Fünf Plätze umgestaltet: Neue „Pocket Parks“ beleben die Schwandorfer Innenstadt

Mehr Grün und Blau in die Stadt bringen – so lautet das erklärte Ziel der neuen „Pocket Parks“, kleine Mini-Anlagen, die zuletzt in Schwandorf entstanden sind. An fünf zentralen Plätzen, mitten in der Innenstadt, sollen die Anlagen für eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen. Ein kleiner Überblick.
Ein Springbrunnen in der Kreuzbergallee
Von den fünf Anlagen war die Kreuzbergallee eine der teuersten. Kein Wunder, denn wo früher das alte Wasserbecken war, ist heute ein neuer, hochmoderner Springbrunnen – inklusive Wasserfontänen. Rund herum hat die Stadt drehbare Sonnenliegen, Sitzbänke und kleine, bunte Sitzelemente installieren lassen, die auch die Kinder zum Spielen einladen. Dazu kommen kleine Gerüste mit Kletterpflanzen, die die Anlage von der Wackersdorfer Straße abschirmen sollen.
Eine Hommage an die Mühlräder am Stettnerplatz
„Da sitzen schon deutlich mehr als vorher“, sagt Clarissa Legl, Mitarbeiterin bei der Stadtplanung, über den neuen Pocket Park am Stettnerplatz. Tatsächlich laden zwei kreisrunde Sitzflächen, die bepflanzt und von Bänken umrundet sind, zum Verweilen ein. Ihre Gestaltung ist bewusst so konzipiert, dass sie an die alten Mühlräder im Stadtpark erinnern. Für Schatten und das nötige Grün sorgen zudem Bäume sowie Kletterpflanzen, die auch hier den Verkehr abschirmen sollen.
Ein Trinkbrunnen bei der Konrad-Adenauer-Brücke
Die Anlage dürfte einer der kleinsten Pocket Parks sein – und dennoch hat das Plätzchen an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße zur Pesserlstraße Einiges zu bieten: Bäume und Kletterpflanzen sorgen für Schatten rund um die zwei Sitzbänke, die dort aufgebaut wurden. Sie sind unter anderem für Senioren gedacht, die eine kleine Rast einlegen möchten. Und für den Durst zwischendurch gibt es einen Trinkbrunnen, der kostenlos Wasser spendet.
Ein ruhiges Plätzchen direkt am Wendelinplatz
Rundum herrscht viel Verkehr. Und doch gibt es unmittelbar am Wendelinplatz, bei der Arbeitsagentur, eine ruhige, kleine Parkanlage mit viel Grün. Auf drehbaren Sonnenliegen und einer Doppelliege lässt sich dort abschalten. Und nicht nur das: Es gibt auch spezielle Bänke, die für Senioren geeignet sind. Sie können sich so leichter setzen und wieder aufstehen.
Adolf-Kolping-Platz: Der Brunnen plätschert wieder
Aus einer kleinen Rinne fließt das Wasser in den Brunnen und wirft kleine Wellen. Dank der neuen Pocket Parks ist der Brunnen am Adolf-Kolping-Platz endlich wieder in Betrieb. Für einen angenehmen Schatten sorgen auch hier Bäume – und wer sich gerne hinsetzen möchte, findet gleich die passenden Sitzgelegenheiten.
Das sagt die Stadt zu dem Projekt
Für Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) sind die neuen Mini-Anlagen – wenig überraschend – ein Erfolg. „Das ist eine Aufwertung des innerstädtischen Bereichs“, sagt er. Mit den Maßnahmen sei es gelungen, alte und sanierungsbedürftige Plätze in „moderne, schöne und lebenswerte Anlagen“ zu verwandeln, die für Jung und Alt gleichermaßen dienten. Die Pocket Parks sollen zu einem angenehmen und klimaangepassten Aufenthalt beitragen − schließlich seien Innenstädte ohne Grün tendenzieller heißer als solche mit Grün und mit Wasser. Als Pocket Parks gelten kleine Anlagen, die unter anderem mit viel Grün aufgewertet und lebenswerter gestaltet werden. Sie sind gewissermaßen kleine Nischen.
Insgesamt belaufen sich die Brutto-Kosten für die fünf Pocket Parks auf rund 1,1 Millionen Euro. Doch bis zu 90 Prozent der Kosten wurden gefördert – mit Mitteln der EU. Inzwischen sind die Pocket Parks weitgehend fertig. In „einem wahnsinnig kurzen Zeitraum“, so heißt es von der Stadt, seien die Abreiten zwischen Ende Februar und Ende Juli erledigt worden – teilweise parallel und mit mehreren Bautrupps. Nur an manchen Plätzen, so wie in der Kreuzbergallee, stehen noch Bauzäune um die neu bepflanzten Rasenflächen. Der Rest ist aber bereits ohne Einschränkungen nutzbar. Und auch die Zäune sollen nach Angaben der Stadt bald verschwinden, sobald der erste Schnitt des Rasens erfolgt ist.
Dann steht einem gemütlichen Aufenthalt im Grünen nichts mehr im Weg. Und tatsächlich haben inzwischen bereits viele Schwandorfer die Plätze für sich entdeckt.




