Kreistag legt Kurs für Kelheimer Caritas-Krankenhaus fest: Basisversorgung bleibt, neuer OP-Trakt kommt

In seltener Einmütigkeit hat der Kreistag am gestrigen Donnerstag die Neuausrichtung des Kelheimer Caritas-Krankenhauses St. Lukas (CSL) beschlossen – und auch, dass die Generalsanierung des OP-Trakts jetzt schleunigst angepackt wird. Aus den vier sollen dabei drei OP-Säle werden.
Für das CSL sollen laut dem einstimmigen Beschluss elf von 65 „Leistungsgruppen“ (LG) beantragt werden, die derzeit bundesweit eingeführt werden: Allgemeine Innere Medizin, Allg. Chirurgie, Endoprothetik Hüfte, Endoprothetik Knie, Allg. Frauenheilkunde, Interventionelle Kardiologie, Geburtshilfe, Stroke Unit (Schlaganfallbehandlung), Geriatrie, Palliativmedizin und Intensivmedizin. Außerdem soll die Notfallversorgung beibehalten werden; die zugehörige LG ist auf Bundesebene noch „im Werden“.
Der Beschluss deckt im Wesentlichen den jetzigen Leistungsumfang am CSL ab. Mit dieser bewussten Fokussierung auf die klinische Grundversorgung folgte das Gremium der Empfehlung von Prof. Christian Lackner und Fabian Schülke von der Beraterfirma PwC, die auf medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten basiert. Der Vorschlag sei das, was die Landkreis-Bevölkerung benötige, was mit leistbarem Aufwand umsetzbar sei und was das Potenzial beinhalte, die Klinik aus den seit Jahren tief-roten Zahlen herauszuführen.
Lesen Sie dazu auch: „Hauruck-Sanierung am Kelheimer Caritas-Krankenhaus war teuer für den Landkreis“
Ebenfalls einstimmig folgten der Kreistag dem dringenden Appell von PwC, Klinik-Leitung und Fachplaner, die vor Jahren beschlossene, aber immer wieder verschobene Generalsanierung des Zentral-OPs zügig anzugehen. Der Aufsichtsrat der Klinik-GmbH hatte hierzu bereits Ende Juni einen entsprechenden Empfehlungsbeschluss gefasst.
Der Neubau der OP-Säle sei „von vorrangiger Bedeutung“ das CSL „perspektivisch entwickeln zu können“, schrieb im Anschluss an die Kreistagssitzung Landrat Martin Neumeyer in einer Mitteilung.
In dieser bekräftigt Caritasdirektor Michael Weißmann, der Diözesanverband „verfolgt weiterhin das Ziel, für die Menschen im Landkreis Kelheim eine wohnortsnahe und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung anzubieten“. (Ausführlicher Bericht folgt!)