Christkind Magdalena Breu bringt in Furth im Wald schon im November Geschenke

Waldweihnacht, Wintermarkt, Schlossmarkt – neben dem klassischen Christkindlmarkt auf dem Schlossplatz in Furth im Wald liegt ab Mitte November noch jede Menge mehr Plätzchenduft in der Luft.
Eine, die sich heuer ganz besonders freut, ist Magdalena Breu (15). Sie ist das Christkind der Waldweihnacht 2024. Weil sie am Dienstag länger Schule hat, derzeit in der 10. Klasse des Benedikt-Stattler-Gymnasiums sitzt, muss Mama Michaela ein paar Fragen beantworten: „Magdalena hat sich wirklich sehr gefreut, auch das eine oder andere Tränchen verdrückt.“
Wahrscheinlich auch, weil sie gar nicht damit gerechnet habe. Obwohl das alles andere ungewöhnlich oder überraschend ist. Immerhin war Michaela Breu schon dabei, als vor 35 Jahren die Waldbühne gegründet wurde. Spielgemeinschaftsleiter Max Schmatz erinnert sich: „Sie hat beim Zauberer von Oz die Dorothea gespielt.“
Vier Auftritte fürs Christkind
Das Theatergen wurde an Magdalena weitergegeben: „Ihr blieb ja gar nichts anderes übrig, sie musste immer mit. Bereits mit zwei Jahren verkörperte sie ein Äffchen beim Dschungelbuch“, sagt die Mama. Worauf es ankommt, wenn man zum Christkind ausgewählt wird, weiß natürlich Schmatz: „Man braucht eine saubere Aussprache und muss adäquat auf der Bühne stehen können, damit sie den Besuchern den Prolog gut rüberbringen kann.“
Das dürfte für die 15-Jährige kein Problem sein, schließlich liest sie sehr gerne, und Deutsch gehört zu ihren Lieblingsfächern. Hobbys sind ansonsten selbstverständlich das Theater, und Magdalena spielt Volleyball beim TV Furth im Wald.
Wer den Prolog des Christkinds sehen möchte, hat dazu an den beiden Veranstaltungstagen (23. und 24. November) insgesamt viermal die Möglichkeit. „Am Samstag um 17 Uhr und um 18.30 Uhr bringt erst der Nikolaus (Josef Fischer) Geschenke, wird dann jeweils 15 Minuten später vom Christkind abgelöst“, sagt Schmatz. Am Sonntag starten die Auftritte um 16 und um 18 Uhr. Klar bleibt das Christkind danach noch ein wenig vor Ort, damit Fotos gemacht werden können. Ein großes Veranstaltungsprogramm gibt es außer den Sonntagsauftritten des Jugendblasorchesters nicht.
Die Veranstalter wollen die Waldweihnacht wie immer sehr ursprünglich halten. So wird laut Schmatz auch sehr darauf geachtet, dass in den 16 Buden nicht überall nur Glühwein und Bratwurst ausgegeben wird. „Der Mix muss stimmen, damit das stimmungsvolle Ambiente erhalten bleibt.“ Um dem erwarteten Besucheransturm Herr zu werden, bieten die Waldweihnachtler einen besonderen Service an: An beiden Tagen fahren während der Öffnungszeiten kostenlose Busse im Halbstundentakt zwischen dem alten Aldi-Parkplatz in der Nordgaustraße und dem Veranstaltungsort.
Bereits am 16. und 17. November lädt der Verein „Eine Herzensangelegenheit“ zum Wintermarkt für den guten Zweck. Mitorganisator ist Unternehmer Markus Kreitinger. Zusammen mit sieben Mitstreitern wurde ein buntes Programm auf die Beine gestellt.
Der Ablauf am Samstag: Begrüßung (16 Uhr), Spielmannszug (17 Uhr), kurzes Theaterstück (18 Uhr), Drum Corps (19 Uhr), Livemusik mit Mum‘s Best (19.30 Uhr) und ab 20 Uhr Barbetrieb mit DJ Bi(e)rdy.
Der Sonntag startet um 14 Uhr. Ab 14.30 Uhr Bühnenprogramm mit Jugendblasorchester, RänDäncers und dem Kindergarten Ränkam. Um 14.30 Uhr starten Kutschfahrten, und um 18 Uhr bildet eine rund halbstündige Feuershow den Abschluss. „Wie schon in den vergangenen Jahren spenden wir den Reingewinn für caritative Einrichtungen im Landkreis Cham.“ Welche genau das sind, steht demnach noch nicht fest.
Zauberhaftes Ambiente
Den Jahresabschluss gestaltet schon seit 2012 der Förderverein der Bergwacht Furth im Wald. Alle zwei Jahre, heuer am Samstag, 28. Dezember, findet der Schlossmarkt statt. Fördervereins-Vorsitzender Daniel Reitmeier kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn er an den Veranstaltungsort denkt. „Das Ambiente im Innenhof des Schloss Voithenberg ist einfach einzigartig“, so seine Überzeugung. Bereits um 15 Uhr geht es los. Klein aber fein werden verschiedene Buden mit Speisen und Getränken aufgebaut. Es soll auch eine Bude mit Basteleien geben. Damit bessert sich die Bergwachtjugend die Kasse auf. Offizielles Ende ist gegen 22 Uhr. Bis dahin ist auch Musik geboten, zum Beispiel mit den Jagdhornbläsern.
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Den Ort für ein paar Stunden aus dem Dornröschenschlaf zu holen und für die Besucher eine märchenhafte Stimmung zu zaubern, ist übrigens gar nicht so leicht. Vor Ort gibt es beispielsweise keinen Strom. Die Bergwachtler behelfen sich mit einem großen Generator. Doch jeder, der schon einmal dabei war, wird dem zustimmen, was Reitmeier sagt: „Es lohnt sich.“
