Berchings Bürgermeister: Das Berle-Bad muss saniert werden

Bei der Bürgerversammlung im Brauereigasthof Winkler waren lediglich 27 Personen gekommen. Dennoch gab es eine Reihe an Fragen an Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich. Dieser hat neben Schule und Bad noch weitere Baustellen vor der Brust.
Zum aktuellen heißesten Thema in Berching führte er aus, dass es ein mutiger und richtiger Schritt gewesen sei, den Schulhausbau zu stoppen. Die Stadt suche nach Einsparmöglichkeiten und erstelle eine Prioritätenliste. Da die Schule Priorität habe, habe man zuletzt die Errichtung eines Jugendzentrums auf Eis gelegt.
Berching: Berle-Bad und Europahalle sind sanierungsbedürftig
Der Bürgermeister gab zudem bekannt, dass es weitere Baustellen gebe, die Kopfzerbrechen bereiten. So müsse die Europahalle in absehbarer Zeit saniert werden und auch im Berle-Bad stehen Sanierungsarbeiten bevor. „Die damalige Billigbauweise des Bads hat uns nun leider eingeholt“, konstatierte der Bürgermeister.
Selbstredend erwähnte der Bürgermeister auch aus seiner Sicht Positives: Der St.Lorenz-Kindergarten konnte eingeweiht werden, die Planungen für einen neuen Kindergarten an der Südtangente laufen. Die Sanierung der Altstadt ist abgeschlossen, die Sulzmauer mit Brücke wurde erneuert. Zudem sind die Krankenhausstraße und die Straße Zum Rachental fast fertig saniert.
Kindergarten Holnstein vor Abschluss
Weiter führte Eisenreich aus, dass das Baugebiet von Berching Richtung Sollngriesbach angegangen werde. In Berching wurde zudem ein neuer Faulturm mit Klärschlammpresse errichtet. Auch die Wasseraufbereitungsanlage werde saniert und das Heizwerk erweitert. Die Arbeiten am Kindergarten in Holnstein gehen laut Eisenreich dem Ende zu. Fertig ist der Radweg von Holnstein nach Staufersbuch, der bis nach Freihausen weiterläuft. Eine Brücke bei Holnstein sei im Bau und auch die Weiterführung eines Teilstücks des Radwegs nach Freihausen werde angegangen. Das Baugebiet Berching-Süd ist abgeschlossen. In Erasbach, Pollanten und Rappersdorf entstehen neue Baugebiete.
Die Feuerwehren Holnstein und Staufersbuch erhalten laut Eisenreich demnächst neue Feuerwehrautos. Das bisherige Tragkraftspritzenfahrzeug aus Holnstein kommt nach Hermannsberg. Berching erhält ein neues Tanklöschfahrzeug.
Bei der anschließenden Fragestunde wollte Josef Neumeyer wissen, wann die Bürger mit Beitragsrechnungen für den neuen Faulturm rechnen können. Die Baumaßnahme an der Kläranlage soll bekanntlich über Beiträge finanziert werden. Bislang liege noch keine Abschlussrechnung vor, antwortete Eisenreich. Die Stadt informiere die Bürger über das Mitteilungsblatt.
Kulturfabrik, Berle und Edeka waren Thema in Berching
Hubert Staudt teilte mit, dass in der Kulturfabrik eine Reihe neuer Tafeln von der Schule herumliegen und dort „vergammeln“. Diese solle man doch einer Organisation zuführen, zum Beispiel für Kriegshilfe.
Auch die Beitragserhöhung im Berle-Bad war Thema. Eisenreich teilte zur diskutierten Photovoltaikanlage mit, dass die Dachkonstruktion die momentanen Module nicht aushalte. Die Stadt sei mit einem Statiker in Kontakt.
Der Standort für einen Edeka-Markt bei Pollanten schienen den Bürgern Erwin Wackerl und Wolfgang Branner wenig sinnvoll. Für den Kernort Berching sei ein Markt in diesem Bereich eher negativ.
Ein Bürger möchte in der Vorstadt für sein neues Eigenheim eine PV-Anlage errichten. Das dürfe er aber nicht, da die Anlage einsehbar sei. Eisenreich betonte, dass bei PV-Anlagen im gesamten Innenstadtbereich – und dazu gehöre auch die Vorstadt – von Fall zu Fall zu entscheiden sei.
Kritik an PV-Anlagen-Regel
Kreisrat Branner ärgerte sich, dass die Politik einerseits erneuerbare Energien fordere, andererseits junge Familien, die eine Anlage errichten wollen, diese nicht genehmigt bekommen. Branner bat Eisenreich darum, Finanzminister Albert Füracker zu konsultieren. Dieser solle sich dafür stark machen, dass auch in der Innenstadt von Berching PV-Anlagen bewilligt werden, ohne dass dafür die Städtebaumittel gefährdet werden.
Hans Hutter bemängelte die Verkehrsüberwachung. „Sehr gute Kunden kommen nicht mehr nach Berching, weil die Parküberwachung viel zu streng, schlichtweg absurd geregelt ist“, sagte Hutter.