganzkörperanzügen an die Arbeit. Mordermittler vom Kommissariat 1 in Regensburg, zuständig für Kapitalverbrechen, lassen sich nur wenig später alle wichtigen Informationen von den Streifenbeamten geben, die als erstes am Tatort im Ankerzentrum waren.

Fest steht: Es gibt zwei Beteiligte. Wegen was die beiden 36 Jahre alten Männer aneinandergerieten, sollen deren Vernehmungen bei der Kripo klären. Ob die Staatsanwaltschaft in Regensburg am Ende gegen einen von ihnen oder sogar beide Haftbefehl beantragt, ist derzeit offen. „Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen auf Hochtouren“, sagte Polizeisprecher Kraus.
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Eine bessere Einschätzung sei erst möglich, wenn genauere Informationen zum Ablauf vorlägen. „Dafür ist es zu früh.“ Ob es auf ein versuchtes Tötungsdelikt hinauslaufen werde, sei noch völlig unklar. Der Verdacht stand zunächst jedenfalls im Raum. Eine mutmaßliche Tatwaffe, wohl ein Messer, konnte von der Polizei im Ankerzentrum sichergestellt werden.
Ankerzentrum: Immer wieder ähnliche Vorfälle
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Vor wenigen Tagen verurteilte das Amtsgericht einen 20-Jährigen für die Messerattacke auf eine Reinigungskraft im Februar. Wegen weiterer Delikte wurden gegen den Tunesier zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verhängt. Im vergangenen Jahr war es zu mehreren ähnlichen Vorfällen und Attacken auf den Sicherheitsdienst gekommen. Wie beim Angriff mit einem Pflasterstein im November 2023, wofür zwei Männer vor dem Schwurgericht landeten, waren die Angeklagten allesamt aus Tunesien.
