So läuft es auf der Baustelle für das Landesjugendamt in Schwandorf

Es ist ein Projekt mit einer längeren Geschichte: An der Fronberger Straße, direkt neben dem Rathaus, entsteht eine Außenstelle für das bayerische Landesjugendamt. Doch wie steht es aktuell um die Arbeiten?
Für das Projekt ist das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zuständig. „Wir befinden uns derzeit im Zeitplan“, teilt dessen Pressesprecherin Claudia Willer mit. Es gebe „momentan keine nennenswerte Verzögerung“. Wie bereits im vergangenen Jahr bekanntgegeben, soll das Projekt bis Herbst/Ende 2024 fertiggestellt werden.
Dass der Bau in Schwandorf entsteht, liegt an der Behördenverlagerung. Die Bayerische Staatsregierung will so einen Beitrag leisten, um den ländlichen Raum zu stärken. Vor diesem Hintergrund wurde im September 2017 ein Kaufvertrag für das Grundstück an der Fronberger Straße unterzeichnet. Damals hieß es in einer Mitteilung der Staatsregierung, dass die Mitarbeiter voraussichtlich bis Ende 2020 ihre Arbeit in dem neuen Gebäude aufnehmen könnten. Doch zumindest dieser Zeitplan hatte sich nicht halten lassen.
Der Bau startete im Herbst 2021
Tatsächlich begannen die archäologischen Untersuchungen für das Projekt im Jahr 2019. Dabei kam es zu einer echten Überraschung, denn die Archäologen legten Überreste der alten Schwandorfer Stadtmauer frei.
Wie das Staatliche Bauamt mitteilt, sind diese Überreste befundet und dokumentiert worden. Doch für die Öffentlichkeit erhalten geblieben ist die Stadtmauer nicht. In Teilen sei diese abgetragen worden. Aber die Kernbohrungen seien so gesetzt worden, „dass der Eingriff in die historische Substanz minimal gehalten wurde“, so die Behörde.
Den eigentlichen Auftakt der Baumaßnahmen bildete der Spezialtiefbau im Herbst 2021. Im Frühjahr 2022 begann der Rohbau. Aktuell werde im Gebäude der Estrich eingebracht und an der Dämmung der Tiefgarage gearbeitet. Auch mit der Dämmung der Fassade sei begonnen worden, so Willer. Als nächstes werde der Trockenbau weitergeführt, dann folgten die weiteren Innenausbaugewerke.
Das Gebäude hat eine Nutzfläche von circa 500 Quadratmetern, verteilt auf ein Erdgeschoss sowie auf ein erstes und zweites Obergeschoss. Auf dem Dach entsteht zudem eine PV-Anlage. Sie wurde mit dem Stadtplanungsamt, aber auch dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und liegt auf der Seite, die der Naab abgewandt ist. Auch der Außenbereich rund um das neue Gebäude soll aufgewertet werden. Wie Claudia Willer berichtet, wird eine Pergola mit Stellplätzen entstehen. Zudem beplant die Stadt Schwandorf den Vorplatz zur Spitalkirche.
Insgesamt 13 Stellplätze sind geplant
Dazu kommt eine Tiefgarage mit insgesamt acht Stellplätzen. Auf dem gesamten Gelände wird es demnach 13 Parkplätze geben. Bei einem Baustellentermin im vergangenen Jahr waren die Gesamtkosten für den Bau mit etwa 8,5 Millionen Euro angegeben worden. Diese Summe ist weiterhin aktuell.
Wenn es nach dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach geht, soll es dabei auch bleiben. „Derzeit befinden wir uns noch im Kostenrahmen“, teilt Claudia Willer mit. „Aktuell sind keine Überschreitungen absehbar.“ Die offizielle Übergabe des Gebäudes ist für Ende dieses Jahres geplant. Dann werden die 25 Mitarbeiter in den 22 Büroräumen ihren Platz finden.