Der alte Festwirt ist auch der neue – und er legt sich schon jetzt auf den Preis für die Maß 2026 fest

Von Stefan Weber · 18. Dezember 2024 um 15:00

Mit der Ausschreibung zum Pfingstfest für die Jahre 2026 bis 2028 ist nicht nur der Beschluss für den Festwirt gefallen, sondern auch, was die Maß Bier dann kosten wird – und der ist ebenso eine Überraschung wie die Personalie an sich.

Der bisherige Festwirt Matthias Strauß wird auch ab 2026 für weitere drei Jahre der neue Festwirt auf der Bad Kötztinger Wiesn sein. „Um 22 Uhr hat mich Bürgermeister Markus Hofmann kurz angerufen und mir die Entscheidung mitgeteilt, da habe ich mit meiner Frau Martina schon darauf angestoßen, weil uns das wahnsinnig gefreut hat“, sagt Matthias Strauß im Gespräch mit unserer Zeitung am Mittwoch.

Bewerbung stand fest

Dass es für ihn selbstverständlich sei, sich für den Zeitraum von 2026 bis 2028 wieder als Lieferant für das Festbier zum Pfingstfest und als Festwirt zu bewerben, das hatte Strauß schon am Ende des Festes dieses Jahr gesagt. Um sich voll auf das Fest in Bad Kötzting konzentrieren zu können, habe er nach drei Jahren, in denen die Brauerei auch in Roding für das Volksfest verantwortlich gewesen war, auf eine wiederholte Bewerbung verzichtet: „Ich bin jetzt 62 Jahre alt“, sagt Strauß; „Bis zur Rente will ich natürlich schon noch was machen, aber eben schon etwas reduzieren“, sagt Strauß. Es habe sich auch gezeigt, dass der Termin für das Volksfest in Roding Ende Juni für die Dimpfl-Brauerei schwer zu halten sei, wenn Pfingsten spät – also in die ersten Juni-Wochen falle.

„Da muss alles 1000-prozentig stimmen“

Aus seiner Erfahrung seit 2015 sei es ihm ein großes Anliegen gewesen, das Fest in Bad Kötzting aber auch weiterhin begleiten zu dürfen. Da habe es auch gepasst, dass der neue Vertrag – wie auch die vorherigen – einen Zeitraum von drei Jahren umfasse, denn für zehn Jahre hätte er sich nicht mehr binden wollen. Nun stehe für ihn und seine Frau sowie das gesamte Team im Hintergrund fest, dass sich „unsere kleine Brauerei“ voll auf das Pfingstfest wird konzentrieren können. „Da muss alles 1000-prozentig stimmen“, weiß Strauß aus zehnjähriger Erfahrung.

Wie die Stadt in ihrer Pressemitteilung bekanntgibt, habe es drei Bewerber gegeben. Wer die beiden anderen waren, das erklärt die Stadt nicht, und auch Matthias Strauß sagt, dass er nicht wisse, wer sich noch beworben hatte. Zum Bietergespräch seien alle drei Bewerber aber in der Sitzung des Pfingstfestausschusses am 11. Dezember geladen gewesen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Besonderes Gewicht sei auf die Gestaltung des Bierpreises das Platzgeld, „das Gesamtkonzept und (die) Erfüllung der Anforderungen laut der Ausschreibung“ gelegt worden, heißt es in der Mitteilung.

Die Stadt habe in der Ausschreibung sehr genaue Vorstellungen formuliert, sagt Strauß: „Sehr professionell eben.“ Sein eigenes Angebot habe er persönlich und nach Anmeldung bei der Stadt abgegeben, und zwar am letztmöglichen Tag. Das sei üblich bei Festen dieser Größe, sagt er.

Freude auch im Rathaus

Dass die Bewerbung der Dimpfl-Brauerei erfolgt hatte, das freut nicht nur den Festwirt, sondern auch die Stadt: „Bürgermeister Markus Hofmann freut sich auf die weitere, seit 2015 bewährte Zusammenarbeit mit Matthias Strauß. Das Pfingstfest als regionales Heimatfest wird damit auch weiterhin von regionalen Leistungsträgern gestaltet und abgewickelt“, heißt es in der Mitteilung am Mittwoch.

Der Festwirt formuliert das so: „Ich bin sehr froh, dass sich die Stadt für uns entschieden hat. Ich freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit den bewährten Partnern – vom Bürgermeister über den Kurdirektor, die Polizei, dem Festausschuss und dem Stadtrat. Das Heimatfest der Bad Kötztinger ist eine gemeinsame Leistung von vielen, nicht nur des Festwirtes, die das Fest eben so einzigartig in der Region macht.“

„Mehr Heimatfest und weniger Kommerz“

Bierpreis: Einen nicht unwesentlichen Teil der Ausschreibung für eine neue Brauerei und einen neuen Festwirt habe für die Stadt wohl auch der Preis für die Maß Bier ausgemacht, schätzt der alte und neue Festwirt Matthias Strauß. Darum hat er sich in diesem Jahr schon darauf festlegen lassen, was die Maß Bier beim Pfingstfest 2025 kosten wird, und zwar 9,60 Euro.

Essenspreise: Mit Andreas Schreindorfer, der mit seinem ASD-Catering ebenfalls ab 2026 weiterhin für die Speisen im Festzelt verantwortlich zeichnen werde, sei darüber hinaus ebenfalls vereinbart worden, die Preise auf einem ähnlich stabilem Niveau zu halten wie den für die Getränke. „Da müssten die Rohstoffpreise schon desaströs steigen“, sagt Strauß, um diese Ziele nicht halten zu können.