Shitstorm für den neuen Saubrunnenplatz in Waldmünchen bricht im Internet los

Von Martin Hladik · 7. Juli 2026 um 19:00

Einen regelrechten Shitstorm hat der neue und noch nicht ganz fertiggestellte Saubrunnenplatz in Waldmünchen im Landkreis Cham erfahren. Auf Facebook kritisiert eine Reihe von Nutzern die Gestaltung des Platzes. Neben pauschalen Äußerungen wie „Das ist ein schlechter Witz“ oder „blöd“ gibt es aber durchaus auch inhaltliche Kritik.

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Kritisiert wird vor allem die Flächenversiegelung und das fehlende Grün. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Brunnen sich zu wenig von der Umgebung abhebt und deswegen nicht von Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden könnte, was eine Unfallgefahr darstelle.

Auch die künstlerische Gestaltung des Brunnens wird von etlichen Diskussionsteilnehmer als zu modern oder nicht zu Waldmünchen passend empfunden. Tendenziös ist das Foto des grauen Brunnens in einer ebenso grauen Pflasterwüste, das die Diskussion einleitet. Wer in die andere Richtung blickt, sieht durchaus Bäume, Pflanztröge und Sitzbänke.

Zudem fehlt noch ein wesentliches Element des Brunnens: Eine Skulptur – entsprechend des Platznamens eine Sau – kommt noch auf den Brunnen. Im Zuge der Platzumgestaltung, so ergibt die Nachfrage bei der Stadtverwaltung, wurden fünf Bäume und zusätzliche Stauden gepflanzt. Seit Dienstag steht auch ein Teil der geplanten Pflanztröge. Bürgermeister Wolfgang Kürzinger hält die Diskussion für „nicht glücklich“, weil die Arbeiten am Platz noch gar nicht abgeschlossen sind. Zum Beispiel berate man erst, wie die Skulptur einer Sau platziert werden soll. Die Skulptur soll rund 1,40 Meter hoch werden. Der Brunnen ist dann deutlich sichtbarer.

Dass Pflanztröge aufgestellt würden, sei immer so geplant gewesen, sagte Kürzinger. Der Brunnen selbst komme bei einigen gut an und bei anderen schlechter. Um Trinkwasser zu sparen, ist die Wasserfläche klein gehalten.

„Es ist etwas anderes und vielleicht muss man sich erst daran gewöhnen“, sagte der Bürgermeister. Ende Juli wolle man sich mit dem Bauausschuss den Brunnen noch einmal ansehen und sich auch bei den Anwohnern mit einem kleinen Event für das Ertragen der Unannehmlichkeiten während der Bauphase bedanken.