6500 Quadratmeter Wald standen bei Nittenau in Flammen – Löscharbeiten bis in die Nacht

Erst am Dienstagabend brannte ein Waldstück bei Teublitz, nun gab es bereits den nächsten kräftezehrenden Einsatz für die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf: In der Nähe von Muckenbach bei Nittenau gerieten rund 6500 Quadratmeter Wald in Brand. Zahlreiche Einsatzkräfte waren bei brütender Hitze vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein und auch am frühen Donnerstagmorgen musste noch einmal nachgelöscht werden.
Das Feuer wurde am Mittwoch kurz nach 17 Uhr gemeldet. Sofort machten sich zahlreiche Einsatzkräfte auf den Weg. Der Brandort befand sich bei Muckenbach tief im Wald, was die Arbeit für die Einsatzkräfte erschwerte. So musste die Ausrüstung vom nächsterreichbaren Weg händisch bis zum Einsatzort getragen werden, weil dieser nicht direkt mit Fahrzeugen angefahren werden konnte.
Insgesamt brannte eine Fläche von rund 6500 Quadratmetern. Zunächst war noch von 5000 Quadratmetern die Rede, doch im Laufe des Abends wurde die Zahl von den Einsatzkräften nach oben korrigiert. Bei den Löscharbeiten wurde die Feuerwehr tatkräftig von örtlichen Landwirten unterstützt. Diese halfen mit ihren Güllefässern, die Wasserversorgung an der schwer erreichbaren Einsatzstelle sicherzustellen.

Bis in den späten Abend hinein liefen in dem Waldstück vor allem die Nachlöscharbeiten. Es wurden unter anderem Glutnester bekämpft. Auch eine Drohne, gesteuert von der Feuerwehr Bruck, wurde eingesetzt. Zudem war ein Luftbeobachter angefordert worden, um die Umgebung zu kontrollieren.
Nach Angaben von Kreisbrandmeister Patrick Allen war der Brand gegen 22.30 Uhr gelöscht, so dass die Mannschaften abrücken konnten. Trotzdem wurde die Brandstelle in der Nacht noch zweimal durch die FF Bergham angefahren und kontrolliert. Wie der 2. Kommandant Manuel Ziegler betonte, wolle man somit ein eventuelles Wiederaufflammen rechtzeitig bemerken. In den frühen Morgenstunden am Donnerstag rückten noch einmal Feuerwehrkräfte aus, da Nachlöscharbeiten nötig waren.
Zahlreiche Feuerwehren wurden nachalarmiert
Neben den nahegelegenen Feuerwehren Nittenau, Bergham und Bruck war ein Großaufgebot gefordert. Darunter waren auch Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen, so etwa aus Reichenbach und Dieberg (Walderbach) im Landkreis Cham sowie aus Hackenberg (Bernhardswald) im Landkreis Regensburg. Im Laufe des Einsatzes waren zahlreiche Feuerwehren nachalarmiert worden, um bei den Löscharbeiten zu unterstützen.

Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion Schwandorf, die Bergwacht und das THW Schwandorf waren vor Ort. Die Einsatzleitung lag bei Daniel Reil, Kommandant der Feuerwehr Bergham. Der zuständige Revierförster Franz Laumer war am Mittwochabend ebenfalls vor Ort. Er lobte die Feuerwehren, das THW und die Landwirte, die durch ihre sehr gute Zusammenarbeit noch größeren Schaden verhinderten.
Weiterer Einsatz am Mittwochabend: Waldbrand beim Bahnhof in Neubäu ausgebrochen – Feuerwehr im Einsatz, Hubschrauber in der Luft
Der Rettungsdienst war ebenfalls alarmiert worden, um die Einsatzkräfte abzusichern. Ein Eingreifen war aber nicht nötig. Es gab nach derzeitigen Informationen keine Verletzten. Für die Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte – unter anderem mit Getränken – wurde zudem die Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung des BRK Burglengenfeld an den Einsatzort beordert. Was den Brand ausgelöst hat, ist bisher unklar. Als Ursache dürfte die „vorherrschende Trockenheit maßgeblich sein“, heißt es von der Polizei Burglengenfeld. Auch die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.
Zweithöchste Waldbrand-Warnstufe in Schwandorf
Im Landkreis Schwandorf ist es nicht der erste Waldbrand, der die Einsatzkräfte fordert. Bereits am ersten Mai waren zahlreiche Ehrenamtliche im Taxöldener Forst bei Bodenwöhr gefragt, wo eine Fläche von 800 Quadratmetern in Brand geraten war. Nur wenige Tage später, am 4. Mai, bekämpften die Feuerwehren einen rund 5000 Quadratmeter großen Waldbrand zwischen Schwarzach und Altendorf.
Zuletzt waren die Einsatzkräfte am Dienstag zu einem Brand alarmiert worden, der in einem Waldstück zwischen Teublitz und Reuting (Nittenau) entstanden war. Vor allem die anhaltende Trockenheit stellt ein großes Risiko dar. Für Schwandorf gilt derzeit die zweithöchste Warnstufe 4 – die Regierung der Oberpfalz hat deshalb Waldbrandbeobachtungsflüge angeordnet.
