Bei der Barrierefreiheit tut sich was: Einige Stolperfallen in Rötz wurden schon eliminiert

Von Stefanie Bauer · 15. März 2025 um 11:00

Im September war die Barrierefreiheit in Rötz bei einem Inklusionsspaziergang auf Initiative von Matthias Riederer, dem Behindertenbeauftragten der Stadt, unter die Lupe genommen worden.

Er und die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Renate Hecht, die Leiterin der Offenen Behindertenarbeit, Tamara Kager, Simon Pux, Vertreter der Barmherzigen Brüder Reichenbach, Treffelsteins Behindertenbeauftragte Manuela Bindl, die Rötzer Seniorenbeauftragte Anni Bittner und Bürgermeister Dr. Stefan Spindler hatten, gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, die sie begleiteten, festgestellt, dass die Stadt schon einiges für den Abbau von Stolperstellen getan hat, es aber durchaus noch Handlungsbedarf gibt.

Projekte umgesetzt

Bei der letzten Stadtratssitzung hatte stellvertretender Bürgermeister Johann Stibich einen Dank des Behindertenbeauftragten verlesen, der sich positiv über die Gespräche zum Thema Barrierefreiheit geäußert hatte und zur Umsetzung der Punkte aus dem Inklusionsspaziergang. Darin bedankte sich Riederer bei Stadtrat und Stadtverwaltung für die positive Rückmeldung und bereits umgesetzte Projekte in Sachen Barrierefreiheit.

„Optimale Lösung“

Obwohl es etliche offene Punkte gibt, die noch zurückgestellt werden mussten, konnte einiges, zum Teil mit vergleichsweise einfachen Lösungen, umgesetzt werden. So wurde durch eine Rampe für das Retza Café die Stolperfalle des Fensterprofils eliminiert. 3. Bürgermeister Karl Heinz Hofmann hat dafür eine Gummirampe beschafft, die laut Riederer eine optimale Lösung ist.

Eine ähnliche Lösung wurde vom Stadtbauhof für die Stufen auf der westlichen Seite des Marktplatzes Richtung Fitnessstudio gefunden, die zuvor ebenfalls eine Hürde dargestellt hatten. Die beiden kleinen Rampen sind sogar farblich auffällig gekennzeichnet. Und bei den öffentlichen Toiletten gibt es nun eine Sitzgelegenheit.

Eine Rampe entlang der Außenmauer beim Eingang zur Stadtbücherei soll im Zuge der Planungen zur Sanierung der Mittelschule berücksichtigt werden. Im Frühjahr in Angriff genommen werden soll vom Stadtbauhof die Befestigung der unterspülten und lockeren Steinplatten nördlich der Sporthalle in Richtung Schule.

Nicht so einfach zu lösen sind die Hürden beim Rathaus: Durch eine Treppe ist dieses nicht barrierefrei, und auch das Kopfsteinpflaster der Rathausstraße stellt ein Problem dar. Da ein barrierefreier Zugang nur durch größere bauliche Maßnahmen umgesetzt werden könnte, ist angedacht, das Bürgerbüro in den ebenerdig erreichbaren Fürstenkasten zu verlegen. In der vorletzten Stadtratssitzung sprach die Mehrheit der Gremiumsmitglieder sich dafür aus.

Eine Gummirampe vor dem Retza Café eliminiert die Stolperfalle.
Auf dem Marktplatz befinden sich nun zwei kleine Rampen bei den Stufen. Fotos: Stefanie Bauer
Der Fürstenkasten hat einen ebenerdigen Eingang.
Auch bei der Zuwegung zum Salzfriedl-Biergarten besteht Handlungsbedarf.