Begeisterung auf ganzer Linie: 70 Jahre Rodinger Volksfest erfolgreich gefeiert

Von Thomas Mühlbauer · 7. Juli 2025 um 17:42

Seit Sonntagabend ist es zu Ende, das Rodinger Volksfest, das in diesem Jahr Jubiläum feierte – den 70. Geburtstag. Dazu ließ sich die Stadt Roding zusammen mit dem neuen Festwirt Stefan Fichtl einiges einfallen. Die größte Änderung war für die Festbesucher gleich auf den ersten Blick ersichtlich: Das Festzelt wanderte auf einen neuen Platz – auf die Rodinger Terrassen. Ein weiterer Höhepunkt der neun Festtage war das große Feuerwerk am Donnerstag. Hier konnte das Festzelt und der Biergarten die Menschenmassen gar nicht mehr aufnehmen.

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Aber auch an den restlichen Tagen war das Festzelt gut gefüllt, und auch der Biergarten erfreute sich stets vieler Besucher. Zum Zug kamen auch die Kinder und Senioren, deren Tag traditionell der Mittwoch ist. Am bislang heißesten Tag des Jahres blieb die Besucheranzahl im Zelt zwar überschaubar, dafür aber war der Biergarten bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Feedback über die neun Tage war überaus positiv.

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Festwirt Stefan Fichtl zieht so eine freudestrahlende Bilanz: „Es war eine sehr schöne, aber auch eine sehr anstrengende Zeit.“ Doch was den Festwirt am allermeisten freut, war die Rückmeldung der Besucher. „Es haben ausnahmslos alle gesagt, dass es ein super Fest war, auch mit der Standortwahl. Und das ist für mich das schönste.“ Damit schlug auch die Vision, die Stefan Fichtl lange vorher schon hatte, voll durch.

Ich darf mich hier nicht beschweren, das Wetter war gerade für den Biergarten ein Traum.

Festwirt Stefan Fichtl

Obendrein meinte es das Wetter sehr gut. So fiel in der gesamten Woche kein Regen. „Ich darf mich hier nicht beschweren, das Wetter war gerade für den Biergarten ein Traum.“

Fragt man Fichtl, was ihm aus diesen neun Tagen in Erinnerung bleiben wird, dann sind das mehrere Punkte. Muss er aber einen Punkt herausheben, dann nennt Stefan Fichtl hier das Feuerwerk. „Das war einfach fantastisch, das Feuerwerk war gigantisch, das Wetter hat optimal gepasst“, zählt Fichtl die positiven Merkmale auf. So darf auch das Lob an die Stadt nicht fehlen: „Das hat die Stadt sehr gut gemacht.“

Etwas Neues ausprobiert

Fichtl probierte auch bei seinem ersten Fest etwas Neues aus. So spielten auch Bands Die Ottis oder auch die Joe Williams Band, die man vorher im Landkreis kaum kannte. Auch das hat sich bewährt: „Ich hab einfach geschaut, wen es zu den bekannten Kapellen noch gibt und wollte einfach mal etwas neues ausprobieren. Das hätte auch schiefgehen können.“ Tat es aber nicht.

Und nach dem Fest ist praktisch für Stefan Fichtl auch vor dem Fest. Die ersten Planungen für das kommende Volksfest, das vom 27. Juni bis 5. Juli 2026 stattfinden wird, laufen bereits. So hat der Festwirt, wie er durchblicken lässt, die ein oder andere Kapelle, die in diesem Jahr am Volksfest spielte, schon wieder für das nächste Jahr verpflichtet.

Nina Aumer, Chefin der Festküche Gleixner, sagte gegenüber unserer Zeitung: „Wir sind sehr zufrieden, vor allem, so wie das Festzelt jetzt steht, gefällt es uns super. Wir hatten viel mehr Platz als vorher, und auch von der Anfahrt her ist es für uns leichter.“ Beeindruckt zeigte sich Aumer vom Biergarten, der von den Volksfestbesuchern sehr gut angenommen wurde. Angeboten wurde die altbewährte Speisekarte. Auch der Donnerstag mit dem Feuerwerk wird Aumer in Erinnerung bleiben: „Wir haben zum ersten Mal das Feuerwerk gesehen.“

Festwirt Stefan Fichtl (von links), Bürgermeisterin Alexandra Riedl und Volksfestkönig Jupp I. prosten sich zufrieden zu.

