„Hoffe, dieser Halt bricht nicht auch weg“: Rodinger hofft auf Spenden für Therapie seiner Katze

Von Oliver Hausladen · 8. Juli 2025 um 19:00

Markus Schwarzfischer (38) aus Roding im Landkreis Cham leidet seit Jahren unter Depressionen. Halt gibt ihm in schwierigen Phasen seine Lieblingskatze Mausi. Doch diese ist schwer erkrankt, nur eine teure Therapie könnte helfen - die Schwarzfischer aber nicht bezahlen kann. Nun hofft er auf Spenden.

Video ansehen

„Es ist einfach schön, wenn jemand auf einen wartet und sich freut, wenn man nach Hause kommt“ – Markus Schwarzfischer hängt sehr an seiner Lieblingskatze Mausi.

Der 38-Jährige aus dem Rodinger Ortsteil Pollenried, der an Depressionen und an einer Lähmung des Arms, die durch eine Schädigung des Armnervengeflechts (Plexus brachialis) verursacht wird, leidet, ist jetzt aber in großer Sorge um den flauschigen Vierbeiner, der an einer oft tödlich verlaufenden Infektion erkrankt ist. Das Geld für eine erfolgversprechende Therapie fehlt Schwarzfischer.

Vor etwa zwei Jahren ist die Katze den Schwarzfischers auf ihrem Hof in Pollenried zugelaufen – wie viele andere auch. Trotz ihrer etwas wilden Art entwickelte Markus Schwarzfischer eine besondere Beziehung zu ihr.

Hilfe bei Depressionen

Bei ihr kann er entspannen und etwas zur Ruhe kommen, wenn die Depressionen, wegen denen er seit dem Jahr 2019 nicht mehr arbeiten kann, wieder schlimm sind, erzählt er. „Ich hoffe, dass dieser Halt jetzt nicht auch noch wegbricht“, so der 38-Jährige.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass sie so eine schlimme Krankheit hat“, so Schwarzfischer. Dass es Mausi nicht gut ging, sei klar gewesen, die Diagnose der Tierärztin war aber dann ein Schock: Die Katze leidet an einer Feline infektiöse Peritonitis, einer meist tödlich verlaufenden Krankheit. Der Rat der Ärztin war auch, keinesfalls Zeit zu verlieren, da das Tier sonst wahrscheinlich nicht mehr lange überleben würde.

Hohe Kosten

Das große Problem sind aber die Kosten für eine erfolgsversprechende Therapie mit neuen experimentellen Wirkstoffen, die sich bis auf 2000 Euro belaufen können. „Das Geld habe ich nicht“, sagt Schwarzfischer, dessen Antrag auf Erwerbsminderungsrente derzeit läuft und nicht absehbar sei, ob und wann dieser genehmigt werde. Der 38-Jährige hofft deshalb auf Spenden, um seiner Katze die Behandlung zu ermöglichen. „Ich bin für jede Hilfe dankbar“, betont er.

Zu erreichen ist Schwarzfischer unter Tel. (0 94 61) 57 09. Er bittet darum, auf den Anrufbeantworter zu sprechen, falls niemand zu Hause sein sollte.

Feline infektiöse Peritonitis (FIP)

Virus löst Infektionskrankheit aus: Die Feline infektiöse Peritonitis (FIP) ist laut Wikipedia eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen (Felidae) befällt.

Der Name: Der Name leitet sich von der häufigsten klinischen Manifestation, einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) ab. Allerdings kann auch lediglich das Brustfell betroffen sein, weshalb selten auch der Name Feline infektiöse Polyserositis verwendet wird.

Verschiedene Krankheitsbilder: Außerdem kann ein Krankheitsbild ohne jede Beteiligung der Serosa (Auskleidung der Körperhöhlen) auftreten.

Tiere weltweit betroffen: Die Erkrankung tritt weltweit auf. Kommt es einmal zu einer klinischen Manifestation der Erkrankung, endet diese in aller Regel tödlich.

Neue Wirkstoffe: Seit 2016 beziehungsweise 2018 gibt es zwei neue experimentelle Wirkstoffe (GC376 und GS-441524), die in mehreren Studien erfolgreich zur Behandlung von FIP eingesetzt wurden. Seit 2025 kann GS-441524 als formula magistralis auch legal zur kausalen Therapie eingesetzt werden.