„Man ist bereit zu investieren“ – Bayernoil-Raffinerie soll wiederaufgebaut werden

Von Jochen Dannenberg · 23. Januar 2025 um 17:00

Nach der verheerenden Explosion in der Bayernoil-Raffinerie gab es auch gute Nachrichten: Es gab nur vier Verletzte und die Raffinerie wird wieder aufgebaut. Einer sagt, dass er immer an den Fortbestand des Standorts geglaubt hat.

Andreas Blaser, Bezirksleiter der IGBCE Kelheim-Zwiesel, stellt fest: Die Mitteilung der Bayernoil vom Montag, dass das Unternehmen bereits an einem Wiederaufbauplan und der vollständigen Wiederinbetriebnahme arbeite, wundere ihn nicht. „Das zeigt, das man bereit ist zu investieren“, sagt der IGBCE-Bezirksleiter.

Wobei Blaser betont, dass er daran keinen ernsthaften Zweifel hatte. Das hätten auch die Investitionen in Sicherheitstechnik gezeigt. „Darum hätte ich es verneint, wenn man mich gefragt hätte, ob es keinen Wiederaufbau gibt.“

Blaser sagt aber auch, dass es beim Wiederaufbau um „große Investitionen“ gehe. Und die müssten von den Eigentümern – Varo Energy, Rosneft Deutschland und Eni Deutschland GmbH – auch erst genehmigt werden. Wie hoch die Summe für den Wiederaufbau der zerstörten Produktionsbereiche ist, ist unterdessen noch nicht bekannt. Einstweilen stehen die Ermittlungen zur Ursache der Explosion im Vordergrund. Eingeschaltet in die Ermittlungen istneben der Kripo und Fachleuten der Raffinerie auch das Landeskriminalamt.

Weiter betonte der IGBCE-Bezirkssekretär: „Sicherheit wird in der Raffinerie groß geschrieben.“ Die Beschäftigten würden gut geschult. „Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass es an den Mitarbeitern liegt.“

Die Bayernoil Raffineriegesellschaft ist ein Raffinerieverbund der Varo Energy (51,43 Prozent), Rosneft Deutschland (28,57 Prozent) und Enilive Deutschland (20 Prozent). Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben die größte Raffinerie im bayerischen Raum und gewährleistet damit die Versorgungssicherheit der Region. Nach Unternehmensangaben werden aus derzeit rund 10,3 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr Produkte wie Flüssiggase, Kraftstoffe, Benzine, Jet-Treibstoff, Diesel, Heizöl und Bitumen hergestellt. An den beiden Unternehmensstandorten Vohburg und Neustadt arbeiten circa 840 Mitarbeiter.

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