Traditionsveranstaltung endet: Festwirt und Schausteller blicken auf Bad Kötztinger Pfingstfest

Zehn Tage feiern in bester Gesellschaft liegen hinter Bad Kötzting. Während der Pfingstfeierlichkeiten tickten die Uhren in der Stadt anders als im restlichen Jahr: Das Festgeschehen prägte wie immer eine besondere Atmosphäre. Im Gespräch blicken Festwirt Matthias Strauß und einige Schausteller auf die vergangenen Tage zurück und ziehen Bilanz zu einem Fest, das für viele weit mehr ist als eine Reihe von Veranstaltungen.
„Es war wieder ein harmonisches, friedvolles und gelungenes Heimatfest – unglaublich“, sagt Festwirt Matthias Strauß (63) von der Brauerei Dimpfl aus Furth im Wald. Zwar habe sich die große Hitze am ersten Festwochenende etwas in den Besucherzahlen bemerkbar gemacht, doch „das hat sich dann auf andere Tage verteilt“, sagt Strauß, und fügt hinzu: „Das Pfingstfest hat seinen Stellenwert, wie alle Jahre haben die Leute Lust darauf.“
So seien die Besucherzahlen im Festzelt, das Platz für etwa 3000 Gäste bietet, ausgefallen wie in den vergangenen Jahren. Raufereien oder Pannen? Fehlanzeige. „Es hat kein einziges Problem gegeben. Es ist eine super Zusammenarbeit mit allen“, sagt Strauß. Deshalb wolle er sich bei denen bedanken, die das alles möglich machen: Angefangen bei seinem 70-köpfigen Servicepersonal und dem ASD-Catering unter der Geschäftsführung von Doreen Schreindorfer mit weiteren 25 Angestellten, bis hin zum Toilettenpersonal und der Aurora-Security. Nicht zu vergessen seien Bürgermeister Markus Hofmann und Kurdirektor Sepp Barth – „die kümmern sich wirklich ums Fest. Sie fragen jeden Tag nach, ob alles passt. Das ist einzigartig in Kötzting“, sagt Strauß.
Das Pfingstfest hat seinen Stellenwert, wie alle Jahre haben die Leute Lust darauf.Festwirt Matthias Strauß

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Zweiter Samstag als besucherstärkster Tag des Pfingstfests
Der besucherstärkste Tag sei heuer der zweite Samstag gewesen, was er mit den heißen Temperaturen am ersten Wochenende in Verbindung bringt. Mit Blick auf die Unwetter haben er und sein Team „brutales Glück“ gehabt. Die Gewitter seien nämlich zu besucherschwachen Zeiten über den Volksfestplatz gezogen. „Wir haben gleich das Zelt dicht gemacht, damit alles sicher ist. Wenn da so ein Windstoß kommt, kann es sein, dass das Zelt fliegt. Aber wir waren über das Wetter immer gut informiert“, sagt der Festwirt.

Dass die Zugleistungsprüfung in diesem Jahr erstmals in der Unteren Au und nicht mehr wie bisher auf der Amberger-Insel – direkt neben dem Festplatz – stattgefunden hat, habe nicht nur der Festwirt mit Blick auf den Besucherstrom bemerkt, sondern auch die Schausteller. „Dass die Zugleistung weg ist, spürt man. Die Leute sind sonst immer zwischen der Zugleistung und dem Festplatz hin und hergegangen“, sagt Stephan Sgraja, dessen Familie bereits seit mehr als 100 Jahren das Kinderkarussell und den Kinderzauber betreibt.







Kinder müssen sich für Attraktion entscheiden
Dem stimmt auch Manfred Rilke zu. Ihm gehört der Schießstand links vom Haupteingang. Dass die Zugleistung nicht mehr direkt gegenüber stattfindet „hast am Nachmittag schon gemerkt“, sagt er. Auch falle auf, dass die Leute „schon sparen“. So bekomme er von seinem Stand aus mit, dass Kinder sich zwischen den verschiedenen Attraktionen entscheiden müssen. „Entweder das oder das“, so Manfred Rilke.
Dennoch blicken die Schausteller auf ein erfolgreiches Pfingstfest 2026. „Im Großen und Ganzen passts. Wir kommen gerne her. Wir haben hier Stammkunden, von denen der Bub schon mit zehn geschossen hat und jetzt ist er älter und er schießt immer noch. Das ist auf anderen Festen auch so, aber in Kötzting kennen wir schon echt viele“, sagt er.

Positive Bilanz ziehen auch Stephan und seine Frau Mei Sgraja vom Kinderkarussell: „Schön wars wieder hier, wunderbar. Wir sind sehr zufrieden, auch, dass technisch alles immer so gut klappt. Wir kommen immer gerne nach Kötzting“, sind sich die beiden einig.
Auch für sie sei das Geschäft auf dem Pfingstfest gut gelaufen. Zwar merkten auch sie, dass die Gäste ihr Geld „zusammenhalten“, was aber laut Stephan Sgraja auf jeder Veranstaltung so sei. Auch das Wetter war „mal zu heiß und mal zu nass, aber unterm Strich sind wir zufrieden. Es ist halt doch ein Traditionsfest, auf das man sich verlassen kann“, sagt Mei Sgraja.

Voll des Lobes über die „wunderschöne Veranstaltung“ ist zudem Patricia Zinnecker, die seit 1990 mit dem großen Happy Monster in die Badstadt kommt.
„Pfingsten ist in Kötzting die 5. Jahreszeit. Es ist jeden Tag viel geboten. Wenn das nicht mehr laufen würde, könnten wir vieles vergessen“, sagt sie. Das Geschäft sei „so gut wie immer“ gelaufen. „Die Kötztinger wissen wie man feiert. Und das gebührt ihnen auch, weils so ist.“

