3000 Euro für Trifami: Bayernwerke spenden für Down-Syndrom Support-Gruppe in Waldmünchen

Der Welt-Down-Syndrom-Tag jährt sich immer am 21. März. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Improve our support systems“. Für die Waldmünchner Down Syndrom Support-Gruppe Trifami war der vergangene Freitag ein ganz besonderer Tag. Die Bayernwerke haben dem Verein eine großzügige Spende in Höhe von 3000 Euro zukommen lassen.
Die Spende setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen haben alle Mitarbeiter regelmäßig jeden Monat das Gehalt auf den nächsten Eurobetrag abgerundet. Der Betrag von 1500 Euro, der so heuer zusammenkam, wurde vom Unternehmen verdoppelt. Über den Empfänger der Spende konnten die Beschäftigten entscheiden. Der Vorschlag für Trifami kam in diesem Jahr von Thomas Rampf.
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Trifami wurde 2021 von drei betroffenen Müttern und deren Familien als Selbsthilfegruppe gegründet. Die Vereinsgründung erfolgte zwei Jahre später, 2023. Das Motto des Vereins lautet: „Sich ZamDown“.
Inzwischen 100 Mitglieder
Inzwischen zählt der Verein rund 100 Mitglieder. Ziel ist die Unterstützung, Förderung und Integration von Menschen mit Down-Syndrom und deren Familien. Die Mitglieder setzen sich für Inklusion und Chancengleichheit ein, Barrieren und Vorurteile rund um das Thema Trisomie 21 sollen abgebaut und das Bewusstsein sowie die Information für das Thema gestärkt werden.
Das Angebot des Vereins hat sich seit der Gründung stetig erweitert. Therapeutische Gruppenangebote, wie zum Beispiel Schwimmkurse, Sportstunden oder auch Workshops zur sexuellen Bildung, gehören ebenso dazu wie die finanzielle Förderung von Individualtherapien. Der Austausch der Betroffenen und Unterstützung verstehen sich von selbst.
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Dem Ziel, Informationen zum Down-Syndrom weiterzugeben, dienen Infomappen, Vorträge an Schulen und Kliniken, Infostände bei Veranstaltungen und vieles mehr. Eine Buchauswahl zum Thema steht für Interessierte zur Ausleihe bereit.
Bei allem kommt natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Jeden zweiten Sonntag treffen sich die Mitglieder von 10 bis 12 Uhr im Mehrgenerationenhaus. Gemeinsame Ausflüge stärken den Zusammenhalt und bieten den Kindern Gelegenheit zum Miteinander.
Spende bietet Unterstützung
In Vertretung der Vereinsvorsitzenden Verena Urban hat Anton Hösl die Gäste begrüßt. Er hat sich gemeinsam mit Kassier Daniela Danzer über die Spende gefreut, die bei dem breiten Angebot des Vereins mit Sicherheit eine wertvolle Unterstützung der Arbeit sein wird. Der Spendenscheck wurde von Daniel Liegl, Leiter des Kundenzentrums in Schwandorf, und der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Tanja Kagerer überreicht.
Während die Erwachsenen noch gemütlich im Innenhof des Mehrgenerationenhauses saßen, konnten die Kinder es kaum mehr erwarten, sich mit dem Spielangebot zu beschäftigen. Bunte Socken (Symbol für den Down-Syndrom-Tag) basteln oder auch eine Turnstunde mit Birgit Daschner lockten.
Das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom sei nicht anders als mit anderen Kindern, erklärte Anton Hösl. Die Ausprägung der Krankheit sei unterschiedlich. Manche Fälle von Trisomie würden sogar erst erkannt, wenn eine Frau beispielsweise mehrere Fehlgeburten erleide.
Die Kinder seien mitunter einfach etwas langsamer in der Entwicklung, weiß er. Aber umso mehr seien sie sensibel und einfühlsam. Mit etwas Geduld (auch von Seiten der späteren Arbeitgeber) sei ein normales Berufsleben möglich. Und Einschränkungen, was man könne oder eher nicht, erlebe man ja bei allen Menschen.