Verzögerungen beim Landesjugendamt in Schwandorf – Das ist der neue Zeitplan

Noch werden die Büroräume an der Fronberger Straße nicht genutzt. Dabei hätte der Neubau für die Schwandorfer Außenstelle des Landesjugendamtes eigentlich Ende 2024 öffnen sollen. Doch dieser Zeitplan ließ sich nicht einhalten. Auf Nachfrage teilt das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach mit, wann nun die Mitarbeiter einziehen sollen.
Dass sich die Arbeiten verzögert haben, lag vor allem an Lieferschwierigkeiten. „Insbesondere Schlüsselgewerke des Innenausbaus hatten krisen- und konjunkturbedingt mit Lieferverzögerungen zu kämpfen“, schreibt Claudia Willer, die Pressesprecherin des Staatlichen Bauamtes. Am Ende führte dies zu „bauzeitlichen Auswirkungen von einem Vierteljahr“.
Jetzt soll das Gebäude im März fertig sein, also in knapp zwei Monaten. Die Mitarbeiter können demnach Ende März loslegen. Die Außenanlagen wiederum werden laut Willer „voraussichtlich im Sommer 2025“ fertiggestellt.
Die Arbeiten befinden sich in den letzten Zügen
Aber immerhin: Die Arbeiten befinden sich offenbar in der Endphase. Gerade würden noch „die letzten Innentüren und Teeküchen installiert“, wie das Staatliche Bauamt informiert. Zudem laufen „die Feinmontagen für Sanitär und Elektro sowie der Probebetrieb und die TÜV-Abnahmen“.
Tatsächlich hat der Bau in Schwandorf bereits eine längere Geschichte. Ursprünglich war der Kaufvertrag im September 2017 unterzeichnet worden. Der Neubau war ein Teil der Behördenverlagerung, mit der die Bayerische Staatsregierung den ländlichen Raum stärken wollte.
Doch bis die Arbeiten starteten, ist einiges Wasser die Naab hinabgeflossen. Zunächst erfolgten im Mai 2020 archäologischen Grabungen, bei denen Überreste der alten Stadtmauer freigelegt wurden. Diese sind befundet und dokumentiert worden, bleiben aber nicht für die Öffentlichkeit erhalten. Der eigentliche Bau startete im Mai 2022 mit dem Spezialtiefbau. Daran schlossen sich die Rohbauarbeiten an, die im Juli und August 2022 begannen.
Schon damals lief nicht alles reibungslos, wie das Staatliche Bauamt mitteilt. Denn „auch im frühen Stadium kam es während des Bauverlaufs zu Lieferverzögerungen mit entsprechenden Konsequenzen für Folgegewerke“. Die Gebäudehülle wurde letztlich Ende 2023 fertiggestellt, woraufhin mit dem Innenausbau begonnen werden konnte.
25 Mitarbeiter finden im Landesjugendamt Platz
Insgesamt entstehen an der Fronberger Straße 22 Büroräume – sie sollen Platz für 25 Mitarbeiter bieten. Doch grundsätzlich könne das Gebäude „für die Zukunft auf 35 Büroarbeitsplätze“ erweitert werden. Auch eine Tiefgarage mit acht Stellplätzen ist Teil des Neubaus – auf dem gesamten Gelände gibt es 13 Plätze.
Die Gesamtkosten für den Neubau an der Fronberger Straße betragen rund 8,5 Millionen Euro. Trotz der Verzögerungen, die das Projekt zeitweise begleitet haben, gibt es hier aber gute Nachrichten: „Die Kosten bleiben im vorgesehenen Budgetrahmen“, teilt Pressesprecherin Claudia Willer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach mit. „Somit sind keine Kostensteigerungen zu erwarten.“