Horror-Unfall auf der A3 bei Nittendorf: Polizei nennt Details zu den Toten – Jugendlicher unter ihnen

Von Jonas Raab · 7. August 2026 um 12:09

Von der A3 abgekommen, 30 Meter durch die Luft geschleudert und auf Bahngleise gestürzt: Drei Männer haben am Donnerstagmorgen bei Nittendorf (Landkreis Regensburg) ihr Leben verloren. Während die Bahn mit Hochdruck daran arbeitet, die Strecke wieder komplett freigeben zu können, treibt die Polizei nur eine Frage um: Wie konnte dieser schreckliche Unfall passieren?

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Eine Antwort auf diese Frage konnte die Polizei am Tag nach dem Unfall noch nicht liefern. „Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an“, teilte Corinna Wild, Sprecherin am Polizeipräsidium Oberpfalz, am Freitagvormittag mit. Die Beamten gehen laut ihrer Pressemitteilung nach wie vor davon aus, dass der silberfarbene VW Golf, in dem drei Männer aus dem hessischen Main-Taunus-Kreis in Richtung Nürnberg unterwegs waren, alleinbeteiligt von der A3 abgekommen ist.

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Reifenspuren im Bankett neben der A3 zeugten davon, dass der VW offenbar gut 200 Meter vor der Bahnüberführung von der Fahrbahn abgekommen war, ehe er abhob, gut 30 Meter durch die Luft katapultiert wurde, mit dem Dach voraus gegen einen massiven Betonpfeiler prallte und neben den Bahngleisen zum Liegen kam. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt die Verkehrspolizei Regensburg. Unterstützt werden die Beamten von einem unfallanalytischen Gutachter.

Tödlicher A3-Unfall bei Nittendorf: Kamen die Männer aus dem Urlaub?

Am Freitag machte die Polizei nähere Angaben zu den bei dem Unfall getöteten Männern aus dem Main-Taunus-Kreis. Am Steuer saß demnach ein 51-Jähriger, auf dem Beifahrersitz ein 33 Jahre alter Mann, beide Deutsche. Zudem befand sich ein 16-Jähriger kosovarischer Staatsangehöriger mit im Auto. Die drei Männer könnten auf der Heimfahrt aus dem Urlaub gewesen sein. Darauf deuten Koffer und andere Utensilien hin, die an der Unfallstelle eingesammelt wurden.

Bei dem Unfall wurde die Oberleitung entlang der frisch sanierten und erst vor wenigen Tagen wiedereröffneten Bahnstrecke beschädigt. Zwei Züge bleiben deshalb liegen beziehungsweise kamen nicht mehr weiter. Aus einem der Züge mussten 80 Fahrgäste evakuiert werden.

Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Schäden an der gesperrten Strecke zu beheben. Ein Gleis sei bereits seit Donnerstagabend wieder frei, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage. Das zweite Gleis soll Freitagnachmittag wieder befahrbar sein. „Die Arbeiten an der Oberleitungsanlage sind aufwendig“, erklärt die Sprecherin.