Drachenboote und Pop-Up-Konzert: Perlsee rückt heuer in den Mittelpunkt der Kulturveranstaltungen

Der neue Kulturkalender liegt vor. Diesmal in poppigem Rosa und neuem Layout. 8000 dieser Flyer wurden gedruckt und werden jetzt im gesamten Landkreis verteilt. In Waldmünchen liegen sie natürlich in der Touristinfo auf und auch in vielen Geschäften. Allein im Kulturprogramm sind 44 Veranstaltungen einzeln aufgelistet. Allerdings ist es in Wahrheit viel mehr, was die Waldmünchner Kulturszene das ganze Jahr über bietet.
Schließlich sind die über mehrere Tage dauernden Veranstaltungen wie das Heimatfest, der Kohlenmeier oder das Trenckfestspiel auch nur einmal erwähnt.
Pressegespräch am Perlsee
Die Vorstellung des diesjährigen Kulturprogrammes fand nicht wie gewohnt im Bürgermeisterzimmer statt, sondern am Engel am Perlsee. Hintergrund ist, dass heuer gleich zwei große Veranstaltung der Stadt an diesem Ort stattfinden werden. Ein großes Spektakel verspricht an 6. und 7. Juni das Drachenbootrennen auf dem Perlsee zu werden. Wie berichtet, treten an beiden Tagen Boote mit Mannschaften aus der tschechisch-deutschen Region des Aktionsbündnisses Cerchov Plus gegeneinander an. Dabei geht es – auch – um den Sieg, aber vor allem um den Spaß und das gemeinsame Erleben der Bevölkerung rund um den Cerchov.
Den Anfang machen am Freitag die Schüler. Ihre Drachenboote werden mit jeweils 20 Personen besetzt sein, mit zehn Jungs und zehn Mädchen. Aus Waldmünchen haben sich vier Mannschaften – zwei aus der Mittelschule und zwei aus der Realschule – angemeldet.
Hauptveranstaltungstag wird aber der Samstag, 7. Juni, sein. Hier treten die Boote mit jeweils 16 Männern und Frauen aus den Mitgliedsgemeinden des Aktionsbündnisses an. Rund um die Bootsrennen, die den ganzen Tag dauern werden, gibt es ein familienfreundliches Rahmenprogramm, bei dem sich Vereine und Organisationen vorstellen können. Schon fest geplant sind eine Vorführung der Polizeihundestaffel und andere Angebote. Selbstverständlich wird es auch Möglichkeiten zum Essen geben.
Die zweite große Veranstaltung am Perlsee wird ein Pop-Up-Konzert sein. Nachdem der Probelauf im vergangenen Jahr hervorragend geklappt hat, ist am 13. August diesmal ein größeres Programm geplant. Am Perlsee sollen gleich mehrere Bands unplugged auftreten.
Schon recht weit gediehen sind die Vorbereitungen zum Heimatfest. So präsentiere Kulturreferentin Heike Dannerbeck zusammen mit Bürgermeister Markus Ackermann zum Beispiel das Banner fürs Heimatfest von 17. bis zum 21. Juli. Neben der Nacht der Jugend und dem Kinderheimatfest und den in Zusammenhang mit den Trenckfestspielen und dem Kohlenmeiler stehenden Attraktionen ist heuer ein Böllerschützentreffen geplant. Es wird also laut, wenn über 100 Böllerschützen ihr Können präsentieren. Hier helfen der Trenckverein und der Schützenverein Alte Büchs‘n mit. Anmeldungen gibt es bereits von Vereinen aus Bayern und aus den neuen Bundesländern.
Ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Kulturprogramms ist der Kultursommer. Der hat Anfang Mai seinen Auftakt mit den Perlhütter Musikanten und endet Ende August mit den Döferinger Musikanten. Dazwischen gibt es vieles in vielen Stilrichtungen zu hören. Neu dabei sind die Geschwister Vogl, das Trio „Herr Breitmeier“ und die Eslarner Blech5.
Erfreut zeigten sich Bürgermeister und Kulturreferentin über die vielen Theaterveranstaltungen im Jahresverlauf. Gemeint war damit nicht nur das Trenckfestspiel, sondern auch das Musical „Ein Käfig voller Narren“, bei dem das Landestheater Oberpfalz die Festspielbühne nutzen wird. Ebenfalls vom LTO wird im Februar 2026 das Kindertheater „Der gestiefelte Kater“ in der TV Halle zu sehen sein. Zeitlich am nächsten seien aber die Theaterveranstaltungen von Saggradi mit dem „Bahnhofskomplott“ ab nächsten Freitag.
Wichtige Veranstaltungen
Wichtig war es Bürgermeister Ackermann, auch die Veranstaltungen im Bürgertreff Böhmertor zu erwähnen. Hier nehme man sich schwieriger Themen an. So sei der Bericht über die Soldatenschicksale zum Ende des 2. Weltkrieges hier in der Region eine wichtige Erinnerung, gerade vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges. Dies gelte genauso für die szenische Lesung von Bernhard Setzwein und Stefan Voit zum 80. Todestag von Dietrich Bonhoeffer.