Neunburgs Wintermarkt kommt großen Schritt voran – Auf neuen Vertrag geeinigt

Die Wiederbelebung des Wintermarktes in Neunburg 2025 war ein voller Erfolg. Und so stand für den Verein der Selbständigen schnell fest, dass es heuer eine Neuauflage geben wird. Nun ist die Organisation des diesjährigen Wintermarktes einen großen Schritt vorangekommen.
Der Verein der Selbständigen und die Stadt Neunburg haben sich auf einen neuen Vertrag geeinigt, wie die Mittelbayerische nach einem Treffen beider Seiten erfuhr. Teilnehmer beschrieben das gemeinsame Gespräch als sehr konstruktiv. Offene Punkte konnten demnach schnell geklärt werden.
BDS-Dachverband als Vertragspartner benennen
Auch Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU) findet, dass Verein und Stadt beim Wintermarkt erfolgreich kooperiert hätten. Diese Zusammenarbeit setze „einen wichtigen Impuls“ für die Region, ist der Rathauschef überzeugt. Birner hatte den Selbständigen zur jüngsten Auszeichnung beim BDS-Ideenwettbewerb gratuliert.

Zuvor hatte sich auch der Neunburger Stadtrat mit dem neuen Vertrag für den Wintermarkt beschäftigt. Dabei ging es um verschiedene Änderungswünsche, die der Selbständigen-Verein an die Stadt gerichtet hatte. Einer dieser Punkte war die Benennung des BDS, des bayerischen Verbandes der Selbständigen, als Vertragspartner. Bei der Diskussion im Stadtrat hatte das durchaus zu einigen Irritationen geführt. So merkte der FW-Fraktionsvorsitzende Martin Scharf an, man könne nicht mit einem Dachverband verhandeln, den niemand kenne.
Die Neunburger Vorsitzende des Selbständigen-Vereins, Regina von Wenz, erklärt, dass ihr Verein den Vertrag zum übergeordneten Verband geschickt habe, da es dort Fachleute gebe, die den Entwurf rechtlich bewerten könnten. In der Folge gab es vonseiten des BDS den Hinweis, dass er genannt werden müsse, da der Neunburger Ortsverein ein Unterverein des BDS sei und in seinem Namen handele. Es sei also nur eine formale Änderung gewesen.
Stadt ist Veranstalter, Verein der Organisator
Auch die Regelung des Brandschutzes, der Verkehrssicherheit und der Rettungswege wurde thematisiert. Trotz der Übernahme der Organisation des Wintermarktes 2025 durch die Selbständigen blieb die Stadt Neunburg weiterhin der Veranstalter. Und als Veranstalter sorgte die Stadt auch für den Brandschutz, die Verkehrssicherheit und die Regelung der Rettungswege. Das sollte auch heuer so sein, so der Wunsch der Selbständigen.
Bei dem jüngsten Treffen haben sich beide Seiten darauf verständigt, dass die Stadt auch 2026 als Veranstalter auftritt und der Selbständigen-Verein die Organisation übernimmt. Die Gewerbetreibenden sorgen also vor allem dafür, Fieranten zu werben, die beim Wintermarkt einen Stand bestücken. Zudem stellen sie ein Rahmenprogramm auf die Beine.
Laut der Vorsitzenden laufe dies sehr gut. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Fieranten, die beim Wintermarkt 2026 dabei sein wollen. Auch Vereine aus Neunburg konnten gewonnen werden, die entweder ebenfalls einen Stand haben oder etwas zum Rahmenprogramm beisteuern.

Nun suche der Vorstand neue Mitglieder für den Verein oder Helfer für den Wintermarkt, um die Organisation zu einem guten Abschluss zu bringen und den Wintermarkt auch künftig anbieten zu können. Nachdem die Stadt vor zwei Jahren den Wintermarkt aus dem jährlichen Programm streichen wollte und es in der Folge den Wunsch vonseiten der Selbständigen gab, ihn doch wieder stattfinden zu lassen, war für die Verantwortlichen im Rathaus schnell klar, dass die Gewerbetreibenden dann auch die Organisation der vorweihnachtlichen Veranstaltung übernehmen müssten.
Stadt reduziert ihre freiwilligen Leistungen von 10.000 auf 7000 Euro
Nach einigem Hin und Her hatten sich Stadt und Selbständige dann im Spätsommer 2025 auf einen Vertrag geeinigt. In diesem Jahr sollte die vertragliche Vereinbarung eigentlich etwas früher abgeschlossen werden. Bereits in seiner Sitzung am 5. Februar 2026 hatte der Stadtrat einem Vertrag für den Wintermarkt zugestimmt. Aufgrund der Änderungswünsche stand die Vereinbarung nun erneut auf der Tagesordnung des Stadtrates.
Änderungen am bisherigen Vertragstext wollten aber nicht nur die Selbständigen. Auch die Stadt wollte ihre freiwilligen Leistungen in Höhe von bisher 10.000 Euro auf 7000 Euro reduzieren. Es gehe dabei um Arbeiten, welche die Stadt oder Mitarbeiter von städtischen Betrieben übernehmen, weist Regina von Wenz hin. Diese Reduzierung habe keine Auswirkung auf das Budget des Selbständigen-Vereins für den Wintermarkt – und wirke sich damit auch nicht auf das Markttreiben Ende November aus, betont die Vereinsvorsitzende.
Auch über die Regelung, dass der Vertrag nicht gekündigt werden könne, habe im Stadtrat für Irritationen gesorgt. Da der Vertrag immer nur für ein Jahr gelte, gehe es dabei um eine gewisse Sicherheit für die Selbständigen als Organisatoren, erläutert von Wenz. Eine außerordentliche Kündigung wegen ungewöhnlicher Umstände sei natürlich immer möglich.
Die Vereinsvorsitzende hofft, dass es nun keinen Klärungsbedarf mehr gebe und der Vertrag nach der Sommerpause im September unterzeichnet werden könne.