Auch, dass man einen Holzboden in der Küche hatte, verzeichnet Nina Aumer aus positiv. Allerdings hat die Chefin der Festküche einen Punkt parat, den sie an die Stadt weitergeben wird: „Der Sonntag mit dem Festzug, da müssen wir das Gespräch mit der Stadt suchen, denn dieser ist von der Uhrzeit nicht optimal.“ In diesem Jahr setzte sich der Zug um 15 Uhr in Bewegung. Aumer präzisiert es auf Nachfrage: „Das Problem ist: Für das Mittagessen ist er zu spät, denn da haben sie alle schon gegessen, und für das Abendessen ist er zu früh.“ So würde Aumer den Festzug gerne wieder später sehen. Unter dem Strich zieht Nina Aumer über die neun Tage eine sehr positive Bilanz.

Trotz Umstellung im Großen und Ganzen gut gelaufen

Auch bei der Hendlbraterei Haberzeth klingt es ähnlich. So sagt Chef Michael Haberzeth in seiner Bilanz: „Wir waren sehr zufrieden. Ich finde den neuen Platz des Festzeltes sehr schön, direkt am Regenufer.“ Auch wenn der neue Platz eine Umstellung mit sich brachte, sei es im Großen und Ganzen gut gelaufen. Auch von den Verkaufszahlen war man durchweg zufrieden. Was Haberzeth wie alle positiv hervorhob, war, dass man durch den neuen Platz das Feuerwerk aus der ersten Reihe beobachten konnte. Auch, dass man in der Küche einen Boden hatte, stimmt Haberzeth positiv, da sich in früheren Zeiten, der Asphalt mehr aufheizte als nun der Holzboden. Auch zum Festzug schlägt Michael Haberzeth in die gleiche Kerbe wie Nina Aumer und sagt: „Es wäre auf jeden Fall für uns besser, wenn man ihn entweder früher oder dann gleich später macht.“ Zum neuen Festwirt Stefan Fichtl sagt Haberzeth: „Das war grandios, er war immer da, beim Auf- und Abbau. Der nimmt sich an, man kommt super mit ihm aus. Roding hätte nichts Besseres passieren können, als so einen Festwirt zu finden.“

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Bürgermeisterin Alexandra Riedl ist ebenfalls hin und weg von den Tagen am Rodinger Volksfest. Vor allem, dass die Vorstellungen, die man im Vorfeld hatte, so toll angenommen wurden. „Wir haben tolle neun Tage erlebt, auch wenn es heiß war, aber es ist Gott sei Dank alles super gelaufen.“ Der Platz, so Riedl, habe sich ebenfalls bewährt. In Erinnerung bleibt wird der Rathauschefin vor allem das Feuerwerk: „Das war schon spektakulär“, drückt es Riedl aus. Angesprochen auf den Wunsch der beiden Festküchen bezüglich des Festzuges sagte die Bürgermeisterin: „Dass wir den Festzug früher machen, war eigentlich der Wunsch der Festbesucher, aber wir werden uns im Nachgang alle Seiten anhören und dann schauen, was wir hier machen.“ Hinzu kam, so die Bürgermeisterin, dass man mit Stefan Fichtl einen hervorragenden Festwirt hatte.

Dass wir den Festzug früher machen, war eigentlich der Wunsch der Festbesucher, aber wir werden uns im Nachgang alle Seiten anhören und dann schauen, was wir hier machen.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl

Sebastian Gabler, bei der Stadt zuständig für die Eventplanung, sagte in seiner Bilanz: „Die Zusammenarbeit mit dem Festwirt war hervorragend und das Feedback durchweg positiv. Die vorgenommenen Änderungen haben sich bewährt.“ Und wer Stefan Fichtl kennt, der weiß, dass bestimmte Visionen längst schon wieder in seinem Kopf vorhanden sind – wo es etwas zu optimieren gibt, auch wenn das nur Kleinigkeiten sein werden, wie Gabler sagt. Doch eines schickt Sebastian Gabler bereits voraus: „Roding darf sich in den nächsten zwei Jahren (solange läuft der aktuelle Vertrag von Fichtl) sicherlich noch auf einiges freuen.“

Der Termin für nächstes Jahr steht auch schon fest. So findet das Volksfest vom Samstag, 27. Juni bis Sonntag, 5. Juli statt.