750.000 Euro investiert: Unternehmensgruppe Frey stellt sich als Möbelhändler in Cham neu auf

In wirtschaftlich ungewissen Zeiten eine dreiviertel Million Euro in den stationären Handel zu investieren, bedarf unternehmerischen Mutes. Den hat die Unternehmensgruppe Frey bewiesen, indem sie ihr Möbelhaus am Mittelweg in Cham-Süd noch kundenfreundlicher macht.
Zurzeit wird in der neuen Küchenwelt noch gebohrt und gesägt. Küchenteile werden zusammengefügt, denn am Freitag, 27. Dezember, soll die umgestaltete Küchen-Erlebniswelt öffnen. Geschäftsführer Helmut Hagner und Pressesprecher Sebastian Sprödhuber zeigten am Mittwochnachmittag Bürgermeister Martin Stoiber die Änderungen im Frey-Möbelhaus, und der ist mehr als angetan von dem, was er sieht.
Thema Küche neu gedacht
Helmut Hagner erklärte, dass das Haus Frey in Zeiten, in denen die Möbelbranche „nach unten“ geht, in sein Chamer Möbelhaus investiere. Herausragend sei die Reform der 1500 Quadratmeter großen Küchenwelt. „Wir haben das Thema ,Küche‘ neu gedacht“, erklärte Hagner. Man wolle der ostbayerische Küchenfachmarkt werden, der Kunden aus der ganzen Region anzieht. Für die Kunden solle der Kauf einer Küche ein Erlebnis werden. Deshalb habe man auch insgesamt 20 000 Quadratmeter Inspiration in Cham-Süd geschaffen.
Sprödhuber fügte an, dass die Kunden heute andere Anforderungen an den Küchenkauf hätten, und deshalb habe man vier geschlossene Beratungsbüros geschaffen. „Wir wollen den Kunden damit zeigen, dass er wertgeschätzt wird und er das Gefühl hat, bestens beraten zu werden“, so der Pressesprecher.
Neu sei auch, dass die Kunden heute schon besser informiert zum Küchenkauf kämen. Dies sei dem Internet geschuldet. Das Team vom Haus Frey wolle das Durcheinander zu einer Lösung führen. Letztendlich solle eine Küche wie aus einem Guss aussehen, denn die Küche sei heute Wohnraum.
Intensive Beratung mit Anmeldung
Jede ausgestellte Küche stehe für sich selbst. Hier sehe der Kunde auch, dass man aus einer Küche viel mehr machen kann. So gebe es Möglichkeiten für Stauräume und vieles andere mehr.
Letztendlich wolle man von der Beratung bis zum Einbau mit Qualität überzeugen. Für die intensive Beratung brauche es allerdings eine vorherige Anmeldung. Nicht unerwähnt blieb, dass Deutschland das Land der Küchen ist und es hier sehr gute Hersteller gebe. Selbstverständlich gebe es in der neuen Küchenwelt auch Outdoor-Küchen, die immer mehr in Mode kämen.
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Weiter ging die Reise durch die Neuheiten. Hagner wies darauf hin, dass die Beleuchtung jetzt komplett auf LED umgestellt sei. Nach der Küchenwelt ging es weiter in die neue Abteilung mit Einrichtung für Büro, Gewerbe und Homeoffice. Damit habe man ein neues Geschäftsfeld eröffnet. Diese Abteilung sei auf jeden Fall ein „kleiner Bringer für Cham“.
Die Fans von Borussia Dortmund würden sich in der Trendhopper-Abteilung sicherlich sehr wohlfühlen. Alles ist in gelb-schwarz gehalten. Trendhopper sei ein niederländischer Franchise-Unternehmen, so Hagner. Bislang gebe es nur drei Märkte in Bayern. Angeboten würden Möbel und Accessoires für preiswertes Wohnen. Hier gebe es viele Inspirationen vor allem für die jungen Kunden.
Die Antwort auf Online-Kauf
Unternehmensleiter Hagner stellte fest: „Wir erfinden uns als Möbelhändler neu und wir wollen besser sein und nicht teurer.“ Für Trendhopper-Artikel werde natürlich auch im Internet geworben.
Die Neugestaltung der Abteilungen sei die Antwort von Frey auf den Online-Kauf. Hier werde das Erlebnis greifbar, und man kümmere sich um die Kunden. Dies sei die beste Kundenbindung.
Bürgermeister Martin Stoiber bemerkte hierzu, dass die Kunden hier am richtigen Platz seien. Frey stelle sich den Herausforderungen, und nach wie vor sei die persönliche Beratung wichtig. Es sei auch keine Selbstverständlichkeit, dass es noch familiengeführte Firmen gebe. Er sei dankbar dafür, dass es Frey in Cham gibt, so das Stadtoberhaupt. Er sei auch dankbar dafür, dass in fordernden Zeiten investiert werde.
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Hagner merkte an, dass die Marke Frey mit ihren 600 Mitarbeitern in den vier Modehäusern und drei Möbelhäusern von Kunden aus der Oberpfalz und aus Oberfranken lebe. Nun sei man mittendrin in einer herausfordernden Zeit, aber Cham sei eine gute Handelsstadt. Hier müsse man sich aber täglich beweisen.
Bürgermeister Stoiber fügte an, dass sich der Handel für die Zukunft aufstellen müsse, und Frey sei das beste Beispiel dafür.
Hagner stellte fest, dass die Dynamik schon immer Frey ausgemacht habe. Auf jeden Fall sei der stationäre Handel sehr wichtig. „Wir wollen den Kunden zeigen, das es bei uns alles gibt“, betonte der Unternehmensleiter nach dem einstündigen, informativen Rundgang abschließend.



