Das Dach ist drauf: Die Arbeiten am neuen Gerätehaus der FFW Rötz liegen im Zeitplan

„In den nächsten Wochen wird man das Feuerwehrgerätehaus buchstäblich wachsen sehen“, so hatten es Vertreter der Stadt Rötz, der Baufirma und der Planungsbüros bei einem Ortstermin Mitte März angekündigt.
Und das sollte sich – mit einer kleinen, geplanten Unterbrechung durch das Rötzer Heimatfest in unmittelbarer „Nachbarschaft“ – auch so bewahrheiten.
Anfang letzter Woche wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Am 24. Juni ist das Dach auf das Gebäude gesetzt worden.
Wegen Fest „entschleunigt“
Der Termin dafür war schon langfristig festgelegt worden, wie Richard Richter, Bauleiter für das ausführende Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting, erklärt. Der Bau war mit Rücksicht auf das Heimatfest in der zweiten Pfingstferienwoche sozusagen „entschleunigt“ worden, da man die Lagerflächen für das Fest benötigt hatte, das sei bereits Mitte März so beschlossen worden.
Programmgemäß konnte nun das Dach aufgesetzt werden. Die Voraussetzung war, dass die bauausführende Firma Althammer ihre Arbeiten termingerecht fertiggestellt hatte, und das sei auch so erfolgt, so Richter.
Wie er und Josef Kulzer, Bauamtsleiter der Stadt Rötz, bestätigen, liegen auch die weiteren Arbeiten am neuen Gerätehaus der FFW Rötz im Zeitplan: Nun, da das Dach vorhanden ist, habe man auch mit den Arbeiten an Heizung, Lüftung und Sanitär beginnen können. In Kürze solle sich auch der Bereich Elektro anschließen, so Richter.
Am Dienstag letzter Woche fand auch die Bemusterung statt, bei der es um die geplante Ausgestaltung des neuen Feuerwehrgerätehauses ging.
Der Auftrag für die Lieferung und Montage des Elementdachs war an die Firma Hoffmann aus Thyrnau vergeben worden. Mittels dreier überlanger Sattelauflieger, die plangemäß zu unterschiedlichen Uhrzeiten in Rötz eintrafen, waren die einzelnen Dachsegmente am 24. Juni angeliefert worden, am selben Tag wurde mit der Montage begonnen.
Behutsam manövriert
Zentimeter für Zentimeter hatten die Sattelauflieger wegen ihrer Überlänge vor allem an der Abzweigung Hussenstraße zur Brückenstraße sehr behutsam manövriert werden müssen.
Auf der Baustelle angekommen, wurden die einzelnen Elemente mittels eines mobilen Krans von den Aufliegern gehoben, am Boden unter Spannung montiert, auf die Stahlbetonwand gesetzt, montiert und weitere Elemente angereiht.
Schon am Morgen des 25. Juni waren die letzten beiden Elemente montiert, und am Dienstagabend war die Blecheindeckung vollendet gewesen, berichtet ein Sprecher der Firmengruppe Hoffmann.
Die Besonderheit: Der Hersteller habe hier als Sonderkonstruktion im Firstpunkt ein Gelenk konstruiert, damit beide Dachflächen in einem Zug montiert werden konnten. Der Vorteil bei diesen Dachelementen sei, dass die Montage sehr zügig vonstattengehe. Momentan fänden noch Anpassungsarbeiten für die Anschlussbleche am Dach statt.
Das nachhaltige Feuerwehrgerätehaus:
Vorreiter: Beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist die Stadt Rötz die erste Kommune im Landkreis, die auf den nachhaltigen Baustoff Recycling-Beton setzte.
Nachhaltigkeit: Reines Bruchmaterial, das bei Abbrucharbeiten der Firma Althammer entsteht, ersetzt dabei den ansonsten verwendeten Kies zu einem Prozentsatz von etwa 30 Prozent.
