Zwei Jahre Dackelmuseum - das wird mit Hunde-Hochzeit und Rosenblüten gefeiert

Nach der Dackelparade im September wurde am Samstag erneut groß, wenn nicht pompös gefeiert in Regensburg. Das Dackelmuseum feierte seinen zweiten Geburtstag in der Domstadt - und erneut kamen zahlreiche Dackelliebhaber in die Stadt, um mitzufeiern. Höhepunkt war eine Hundehochzeit am Alten Rathaus.
Das Dackelmuseum an der Weiße-Hahnen-Gasse befindet sich nun seit exakt zwei Jahren in der Domstadt. „Regensburg ist für uns der perfekte Standort, weil wir wollten, dass auch der Dackel zu Weltkulturerbe wird“, sagt Mitinhaber Oliver Storz.

Mit dem Museum kam schließlich ein neuer Weltrekord nach Regensburg: Bei der großen Dackelparade im September spazierten 1175 kurzbeinige Hunde durch die Stadt, was es in dieser Größenordnung noch nie gegeben hat. Quasi über Nacht wurde die Domstadt zur Dackel-Metropole – ob man wollte oder nicht.
Den Rekord in den Händen
Die noch frische Erinnerung an diesen Tag wurde noch einmal ins Bewusstsein gerufen: Stolz präsentierte Josef „Seppi“ Küblbeck die Urkunde zum Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Thronend auf jenem Pappmaché-Dackel, der 2024 die Parade angeführt hat, ließ sich der Mitbegründer des Dackelmuseums an der Wurstkuchl für den Erfolg feiern. Immerhin hatten die Veranstalter mit der Aktion landauf, landab für Furore gesorgt und es sogar in die Tagesschau geschafft.

Zwar war zum Zweijährigen des Museums der Andrang eine Hausnummer kleiner, erneut aber zog es zahlreiche Dackel-Liebhaber in die Domstadt. Wie den Stimmen zu entnehmen war, waren auch Besucher aus Österreich und Tschechien in die Oberpfalz-Metropole angereist, um dem Dachshund zu frönen.
Den Vorzug des freien Museums-Eintritts nutzen sie – und brachen am Nachmittag mit vielen anderen Hundebesitzern zu einem Spaziergang durch das Welterbe auf.





Mit den Fahnenträgern voraus sorgte die Gruppierung vor allem auf der Steinernen Brücke für Aufmerksamkeit und Staunen. Dass sich das Museums-Team in Regensburg pudel- beziehungsweise dackelwohl fühlt, ließ sich auch daran erkennen, dass Kübl-beck mit der Regensburg-Flagge stolz vorausmarschierte. Hatten die Betreiber am Museums-Ursprungsort Passau noch eine „fehlende Unterstützung“ seitens der Stadt beklagt, gestaltete sich der Empfang am Alten Rathaus in Regensburg wesentlich erquickender. Unter dem musikalischen Geleit des Spielmannszug Oberalteich erweckte bereits der Anmarsch zum Rathaus einen hoheitlichen Eindruck. Im Beisein von Bürgermeisterin Astrid Freudenstein verdeutlichte Küblbeck seine Sichtweise zum kurzbeinigen Hund: Der Dackel sei nicht bloß ein Tier, sondern ein Kulturgut und eine Weltanschauung, ließ er die Besucherschaft wissen. Im Anschluss – und als Zeichen des Danks – überreichte Küblbeck die Guinness-Urkunde an die Stadt.
Es regnete rote Rosen
Da ein besonderer Anlass vorliegen muss, um in den Genuss des Rathaus-Empfangs zu kommen, brachte das Museums-Team einen weiteren Höhepunkt ins Spiel. Bei der ersten Dackelhochzeit in der Domstadt wurden Blümchen und Ludwig frisch vermählt. Es regnete rote Rosen – und auch ein tierischer Trauzeuge war präsent. Der Aufforderung, dass der Gatte seine Braut nun küssen darf, wurde Ludwig aber nur bedingt gerecht.

Auch beim „Tag des Bieres“ am Haidplatz genoss das Museums-Team die Aufmerksamkeit. Zum Dackel-Frühschoppen gehörte neben dem flüssigen Gold ein Hotdog. Den Wettergott hatten die Besucher auf ihrer Seite. Nach zuletzt nass-trübem Wetter konnten sie den Regenschirm getrost daheim lassen.