Kelheims Landrat Neumeyer soll wieder kandidieren – Schweiger will Bürgermeister bleiben

Von Martina Hutzler · 22. Juli 2025 um 17:20

In einem doppelten „Befreiungsschlag“ hat die CSU im Landkreis Kelheim am Dienstag ihre beiden spannendsten Kandidatenfragen für die Kommunalwahl 2026 beantwortet: Martin Neumeyer wird wieder als Landrat kandidieren, und Christian Schweiger als Bürgermeister der Stadt Kelheim.

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Kurz hintereinander ploppten am Dienstagmittag die Pressemitteilungen auf: Erst gab der CSU-Kreisverband Kelheim den „einstimmigen Empfehlungsbeschluss“ des CSU-Kreisausschusses (bestehend aus Kreisvorstandschaft und den Ortsvorsitzenden der Partei) bekannt: Bei der Landratswahl am 8. März 2026 soll Amtsinhaber Martin Neumeyer wieder der Kandidat werden: „Diese klare Empfehlung zeigt die Einigkeit der CSU und ihren Wunsch, den Landkreis Kelheim auch weiterhin verantwortungsvoll und vorausschauend zu gestalten.“

„Diese Empfehlung ist für mich Ehre und Ansporn zugleichLandrat Martin Neumeyer

Drei Minuten später gab die Pressestelle der Stadt Kelheim bekannt, „Bürgermeister Christian Schweiger wird sich bei der Kommunalwahl 2026 um eine weitere Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Kelheim bewerben“, um „seine erfolgreiche Arbeit in der Kreisstadt fortsetzen zu können“.

Landrats-Frage war offen

Der CSU-Kreisausschuss bestätigt in seiner Meldung, dass Schweiger „in den Reihen der Landkreis-CSU als möglicher Landratskandidat gehandelt wurde“. Er selbst wertet diesen Umstand laut städtischer Mitteilung als „eine Würdigung meiner bisher geleisteten Arbeit als Bürgermeister".

Auch Ortsvorsitzende Johanna Frischeisen spricht in dem Zusammenhang von einer „Ehre“ für Kelheims CSU; sie sei aber nun froh, „dass wir unseren Christian als Bürgermeisterkandidaten behalten können“. Dessen Nominierung habe man schon im April bei der Mitgliederversammlung besprochen, so Frischeisen; ein eigener Vorstandsbeschluss sei dazu nicht mehr nötig. Offiziell werden Bürgermeisterkandidat und Stadtratsliste im Herbst aufgestellt.

Martin Neumeyer bezeichnet den am Montagabend in Essing gefassten Empfehlungsbeschluss des CSU-Kreisausschusses als „Ehre und Ansporn zugleich für mich“: Er wolle in einer weiteren Amtszeit seine „langjährige Erfahrung und politischen Kontakte auf allen Ebenen nutzen, um den Landkreis gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter zu stärken“, kündigt der 70-Jährige an.

Neumeyer: Medizin- und Pflege-Versorgung als ein Schwerpunkt

In der Mitteilung verweist Neumeyer auf „die erfolgreiche Ansiedlung dreier Technologietransferzentren des Freistaates in Mainburg, Neustadt sowie Kelheim“ und erinnert an „neue zusätzliche Ausbildungsangebote“ am Beruflichen Schulzentrum Kelheim. Er bekräftigt, dass für ihn „weiterhin die medizinische und pflegerische Versorgung in der Region im Mittelpunkt stehen“ werde. Dort habe man bereits „wichtige Erfolge erreicht“.

Unter anderem nennt er dabei „das klare Bekenntnis zu Erhalt und Weiterentwicklung des Caritas Krankenhauses St. Lukas in Kelheim“. Während dies wie berichtet schon im Kreistag verabschiedet ist, läuft die Debatte zur künftigen Ausrichtung der Ilmtalklinik Mainburg noch. Hier schreibt die CSU, „Neumeyer wird sich mit aller Kraft auch dafür einsetzen, dass an der Ilmtalklinik in Mainburg als Sektorenübergreifender Versorgungseinrichtung neben der Grundversorgung auch die Notfallversorgung gesichert ist“: Es müsse sicher sein, „dass im Notfall weiterhin eine qualifizierte medizinische Hilfe vor Ort gewährleistet ist.“

Offiziell nominiert wird Neumeyer von seiner Partei im Herbst; parallel dazu wird die CSU-Kreistagsliste aufgestellt.

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Strebt eine weitere Amtszeit als Kelheimer Rathaus-Chef an: Christian Schweiger kandidiert für den CSU-Ortsverband.<?ZE?> - Foto: Beate Weigert

„Herz schlägt in Kelheim“

Unterdessen bekräftigt der amtierende Kelheimer Rathaus-Chef Schweiger, er wolle seine „Arbeit hier in Kelheim konsequent weiterführen (…): Das ist genau dort, wo mein Herz schlägt." Er habe, schreibt der 49-Jährige, „trotz der schwierigen Rahmenbedingungen der letzten Jahre wichtige Projekte in Kelheim vorangebracht“. Es gebe aber auch „noch viel zu tun“ – was, will er „in den kommenden Wochen“ vorstellen. Zentral seien „die Weiterentwicklung der Innenstadt, die Stärkung als Wirtschaftsstandort und die Verbesserung der Infrastruktur“.

Den amtierenden und kandidierenden Landrat Neumeyer bezeichnet Schweiger als „verlässlichen Partner für Kelheim“, dessen „Erfahrung und Engagement für den Landkreis wichtig“ seien, und sichert ihm seine „volle Unterstützung“ zu.