Nach Großbrand im Januar: So geht es mit der Bäckerei Philipps in Waldmünchen weiter

Von Melissa Kutscher · 29. Juli 2026 um 19:00

Neben der offiziellen Freigabe des heiß diskutierten Saubrunnens gab es beim Bauausschuss am Dienstag ein weiteres relevantes Thema: Die Zukunft der Bäckerei Philipps in Waldmünchen (Landkreis Cham). In der öffentlichen Sitzung im Rathaus ging es um weitere Pläne.

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Zweimal innerhalb nur eines Jahres hatte die Bäckerei Philipps in Waldmünchen mit den Folgen eines Brandes zu kämpfen. Der Großbrand im Januar beschäftigte die Feuerwehr tagelang, auch in den Medien war die Bäckerei seitdem immer wieder Thema. Wie Christian Philipps selbst in einem Instagram-Video sagte, wurde damals trotz der verheerenden Flammen nicht aufgegeben und schon am nächsten Tag an einem anderen Standort wieder gebacken.

Lange stand nun die Frage im Raum, wie es mit dem Standort in Waldmünchen weitergeht. Während der Betrieb selbst zwar weiterhin seine Backwaren produziert hat, galt das Gebäude in der Schulstraße 19, in dem sich die Bäckerei befunden hatte, als nicht mehr zu retten, zwischenzeitlich auch als einsturzgefährdet.

Dabei ist es offensichtlich geblieben: In der Sitzung des Bauausschusses verlas Bauamtsmitarbeiter Peter Fellner den Antrag Philipps‘, das niedergebrannte Hintergebäude in der Schulstraße abbrechen zu dürfen. Fellner erläuterte, dass es der Genehmigung zum einen aufgrund der Statik bedürfe, zum anderen, da der Gebäudeteil mit anderen Anwesen „zusammengebaut“ sei.

Es wären einige Genehmigungen notwendig

Es sei bekannt, dass das Gebäude ausgebrannt ist und nicht mehr saniert werden kann. Daher wurde der Antrag, ebenso wie alle anderen, ohne große Umschweife befürwortet.

Ein weiterer Antrag stammte ebenfalls von Philipps. Dabei handelte es sich um einen Antrag auf Bauvorbescheid für einen Ersatz für die niedergebrannte Bäckerei. Geplant wäre zudem ein Büro- und Wohngebäude, beides An der Walk 5.

Mehr dazu: Nachgefragt: Warum ist die Wasserleitung beim Großbrand in Waldmünchen gebrochen?

Es wird noch einige Dinge zu klären geben, sollte es dabei bleiben, dass dieses Vorhaben umgesetzt werden soll. Zum Beispiel müsste eine Lösung bezüglich des Parkplatzes vor Ort oder auch einer Abweichung vom ursprünglichen Bebauungsplan gefunden werden.

Ob das Landratsamt mit dieser Änderung mitgehe, könne man nicht absehen. Der Ausschuss aber wolle das Vorhaben nicht blockieren und es zumindest grundsätzlich ermöglichen, so Fellner. Daher schlug er auch in diesem Fall eine Zustimmung vor.

Eine Investition in die Stadt Waldmünchen

Stadtrat Siggi Wagner äußerte sich ebenfalls positiv gegenüber der potenziellen neuen Bäckerei. „Ich finde es toll, dass man für den Philips einen Platz gefunden hat, der auch passt und mit dem man das umsetzen kann“, sagte er. Schön sei, dass der Standort in Waldmünchen bleiben solle. Bürgermeister Kürzinger stimmte dem zu, er hoffe, dass das Vorhaben gelingen kann.

Auch hierfür erfolgte wieder eine einstimmige Befürwortung, sodass die Sitzung nach kurzer Zeit beendet werden konnte. Wie und wann es in Bezug auf die Bäckerei weitergeht, ist noch unklar – auch was die entsprechenden nötigen Genehmigungen angeht. Bäckereibetreiber Christian Philipps war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Nachverdichtung im Blick behalten

Diskutiert wurde auch ein Antrag, ein Wohnhaus in Herzogau um einen dritten Stock zu erweitern. Fraglich war, ob es sich durch die Höhe in die Umgebung einfügen würde. Da jedoch gewisse Kriterien wie das Einverständnis der Nachbarn gegeben waren, wurde recht schnell einstimmig zugestimmt. Stadtrat Christian Lommer betonte, dass man ein solches Vorhaben im Sinne der Nachverdichtung befürworten solle. Kriterien, die bei diesem Antrag angewandt würden, könnten künftig auf ähnliche Anträge angewendet werden.

Nachdem die Sitzung beendet wurde, schritt man gemeinsam zum Saubrunnenplatz. Dort wurde, als letzter Punkt der Tagesordnung, der neue Brunnen offiziell freigegeben.