Pfingst-Volksfest in Bad Kötzting war bestens besucht und verlief sehr harmonisch

Von Stefan Weber · 27. Mai 2024 um 19:00

Es ist der letzte der zehn Festtage auf dem Pfingst-Volksfest in Bad Kötzting. Quasi schon „fast geschafft“. Am Montagabend spielt noch die Festkapelle Menzl die allerletzten Takte im Zelt. Zeit, eine Bilanz über das große Fest der Bad Kötztinger zu ziehen.

Aus polizeilicher Sicht sei es ein sehr gutes Volksfest gewesen, sagt Christian Pongratz, Leiter der Polizeiinspektion Bad Kötzting. „Wenn man alleine am ersten Tag von rund 10 000 Besuchern ausgeht, dann würde ich sagen: Im Vergleich zu den beiden Vorjahren war es das am besten besuchte Fest“, sagt Pongratz.

Viele Besucher, viele Einsätze

Das habe fast schon in folgerichtig die Konsequenz, dass er und seine Kollegen auch die meisten Einsätze zu verbuchen und die größte Zahl an Platzverweisen zu erteilen hatten. Diese Zahlen, die bei der PI erst noch detailliert ausgewertet würden, seien aber eben auch im Verhältnis zur großen Zahl an Gästen zu sehen. „Und wenn man es damit vergleicht, dann war es ein friedliches Fest“, sagt er.

Das liege zu einem großen Teil auch daran, dass die Zusammenarbeit mit Festwirt Matthias Strauß vorbildlich sei. „Ich habe ja schon sehr viele Volksfeste erlebt“, sagt der PI-Leiter. „Aber mit Matthias Strauß klappt die Zusammenarbeit hervorragend. Da steht sogar der Gewinn im Hintergrund, wenn es um die Sicherheit geht“, so Pongratz. Egal, ob Festende um 23 Uhr oder auch, dass die Musik zum Ende jedes Abends hin wieder etwas ruhiger und leiser geworden sei. „Da lief alles einfach richtig gut.

Ein Eindruck, den auch Bürgermeister Markus Hofmann nur bestätigen kann. „Es war ein sehr, sehr schönes Fest und es kamen richtig viele Leute zu uns“, freut er sich am Montagnachmittag schon auf den letzten Abend im Festzelt. Auch, dass das Gstanzlsingen am zweiten Festsonntag in seiner 23. Auflage schon am Vormittag für ein volles Zelt gesorgt habe, habe ihn einmal mehr beeindruckt. „Es ist ein Wahnsinn, wo die Leute überall herkommen an Pfingsten“, sagt er. So etwa ein Paar aus Niederösterreich, das er kennengelernt habe und das schon zum dritten Mal extra zum Fest angereist sei. „So etwas gebe es bei ihnen einfach nicht“, hätten ihm die Gäste im Gespräch erzählt. „Da dürfen wir wirklich stolz sein auf unser Fest“, sagt Markus Hofmann.

Auch dem Festwirt gefiel’s

Im „zehnten Zeit- und im achten Vollzugs-Jahr“ ist Festwirt Matthias Strauß am Montagnachmittag auch nach neun ganzen Festtagen ziemlich entspannt: „Ich habe ja auch ein perfektes Teams“, sagt er nicht ohne Stolz. So sei der erste Samstag, der ebenso hervorstach wie der Pfingstmontag ebenso zu schaffen gewesen wie die übrigen Tage, an denen das Festzelt einfach immer voll gewesen sei.

Einzig das Thema der Reservierungen werde im kommenden Jahr einer „anderen Lösung“ bedürfen. Zwar sei es sehr schön, dass gerade zum Tag der Betriebe viele Unternehmen Plätze reservierten – doch sei es anderen Gästen nicht zu vermitteln, wenn um 18 Uhr, wenn die Tische eigentlich besetzt werden müssten, weite Teile des Zeltes leer seien und andere Gäste keinen Platz bekämen. Dieses Jahr wurden die Reservierungen um 19 Uhr aufgelöst, „nächstes Jahr werden wir 18.30 Uhr machen“, sagt Matthias Strauß schon jetzt. „Das ist anderen Gästen gegenüber sonst unfair“, sagt er. Auch sicher sei, dass es im Biergarten mit seinen 1000 Sitzplätzen keine Reservierungen mehr geben werde, damit wenigstens der für spontane Besucher noch frei sei.

In Abstimmung mit der Stadt werde auch bald am Musikprogramm gefeilt werden. Vorstellbar sei eine Wechsel am zweiten Samstag. Für die Festküche von Andreas Schreindorfer mit seinem Team, bei dem es keine Wartezeiten gegeben habe, ist der Festwirt am Ende übrigens ebenso voll des Lobes wie für die Zusammenarbeit mit die Polizei – so sei ein harmonisches Fest überhaupt erst möglich.