Fragen und Antworten zur Kommunalwahl am 8. März 2026 im Landkreis Cham

Von Martin Hennings · 20. Juli 2025 um 05:00

In der CSU werfen erste Landrats-Kandidaten im Landkreis Cham den Hut in den Ring. Die AfD hat schon eine Bewerberin. Parteien und Gruppierungen feilen im ganzen Landkreisbereist an Listen. Kein Zweifel: Der Wahlkampf für die Kommunalwahl am 8. März 2026 nimmt Fahrt auf, spätestens seit dem angekündigten Rückzug von Landrat Franz Löffler (CSU). Wir beantworten einige formale Fragen rund um den Urnengang.

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Wer kann zum Landrat gewählt werden? Wer zum Bürgermeister?

Jeder Bewerber und jede Bewerberin braucht die deutsche Staatsbürgerschaft und muss 18 Jahre alt sein. Im Landkreis oder der jeweiligen Kommune muss der Kandidat nicht wohnen. Diese Präsenz-Regel gilt allerdings bei ehrenamtlichen Rathauschefs, die seit mindestens drei Monaten im jeweiligen Wahlkreis wohnen oder dort regelmäßig unterwegs sein müssen.

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Von der Wahl ausgeschlossen sind laut Landratsamt unter anderem Bewerber, die sich wegen einer vorsätzlichen Straftat in Haft oder Sicherungsverwahrung befinden, von einem deutschen Gericht im Disziplinarverfahren zur Entfernung aus dem Dienst oder zur Aberkennung des Ruhegehalts rechtskräftig verurteilt worden sind oder nachweisbar nicht die Gewähr dafür bieten, für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinn des Grundgesetzes und der Verfassung einzutreten.

Bis wann muss eine Kandidatur spätestens eingereicht werden?

Wahlvorschläge sind spätestens bis 18 Uhr des 59. Tags vor dem Wahltag, also bis 8. Januar 2026, einzureichen. Zurückziehen kann man eine Kandidatur danach nicht mehr.

Wer Landrat oder Bürgermeister werden will, braucht dazu die absolute Mehrheit?

Ja. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Erhält keiner diese Mehrheit, findet am zweiten Sonntag nach dem Wahltag, also am 22. März 2026, eine Stichwahl unter den zwei Bewerbern statt statt, die bei der ersten Wahl die höchsten Stimmenzahlen erhalten haben.

Bis wann müssen die Kreistagslisten der einzelnen Parteien aufgestellt sein?

Auch herfür ist der 8. Januar 2026 der Stichtag.

Wie viele Wahlberechtigte gibt es im Landkreis?

Bei der jüngsten Kommunalwahl im Jahr 2020 waren es laut Landratsamt knapp 106.000 Wahlberechtigte.

Was kostet so eine Kommunal-Wahl?

2020 schlug der Urnengang für den Landkreis Cham mit rund 230.000 Euro zu Buche. Davon gingen 208.000 Euro als Kostenerstattung an die 39 Kommunen.

Welches Ergebnis brachte die Landratswahl 2020?

Amtsinhaber Franz Löffler (CSU) wurde mit 67,5 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auf den Plätzen landeten: Julian Preidl (Freie Wähler) 12,5 Prozent, Josef Lankes (AfD) 7,3 Prozent, Sebastian Meier (SPD) 5,7, Andrea Leitermann (Grüne) 4,3, Sönke Siebold (ÖDP) 2,0 und Marius Brey (Linke) 1,4 Prozent.

Welche Bewerber für den Landrats-Posten gibt es bereits?

Bei der CSU hat der Chamerauer Bürgermeister Stefan Baumgartner den Hut in den Ring geworfen. Auch Arnschwangs Rathauschef Michael Multerer ist im Gespräch. Andere CSU-Granden haben abgewunken. Die Parteiführung plant, sich noch vor der Sommerpause auf einen Bewerber zu einigen. Dazu soll es eine gemeinsame Sitzung des Kreisvorstandes, der Ortsvorsitzenden und der Kreistagsfraktion geben. Die AfD hat die Ränkamer Autorin, Radio-Moderatorin und Autohändlerin Christl Fischer nominiert.

Und was machen die anderen Parteien im Kreis?

Die halten sich im Moment noch bedeckt. Spannend dürfte werden, ob die Freien Wähler ihren Landtagsabgeordneten Julian Preidl noch einmal ins Rennen schicken. Bei SPD, Grünen und Linken sowie kleineren Parteien ist noch nicht bekannt, ob sie überhaupt einen Bewerber oder eine Bewerberin stellen werden.