Brautzüge, Pfingstritt und eine Panne, von der die Männer nichts wussten: Hauptakteure blicken zurück

Von Sabrina Kauer · 2. Juni 2026 um 04:00

Hinter Benedikt Aschenbrenner, Romy Weindl, Andreas Zimmerer und Maximilian Steidl liegt eine ereignisreiche Woche. Die vier jungen Bad Kötztinger (Landkreis Cham) standen dieses Jahr im Mittelpunkt der Pfingstfeierlichkeiten in der Stadt: Von den Brautzügen und dem Pfingstritt bis hin zu Ehrentrunk und Überreichung des Tugendkränzchens.

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Abgesehen von ein paar kleinen Pannen blicken Pfingstbraut und -bräutigam sowie deren Begleiter auf eine schöne Zeit mit vielen besonderen Momenten, die jedem Einzelnen von ihnen lange in Erinnerung bleiben werden.

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Denken Pfingstbraut Romy, Pfingstbräutigam Benedikt sowie die beiden Brautführer Andreas und Maximilian an die ersten Tage, die bekanntlich die wichtigsten für die Pfingstakteure sind, sind sich die vier einig: Die Zeit vergeht wie im Flug – „Bist schaust, ist Mittwoch“, sagt Benedikt. Was sich mit Blick auf den Stress wohl als positiv erweist: „Du kommst gar nicht dazu, Stress zu haben, weil du in so einer Schiene bist: Von einem Termin zum nächsten...“, sagt Benedikt. So sehen es auch die Brautführer: „Man hat keine Zeit zum Nachdenken.“

Rose des Pfingstbräutigams spielt eine große Rolle bei Kleid

Beim Gespräch mit unserem Medienhaus am Montag, dem letzten Tag des Pfingstfestes, sind alle vier noch etwas geplättet von der intensiven Zeit, die hinter ihnen liegt. Trotzdem ist für alle klar: Die Freude überwiegt. Pfingstbraut Romy nach ihrem schönsten Moment gefragt, zögert sie keine Sekunde und sagt: „Das war am Dienstag, als die drei zu mir gekommen sind und mich das erste Mal gesehen haben – die Reaktionen waren toll.“

Die 18-Jährige präsentierte sich an diesem Tag in einem himbeerroten Kleid. Dass es diese Farbe werden soll, wusste sie nach eigener Aussage ab dem Moment, in dem ihr Benedikt eine himbeerrote Rose geschenkt hat, als er sie gefragt hatte, ob sie seine Pfingstbraut werden möchte.

Bräutigam und Begleiter wussten nichts von Panne

Apropos Kleid: Etwas, wovon die drei jungen Männer selbst erst beim Pressegespräch erfahren, ist, dass es mit dem Kleid in Ivory-Gold am Pfingstmontag nicht ganz so lief, wie gewünscht. „Als ich rausgegangen bin, sind ein paar Nähte aufgegangen“, erinnert sich Romy an den kleinen Schock-Moment, über den sie dennoch lachen kann. Zum Glück sei eine Freundin ihrer Mutter und Näherin gleich zur Stelle gewesen. So konnte das Kleid laut Romy „ungefähr so hingenäht werden“, wie es sein sollte, während sich der Pfingstbräutigam und die beiden Brautführer nichtsahnend vor dem Haus mit einem Glas Wasser erfrischten.

Umgeben von vielen Blumenkindern: Am Pfingstmontag begeisterte Romy mit einem Kleid in Ivory-Gold. - Foto: Christina Hainzinger-Feigl/Archiv

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Nicht nur Romy, auch Begleiter Maximilian musste sich mit etwas rumschlagen, das ihm wenig Freude bereitete: Die neuen Haferlschuhe, oder wohl eher die Socken in den Haferlschuhen, hatten seinen Fuß blutig gerieben. Noch ist die Wunde nicht wieder ganz verheilt, doch kann auch er mittlerweile darüber lachen.

Wenn die vier Pfingstakteure die umkämpften Blumen vom Balkon werfen, legen sich die Bad Kötztinger Burschen richtig ins Zeug, um welche zu ergattern. Etwa 25 blumengefüllte Körbe hatten Romy, Benedikt, Maximilian und Andreas zur Verfügung. Die meisten davon hatte die Pfingstbraut selbst mit ihrer Familie gebunden. - Foto: Christina Hainzinger-Feigl/Archiv

Für Benedikt, Maximilian und Andreas sei der Pfingstritt der Höhepunkt der vergangenen Woche gewesen. Obwohl alle bereits mehrere Male mitgeritten sind – Benedikt hat heuer die Fahne für 25 Rittteilnahmen bekommen, Maximilian war zum 20. Mal und Andreas zum vierten Mal beim Ritt dabei – sei die Teilnahme heuer etwas Besonderes für die vier jungen Männer gewesen. „Es ist ein Privileg, dass du ganz vorne, gleich hinter der Geistlichkeit, reitest. Das ist etwas ganz anderes und hast du halt nicht oft“, sagt Benedikt. „Für uns drei war auf jeden Fall der Montag der schönste Tag“, sagt Andreas, und Maximilian und Benedikt stimmen ihm zu.

Ein besonderer Moment: Vater Josef Aschenbrenner weist seinen Sohn und Pfingstbräutigam Benedikt Aschenbrenner zur Übergabe des Tugendkränzchens, das künftig in einem Glaskasten drapiert einen Ehrenplatz in Benedikts Wohnzimmer erhält. - Foto: Stefan Weber/Archiv
Pfingstbräutigam (Mitte) und Begleiter auf dem Weg nach Steinbühl: Benedikt Aschenbrenner bekam heuer die Fahne für 25 Teilnahmen am Pfingstritt. - Foto: Simon Tschannerl/Archiv

„Wie Barth Sepp (Anm. d. Red.: Zugordner des Pfingstrittes) immer sagt: ,Für euch ist der Ritt das Wichtigste' – und da hat er auch Recht. Die Brautzüge – das ist der Moment der Braut. Der Ritt ist unserer“, sagt Benedikt.