Neues Parkhaus am Regensburger Landratsamt? Weiter alles offen

Fast zehn Jahre war es still um das geplante Parkhaus beim Landratsamt. Nachfragen im Regensburger Planungsausschusses offenbarten nun, dass es auch jetzt weder mit der Entscheidung für oder gegen das Projekt, noch mit seiner Umsetzung eilig zu sein scheint.
Stadtrat Thomas Thurow (Brücke) bat die Verwaltung in der Sitzung um weitere Informationen zu einer Baugenehmigung. In der Liste war von der zeitweisen Errichtung eines Parkplatzes die Rede, der für die Nutzungsdauer von fünf Jahren gebaut werden soll. Thurow wollte wissen, ob es sich dabei um eine Umnutzung handle, weil beim Landratsamt einige Zeit das Corona-Testzentrum betrieben wurde. Zudem habe die Behörde dort vor einiger Zeit doch ein Parkhaus errichten wollen. Thurow fragte, wie es um dieses Projekt steht.
Armin Froschhammer, Leiter des Bauordnungsamts, antwortete ihm, dass es sich dabei um den bereits bestehenden Parkplatz handle. Der sei befristet gewesen und nun verlängert worden. Parallel dazu gebe es weiterhin die wirksame Baugenehmigung für das Parkhaus. Zwar habe die Behörde Wert darauf gelegt, dass die Baugenehmigung verlängert wird. Froschhammer habe aber keine Informationen darüber, ob der Landkreis das Parkhaus jetzt bauen wird oder nicht.
Landratsamt Regensburg: „Derzeit reichen die vorhandenen Parkplätze aus“
Hans Fichtl, Pressesprecher am Landratsamt, bestätigte Froschhammers Auskunft. Zur Zukunft der Pläne für das Parkhaus sagt er, dass es für das Landratsamt ein Entwicklungskonzept gebe. Dies beinhalte auch einen Erweiterungsbau zur Schaffung von Büroflächen mit weiteren Parkplätzen beziehungsweise eines Parkhauses. „Derzeit aber reichen die vorhandenen Parkplätze aus“, sagt Fichtl. Deswegen sei die Entscheidung zur Errichtung eines Parkhauses noch nicht getroffen worden – zudem stehe sie gerade auch nicht an.
2014 hatte das Projekt für einiges Aufsehen gesorgt. Es sollte in Systembauweise errichtet werden, erweiterbar sein und etwa 310 Parkplätze mit einer Mindestbreite von 2,5 Metern auf übersichtlichen, hellen und natürlich belüfteten Parkebenen für die für Besucher und Mitarbeiter vorhalten. Der Gestaltungsbeirat empfand den architektonischen Ausdruck des Parkhauses aber als unangemessen. Besser wäre es, wenn sich die Fassade der Nutzung als Nebengebäude des Landratamtes anpassen würde, schlugen die Architekturwächter vor, bevor sie den Entwurf freigaben.