Hütte auf dem Rötzer Hausberg wird heuer 50 Jahre alt – Das plant der Bergwirt für die Saison

Von Stefanie Bauer · 25. Februar 2025 um 11:00

Am 15. August 2025 steht sie ein halbes Jahrhundert auf dem Rötzer Hausberg: Die Schwarzwihrberghütte.

Wie bei der Jahresversammlung des Schwarzwihrbergvereins Anfang Februar bekannt gegeben wurde, bleibt Harald Grauvogl Pächter der vereinseigenen Berghütte, die von April bis Oktober bewirtschaftet ist. Die Öffnungszeiten aus dem vergangenen Jahr will er beibehalten, teilt der Treffelsteiner auf Anfrage mit: Sonn- und feiertags wird weiterhin von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein und mittwochs ab 18 Uhr. Auch die Gesellschaftsabende soll es wieder geben.

Geplanter Start am 2. April

Weil der 2. April auf einen Mittwoch fällt, wird das aller Voraussicht nach der erste Öffnungstag sein, so Grauvogl. Und es soll gleich wieder ein „Burger-Mittwoch“ sein.

Ansonsten soll es, was die Speisekarte betrifft, diesmal „eine andere Saison“ werden, fügt er hinzu. Das sei zum Teil dem schlechten Wetter geschuldet, das ihm die vergangene Saison über einen längeren Zeitraum verregnete.

Sonntags wolle er nun in Richtung „Monatskarte“ gehen und etliche neue Gerichte und Kreationen anbieten, kündigt der Bergwirt an. Er habe sich entschieden, den Sauerbraten zu streichen, stattdessen werde es nun als ebenso schmackhaften Ersatz Pfeffergeschnetzeltes geben – das er dann bei hoffentlich besserem Wetter als in der abgelaufenen Saison den Wanderern servieren könne. Bei sonnigem Wetter lassen diese sich natürlich bevorzugt im Biergarten nieder.

Tradition ist es, dass der Bergwirt die Verpflegung der Gäste während der Märchenzeit auf dem Schwarzwihrberg übernimmt. In diesem Jahr wird „König Drosselbart“ gespielt, das Stück kommt nach der Erstaufführung 2012 erneut auf die Naturbühne der Schwarzenburg.

Mit einer kleinen Feier, voraussichtlich im September, wolle er das 50-jährige Jubiläum der Berghütte gebührend begehen, verrät Harald Grauvogl. Details dazu stünden aber momentan noch nicht fest.

Das Hauptziel des Schwarzwihrbergvereins, der im Jahr 1890 gegründet wurde, war neben der Pflege und Erhaltung der Burgruine und der Wege auch die Bewirtschaftung des Berges. Wie der Verein in seinem 1985 in zweiter Auflage erschienenen Buch „Die Schwarzenburg – Geschichte und Beschreibung einer Oberpfälzer Burgruine an der Grenze nach Böhmen“ von Johann Paulus angibt, sei „gleich in den Anfangsjahren auch eine einfache Unterstellhütte, die Schutz für Ausflügler bot“, entstanden. Sie habe dort bis zum Jahr 1938, als eine massive Berghütte gebaut worden sei, neben dem Bergfried an der Westseite gestanden.

Vor annähernd einem Jahrhundert, im Jahr 1928, hat Alois Auerbeck die Stelle des Bergwirts übernommen, heißt es in dem Buch weiter. Eine Maß Bier habe zu dieser Zeit 0,40 Mark gekostet, wovon der Bergwirt zwei Pfennige erhalten habe. 1931 sei die Bewirtschaftung des Berges an Alois Kiefmann übergegangen. Höhepunkt der Vereinsarbeit sei 1938 die Fertigstellung der neuen Unterkunftshütte auf dem Berg gewesen: „Mit dieser Hütte konnte nun den Anforderungen des Besucherverkehrs Rechnung getragen werden.“

Nach 1945 habe zunächst „kein Bergwirt mehr für die Restaurierung der Gäste sorgen können“. Im Rötzer Heimatbuch wird auf Seite 171 angegeben, die Einrichtung der Hütte auf der Burg sei 1945 „zerstört und geplündert“ worden.

Doch schon im Sommer 1949 habe man erstmals wieder ein Bergfest auf dem Schwarzwihrberg abhalten und im gleichen Jahr auch die Schwarzenburgfestspiele vorbereiten können – den „Guttensteiner“ –, der im Jahr darauf aufgeführt werden konnte.

Einweihung im August 1975

1974, heißt es im Buch von Jakob Paulus weiter, sei in der Generalversammlung berichtet worden, dass die Berghütte den Anforderungen nicht mehr gewachsen sei und dringend instand gesetzt werden müsse. „Am zweckmäßigsten wäre gleich ein Neubau.“

Unter tatkräftiger Eigenleistung von Mitgliedern, großzügigen Zuschüssen und Spenden habe man die schöne Hütte am 15. August 1975 einweihen können. Aus diesem Grund findet seit langem auch das Bergfest alljährlich an diesem Tag, mit einem Gottesdienst zum Fest Mariä Himmelfahrt, statt.

Tradition:

Verein: Der Schwarzwihrbergverein pflegt die Burganlage der Schwarzenburg, unterhält die darin integrierte Berghütte, die von April bis Oktober bewirtschaftet ist und veranstaltet jährlich im Juni und Juli die Schwarzenburg-Festspiele.

Bergfest: Auch das traditionelle Bergfest an Mariä Himmelfahrt gehört zu den festen Terminen im Vereinsjahr.

Quelle: www.schwarzenburg-festspiele.de