Pfingsten 2026 in Bad Kötzting: ein „Heißes“ Fest mit viel Prominenz

Bischof Rudolf Voderholzer war da, Bayerns Wirtschaftminister Hubert Aiwanger auch; Der neue Landrat Christian Schindler nahm zum ersten an der Reiterprozession teil - und die prominenten Gäste waren bei weitem nicht das Einzige, was besonders erwähnenswert an diesem Pfingstfest in Bad Kötzting im Landkreis Cham ist.
Zum ersten Punkt gibt es einen Satz, der wohl weit mehr als einmal gefallen ist in diesen Tagen: „I glaub, so veij Wosser is no nie drunga woarn an Pfingsten!“ Nicht nur für die Pfingstreiter in ihren langen blauen Reiter-Röcken war das eine Herausforderung in diesem Jahr, wobei zumindest beim Ritt zurück in die Stadt ein leichter Lufthauch für etwas Erleichterung für Ross und Reiter sorgte.
Wie der Hitze am besten begegnen?
Natürlich suchten auch danach viele lieber den Schatten als die pralle Sonne, auch bei den Burschen- und Brautumzügen – und selbstverständlich standen diverse Kopfbedeckungen hoch im Kurs. So auch bei den prominentesten Gästen bei der Reiterprozession: Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger griff bei seiner siebten Teilnahme hoch zu Ross zum bewährten Pfingstreiterhut, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer – nicht mitreitend, aber die Messe vor St. Veit feiernd – zum klassisch-hellen Strohhut. Stadtpfarrer Thomas Winderl entschied sich für die wesentlich dunklere Variante.











Hubert Aiwanger verzichtete als Anzugserleichterung im Gegensatz zu Landrat Christian Schindler – der erstmals mitgeritten ist (und es wieder tun will) – auf das rote Leiberl und hatte damit wahrscheinlich vor allem nach dem Ritt die richtige Entscheidung für sich getroffen: Denn beim schleunigst nach dem Festakt einberufenen Umzug zum Pfingstbräutigam an die Wettzellerstraße (von dem nur die wenigsten selbst im Pfarrhof etwas mitbekommen haben) fuhr die Limousine nur hinterher und auch der Minister schloss sich in Reitstiefeln an.
Pfingstbrautpaar mit ansteckender Freude
Wahrscheinlich am wenigsten von alledem dürfte das Pfingstbrautpaar selbst mitbekommen haben: Pfingstkranzl und Erinnerungsfahne für 25 Pfingstritte für Pfingstbräutigam Benedikt Aschenbrenner, Band für 50 Ritte für seinen Vater Josef Aschenbrenner am selben Tag, und mit der Kranzl-Übergabe drei „Brauterer“ (Vater und beide Söhne) aus einem Haus.
Da dürfte die Freude nicht geringer gewesen sein als bei Pfingstbraut Romy Weindl, die nach Mutter Christine und Tante Elke bereits die dritte Pfingstbraut in ihrer Familie ist – eine Freude, die sich auf alle übertragen hat an den Festtagen.