Bei Sicherheitsgespräch in Waldmünchen war Brand in Bäckerei Philipps ein Thema

„Die Sicherheitslage ist hervorragend. Wir sind noch im gelobten Land“, so umschrieb Bianca Drechsel, Leiterin der Polizeistation Waldmünchen, die Sicherheitslage. Einen Begriff, den Bürgermeister Markus Ackermann gerne aufgriff und sich auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen im Altlandkreis Waldmünchen für die Arbeit der Polizei bedankte.
Insgesamt sei die Zahl der Delikte gesunken und liege 2025 bei 404. Einsätze hatte die Polizei insgesamt 1728 zu bewältigen. Damit liegt die Polizei Waldmünchen deutlich unter dem oberpfälzer und dem bayerischen Schnitt und dies trotz vieler Delikte, die nur auf die Grenzlage zurückzuführen sind. Die Grenzlage wiederum führt auch dazu, dass die Aufklärungsquote hoch ist, weil viele Delikte mit der Entdeckung auch aufgeklärt sind. Die meisten Tatverdächtigen sind männlich und deutsch. Als Grenzstadt mit Grenzkontrollen kommen die Tatverdächtigen auch aus vielen Nationen.
Auf einige besondere Fälle ging der Waldmünchner Ermittler Jürgen Knott ein. So gab es zwei Einbrüche in einer Mühle und einer Scheune mit ähnlichen Tatspuren. Die Täter, ein Pärchen aus Tschechien, konnten ermittelt werden, weil sie sich nach einem Einbruch bei Tirschenreuth festfuhren. Mehrere Einbrüche in Baucontainer der Glasfaserfirmen werden aufgrund der Spurenlage einer osteuropäischen Bande zugerechnet.
Ermittler spricht über die beiden Brände bei der Bäckerei Philipps
Beim Sicherheitsbericht 2025 kamen auch die beiden Brände in der Bäckerei Philipps zur Sprache. Der Waldmünchner Ermittler, Jürgen Knott, teilte zum ersten Brand mit, dass dieser auf einen technischen Defekt zurückzuführen sei.
Beim zweiten Brand am Dreikönigstag 2026 ermittle die Kripo Regensburg. Auch hier gebe es keinerlei Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Neuere Erkenntnisse gebe es nicht. Das Brandobjekt selbst sei nicht betretbar, allerdings habe man Tierverbiss feststellen können, sodass auch beim zweiten Brandfall ein technischer Defekt nahe liege.
Dramatisch war ein Wohnhausbrand in Hannesried. Hier konnte sich eine Frau nur noch über den Balkon im 2. OG retten. Das gesamte zweite Geschoss ist weiterhin unbewohnbar.
Zum Glück glimpflich ging ein Großeinsatz mit Spezialkräften im August zu Ende. Der Mann in einem „psychischen Ausnahmezustand“ ergab sich. Die Polizeichefin machte deutlich, dass sie sich heute noch ärgere, dass sie an diesem Tag frei hatte. „Und ich war im Streichelzoo in Straubing!“ Aber ihre Leute hätten die Situation hervorragend gelöst.
