Andreas Feller regiert seit zehn Jahren Schwandorf – Weggefährten loben ihn als bodenständig und bürgernah

Ob er diesen Tag feiern wird, ist nicht bekannt. Dennoch ist der 1. Mai ein besonderes Datum für Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU). Denn genau vor zehn Jahren trat er sein Amt an. Seitdem ist einiges erreicht worden.
Baugebiete wurden geschaffen, Firmen haben sich angesiedelt, die Kinderbetreuung wurde ausgebaut und Schulen wurden saniert, das Landesjugendamt nach Schwandorf geholt sowie das Kulturangebot erweitert. Vor allem aber ist die Bevölkerung gewachsen und liegt nun über der 30.000-Marke. Dafür erhält der OB Lob von vielen Seiten. Die MZ bat einige seiner politischen und gesellschaftlichen Weggefährten um eine Einschätzung.
Landrat Thomas Ebeling (CSU): Die Zusammenarbeit könnte nicht besser sein
Die Zusammenarbeit mit dem Schwandorfer OB könnte aus Sicht von Landrat Thomas Ebeling besser nicht sein. „Wir stimmen uns bei allen wichtigen politischen Themen, die Stadt und Landkreis gemeinsam betreffen, eng ab.“ Ebeling rechnet Feller hoch an, dass er immer offen für Argumente ist und ein ehrliches Wort sehr schätzt. „Gleichzeitig freue ich mich darüber, dass man mit ihm auch privat eine Gaudi haben kann“, so der Landrat. In Erinnerung geblieben ist dem Kreischef ein gemeinsamer Termin im Bundesverkehrsministerium in Berlin, wo es ihnen bei Temperaturen von mehr als 35 Grad gelungen war, eine Erhöhung der Förderung des Breitbandausbaus in Stadt und Landkreis zu erreichen. „Seither sprechen wir davon, dass wir uns die 27 Millionen Euro Förderzusagen ,erschwitzt‘ haben“, so Ebeling.
Thomas Falter (CSU), Bürgermeister von Wackersdorf: Feller ist im Umgang mit seinem Gegenüber immer aufrichtig
Die Zusammenarbeit zwischen Andreas Feller und Thomas Falter ist grundsätzlich unkompliziert, betont der Wackersdorfer Bürgermeister. Das gelte für die gemeinsamen Zweckverbände wie für das sonstige Miteinander. Das gute und persönliche Verhältnis beschränke sich nicht nur auf den bürgermeisterlichen Pflichtteil. Feller sei bodenständig, bürgernah und im Umgang mit seinem Gegenüber immer aufrichtig, findet Falter. Für die Zukunft wünsche er sich, dass das derzeit größte Gemeinschaftsprojekt ein voller Erfolg wird: das interkommunale Gewerbegebiet mit Gründerzentrum und TTZ sowie die weiteren Ansiedlungen.
Tim Dirmeier (CSU), Stadtrat und Vorsitzender der Schwandorfer CSU: Der OB packt auch mal mit an und klebt selbst Plakate
Auch Tim Dirmeier beschreibt die Zusammenarbeit als stets vertrauensvoll. „Andreas ist ein ehrlicher und gleichzeitig lösungsorientierter Typ. Er denkt pragmatisch und versucht so, für jedes Problem eine Lösung zu finden, auch wenn das im politischen Alltag natürlich nicht immer ganz einfach ist.“ Besonders schätze er an dem OB dessen bodenständige Art. „Er ist sich für nichts zu schade und packt überall mit an, beispielsweise auch beim Plakatieren oder sonstigen Arbeiten.“
Nach dem offiziellen Teil werde bei der CSU meist noch privat zusammengesessen, erklärt Dirmeier. Da gehe es dann nicht immer nur um Politik, sondern der private Austausch stehe im Vordergrund. „Hier ist Andreas fast immer mit dabei.“
Regierungspräsident Walter Jonas: Feller bringt sich mit großem persönlichem Engagement ein
Die Regierung der Oberpfalz und die Große Kreisstadt Schwandorf arbeiten seit jeher gut und konstruktiv zusammen – insbesondere auch bei herausfordernden Themen, wie sie die Allgemeine Innere Verwaltung nicht selten kennt, erklärt Walter Jonas. „Oberbürgermeister Feller bringt sich mit großem persönlichen Engagement ein – für seine Mitbürger, für die Stadt Schwandorf“, sagt der Regierungspräsident.
Martin Liebl, Ortsbeauftragter des THW Schwandorf: Der OB ist seit Jahrzehnten Mitglied und ein guter Freund
Liebl und Feller kennen sich seit sehr vielen Jahren, denn der OB ist seit seiner Jugend Mitglied beim THW. „Ich schätze ihn sehr. Er ist freundlich, offen und sehr kameradschaftlich.“ Als Vorsitzender des Helfervereins habe Feller maßgeblich dazu beigetragen, das THW weiter voranzubringen. Dafür erhielt Feller bereits das THW-Ehrenzeichen. „Wenn man ein Problem hat, nimmt er sich immer die Zeit“, meint Liebl. Er schätze den OB „als guten Freund“.
Marion Juniec-Möller (Grüne), dritte Bürgermeisterin und Stadträtin: Sie gibt Feller einen Rat mit auf den Weg
Fellers Stellvertreterin Marion Juniec-Möller wünscht sich für die Zukunft vor allem etwas mehr Wertschätzung für die Mitarbeiter im Rathaus. Man müsse die Arbeit seiner Angestellten nicht nur gut finden, sondern ihnen genau das auch mal sagen und zeigen. Dann würde es aus ihrer Sicht auch nicht so viele Personalwechsel wie in jüngster Zeit geben, ist die Grünen-Politikerin überzeugt.
Das Potenzial seiner Mitarbeiter sollte man sehen, schätzen und weiterentwickeln, ist die dritte Bürgermeisterin, die selbst lange Personalratsvorsitzende beim Finanzamt Schwandorf war, überzeugt. Das sei eine Schlüsselbegabung, die der OB haben müsse. Es sei wie in einer Ehe. Es reiche nicht, nur den Kaffee für seine Frau zu kochen. Man müsse ihr auch mal sagen, dass man sie gut finde.





