Proben für „König Drosselbart“ starten bald

Rötz. Der Schwarzwihrbergverein Rötz bleibt in den nächsten Jahren unter der bewährten Führung von Hans-Jürgen Porsch. Dies ergab die Neuwahl bei der Jahresversammlung am Sonntag im Saal des Fürstenkastens. Porsch begrüßte dazu neben Bürgermeister Dr. Stefan Spindler den Ehrenvorsitzenden Josef Ruhland und die Ehrenmitglieder Hans Seebauer und Franz Reindl. Auch Regisseur Bernhard Hübl hatte wieder den Weg nach Rötz gefunden.
„Ich bedanke mich für ein grandioses Jahr 2024!“ So begann Bürgermeister Spindler sein Grußwort. „Die Pippi war eine Wonne!“ Spindler zeigte sich beeindruckt, dass beim Spiel alles in ehrenamtlichen Händen ist. Er informierte, dass der Vertrag mit den Staatsforsten wieder verlängert wurde und dass die Sanierung der Burg kommen werde. „Ich freue mich auf ein schönes Spiel 2025!“
Frei nach Wilhelm Busch – 1,2,3 im Sauseschritt – meinte Regisseur Bernhard Hübl, dass die Zeit schon sehr schnell vergangen sei. 1995 war er zum ersten Mal in Rötz, und daraus sind 30 Jahre geworden. „Es wurde in diesen 30 Jahren hervorragende Arbeit geleistet, wurden anspruchsvolle und sehr gute Schauspiele abgeliefert!“
Bereit zum Durchstarten
„Heute ist Lichtmess, da wird das Gesinde ausgewechselt – ich hoffe ich darf noch bleiben,“ meinte Hübl mit einem zwinkerndem Auge. Der Regisseur versicherte, dass es in Rötz keine Arbeit, sondern Spaß sei. Jetzt stehe zum zweiten Mal der „König Drosselbart“ vor der Tür. Die Zeit laufe schon wieder, aber alle seien bereit, wieder durchzustarten.
Porsch gedachte im Anschluss der verstorbenen Mitglieder Wolfgang Sturm, Franz Haberl und Alois Kiefmann. Den Mitgliederstand gab der Vorsitzende mit 266 an. Interessant sei die Aufgliederung der Altersstruktur: von 0 bis 20 sind es 25 Mitglieder, von 21bis 40 28, von 41 bis 60 73, von 61 bis 80 116 und über 80 schließlich noch 24.
Nach dem Probenstart für „Pippi in Taka-Tuka-Land“ wurden 29 Proben bis zum Beginn des Märchens abgehalten. „Der Mann der ersten Stunde“ Leonhard Hofstetter beschirmte das Festspieljahr. Auch an der Eröffnung des Ostbayerischen Festspielsommers in Schorndorf nahmen die Rötzer teil. Die Pippi-Saison überzeugte mit zehn ausverkauften Vorstellungen. Es wurde fast alles selbst gemacht: Bühnenbild, Musik und Tontechnik und auch die Bewirtung.
Der Vereinsausflug führte nach Bamberg. Es folgte die Bergmesse mit Bergfest, und im November gab es einen Ausflug zum Badespaß ins Palm Beach. Mit einem Burgadvent mit Grillen, Buffet und Christbaum endete das Jahr.
Es gab auch wieder diverse Arbeitseinsätze. Es wurden Fundamente für die Wassertanks unter der Tribüne angefertigt. Die alte Treppe als südlicher Aufstieg zur Tribüne musste einer neuen Stahltreppe weichen. Im großen Turm wurde eine Treppenbeleuchtung mit Bewegungsmelder eingebaut. Und für die Hütte wurde eine Wasseraufbereitungsanlage installiert.
Die Rollen sind verteilt
Es gab auch schon ein erstes Treffen des Märchen-Ensembles mit Rollenverteilung. Es sind wieder alle spielwilligen „alten Hasen“ und Nachwuchsschauspieler integriert. Besonderen Dank sagte Porsch Stadt Rötz, Tourismusbüro, Stadtbauhof, FFW Rötz, KAB Rötz und den Maltesern.
Nach dem Kassenbericht von Claudia Eiber bescheinigten Josef Zeiser und Erwin Heigl die einwandfreie Kassenführung. Erwin Heigl meinte dann, dass es nach 36 Jahren Zeit werde, Jüngere dieses Amt übernehmen zu lassen. Steffi und Hans-Jürgen Porsch bedankten sich bei Heigl mit einem Präsent.
Sehr schnell und ohne Probleme wurden die Neuwahlen urchgeführt. Als alter und neuer Chef durfte Porsch gleich die Ehrung langjähriger Mitglieder durchführen.
Harald Grauvogl ist weiter Pächter der vereinseigenen Berghütte, die heuer 50 Jahre alt wird. Porsch wies darauf hin, dass Mitglieder während der Saison mit dem Vereinsaufkleber im Auto an den Mittwochen bis zur grünen Wiese fahren dürfen. In der Märchenzeit für Jung und Alt wird der „König Drosselbart“ aufgeführt. Probenstart ist demnächst. Auch der Schirmherr für die Saison 2025 steht fest. Es wird MdL Julian Preidl sein.
Am Pfingstmontag präsentiert sich der Schwarzwihrbergverein den ganzen Tag über im Landkreispavillon auf der Landesgartenschau in Furth. Es stehen auch wieder Arbeiten an. So wurde ein Bauantrag auf Neubau eines Verkaufsschuppens im unteren Burghof gestellt. Manfred Auerbeck erstellte dazu die Planung. „Wir stehen in den Startlöchern“, so Porsch.“ Das Tanklagerdach muss saniert werden. Und es sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt worden. Aufgrund eine geodätischen Gutachtens gibt es teilweise Sperrungen (Kapelle und westliche Bastion). Porsch erklärte, dass die Sperrungen nicht da seien, weil einem ein Stein auf den Kopf fallen könnte, sondern es liege an der besonderen Besucherlenkung, z. B. zum Spielplatz.
Zum Schluss informierte Franz Reindl über den Vereinsausflug 2025. Dieser führt zum Flughafen München mit Führung. Dann geht es noch zum Ammersee mit Schifffahrt und dem Besuch des Klosters Andechs.

