Nun kann gebaut werden: Neues Wohngebiet an der Söltlstraße in Neunburg ist erschlossen

Von Jan Lange · 19. Dezember 2023 um 11:00

Genau ein halbes Jahr ist es her, dass Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU) den Startschuss für die Erschließung des neuen Wohngebietes an der Söltlstraße gab. Pünktlich vor dem Jahresende ist das 10500 Quadratmeter große Gelände im Stadtsüden komplett erschlossen.

Und so trafen sich Bürgermeister, Planer, Immobilienmakler, Stadträte und Bauunternehmer erneut vor Ort, um die Fläche symbolisch freizugeben.

15 Bauparzellen mit einer Größe zwischen 540 und 930Quadratmetern können ab sofort bebaut werden. Trotz der aktuelle Baukrise kann Immobilienunternehmer Maximilian Baumgärtner gute Nachrichten verkünden. Knapp die Hälfte der Grundstücke – insgesamt sieben – seien nach seinen Worten bereits vergeben. Es handele sich dabei sowohl um kleinere wie auch größere Parzellen. Er gehe davon aus, dass der Bau der ersten Häuser im Frühjahr startet, sagt Baumgärtner. Fünf der sieben Bauherren hätten demnach einen zeitnahen Beginn signalisiert.

Das freut auch Bürgermeister Martin Birner. Denn die Baukrise sei inzwischen in Neunburg angekommen, die Zahl der Bauanträge ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen. Ende November waren es gerade mal 51 Anträge, im gesamten Jahr 2022 lag die Zahl bei 100.

Bisher große Nachfrage

Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist in Neunburg in der jüngeren Vergangenheit groß gewesen. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren mehrere neue Baugebiete ausgewiesen – so beispielsweise nördlich der Schrenckstraße, wo zehn Parzellen für Ein- und Mehrfamilienhäuser geschaffen wurde. Die Erschließung erfolgte hier 2022. Alle Parzellen sind mittlerweile bebaut.

Zusätzliche Bauflächen sind auch im Ortsteil Hofenstetten entstanden – insgesamt elf Parzellen. Auch hier ist die Erschließung abgeschlossen – die Kosten lagen bei rund 397000Euro – und alle Bauplätze sind verkauft.

Einzelne Bauplätze sind noch in den Ortsteilen Seebarn, Kemnath bei Fuhrn und Kleinwinklarn verfügbar. In Kleinwinklarn sind beispielsweise drei Grundstücke mit einer Größe zwischen 510 und 650Quadratmetern frei. Der Verkauf der Flächen ist auch in diesem Fall mit einer Bauverpflichtung verbunden.

Die Lage ist traumhaft

Stadtnahe Baugrundstücke gibt es nun zudem an der Söltlstraße. Nach dem Abschluss der Erschließung will die Bauherrengemeinschaft die freien Parzellen weiter bewerben, kündigt Immobilienunternehmer Maximilian Baumgärtner an. Er freue sich als Neunburger, ein solches Baugelände anbieten zu können. Zweifellos ist die Lage traumhaft. Den künftigen Bewohnern eröffnet sich ein Blick über die Stadt.

Zu den bisherigen Käufern gehören laut Baumgärtner sowohl Neunburger als auch ehemalige Neunburger, die in die Heimat zurückkehren wollen.

Vor eineinhalb Jahren hatte sich der Neunburger Stadtrat erstmals mit dem neuen Baugebiet an der Söltlstraße beschäftigt. Im Oktober 2022 wurde dann der erste Entwurf ausgelegt und im Sommer begann die Erschließung, die in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, den Stadtwerken und dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe realisiert wurde.

Die Abwasserentsorgung im Baugebiet ist konzipiert als Mischwasserkanalisation mit Stauraumkanal. Zusätzlich wurden die bestehenden Kanäle der Söltlstraße Süd und Söltlstraße Nord saniert beziehungsweise erneuert. Um die Wasserversorgung zu sichern, wurde eine neue Ringleitung verlegt, die mit der bestehenden Stichleitung der Söltlstraße Nord in Richtung Söltlstraße Süd verbunden wurde.

Zusätzliche Trafostation installiert

Die Stromversorgung ist auch erneuert und erweitert worden. Die Straßenbeleuchtung wurde im Zuge der Erschließung modernisiert sowie eine zusätzliche Trafostation für eine stabile und zuverlässige Stromversorgung installiert. Das neue Baugebiet verfügt auch über einen Glasfaseranschluss. Die beiden bisherigen Stichstraßen mit Wendemöglichkeit wurden mittels der neuen Straße durchs Baugebiet miteinander verbunden. „Es wurde damit ein jahrelanges Problem gleich mitgelöst“, meint Birner mit Blick auf den Ringschluss.

Der Bürgermeister dankte der beauftragten Baufirma Seebauer aus Schwarzhofen für die gute Zusammenarbeit. Die Erschließung sei vom Bauunternehmen „in bewährter Manier über die Bühne“ gebracht worden, lobte Maximilian Baumgärtner. Helmut Seebauer dankte seinerseits dafür, dass seine Firma wieder in Neunburg bauen durfte.

Sieben von 15 Bauplätzen sind bereits vergeben. Die Errichtung der ersten Häuser soll laut der Bauherrengemeinschaft zeitnah beginnen. Foto: Jan Lange