Der Schwandorfer Dienstort des Landesjugendamt soll bis Herbst 2024 fertig sein

Der Neubau für den Dienstort Schwandorf des Landesjugendamtes nimmt konkrete Formen an. Jetzt hat Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach die Baustelle in der Fronberger Straße besucht. Bis die ersten Mitarbeiter einziehen, dürfte aber noch einige Zeit vergehen.
Die Gestaltung des Baus fügt sich aus Sicht des Staatlichen Bauamtes gut in die Umgebung der Großen Kreisstadt ein. Um dieses Ziel zu erreichen, habe es viele Abstimmungen gegeben, wie bei dem Pressetermin betont wurde.
Alte Schwandorfer Stadtmauer war ein Überraschungsfund
Die Bereichsleiterin Hochbau am Staatlichen Bauamt, Elisabeth Bücherl-Beer, sprach denn auch von einer „schlichten Schönheit“. Und weiter: „Das wird sehr ansprechend werden.“
Mit archäologischen Untersuchungen starteten die ersten Maßnahmen bereits im Frühjahr 2020. Dabei taten sich Überreste der alten Stadtmauer auf – ein Überraschungsfund, der dokumentiert wurde, aber nicht mehr sichtbar ist. Im Herbst 2021 startete der Spezialtiefbau, gefolgt vom Rohbau im Frühjahr 2022.
Bis Herbst 2024 soll das Gebäude nach Angaben des Staatlichen Bauamtes voraussichtlich fertiggestellt sein. „Wir sind momentan wirklich im Zeitplan“, hieß es bei dem gemeinsamen Pressetermin. Für die gesamten Maßnahmen sollen sich die Kosten auf etwa 8,5 MillionenEuro belaufen.
Der Eingang für das Gebäude wird an der Fronberger Straße liegen. Für die Barrierefreiheit sorgt ein Fahrstuhl, der von der Tiefgarage bis zum obersten Stockwerk alles verbindet. In dem Gebäude werden künftig etwa 25 Mitarbeiter Platz finden – in 22 Büroräumen. Dazu kommen ein Sozial- und Besprechungsraum sowie ein Technikraum, der in der Tiefgarage liegen wird.
Etwa 500 Quadratmeter an Nutzfläche
Laut Doris Mutzbauer, beim Staatlichen Bauamt als Projektleiterin für den neuen Dienstsitz zuständig, wird es insgesamt 13 Stellplätze geben. Eigentlich wären laut der städtischen Stellplatzsatzung 16 gefordert. Doch für die fehlenden werde eine Ablöse geleistet, hieß es bei dem Termin. Das gesamte Gebäude hat eine reine Nutzfläche von ungefähr 500 Quadratmetern, sagte Mutzbauer.
Auf dem nicht einsehbaren Flachdach entsteht eine Photovoltaik-Anlage. Für eine zweite Anlage laufen aktuell noch die nötigen Abstimmungen, damit diese sich in den städtebaulichen Kontext einfügt. Auch der Außenbereich soll neu gestaltet werden. Zwischen dem Gebäude und der Spitalkirche, getrennt durch die Spitalstraße, werde ein kleiner Grünbereich mit Sitzplätzen entstehen. Zudem ist eine bepflanzte Pergola geplant. Das soll zur Aufenthaltsqualität beitragen.
Noch stehen bei dem Gebäude einige Arbeiten an. Aktuell sind auf dem Dach die Zimmerer zugange. Bisher sind auch die Wände nicht verputzt.
In etwa zwei Monaten sollen die Fenster eingesetzt werden, zudem steht der Anschluss an die Fernwärme noch aus. „Dann geht Schlag auf Schlag der Innenausbau weiter“, sagte Mutzbauer. Bis Winter soll das Gebäude schließlich so weit sein, dass es komplett dicht ist.
Auch Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller hatte die Präsentation aufmerksam verfolgt. Er freue sich bereits auf gute Nachbarschaft, wenn der Bau fertig ist, sagte der Rathauschef.
