5000 Quadratmeter in Flammen: 300 Einsatzkräfte kämpften bei Schwarzach gegen Waldbrand

Die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf kommen nicht zur Ruhe: Nachdem erst am Freitag ein Waldstück im Taxöldener Forst bei Bodenwöhr gebrannt hatte, waren die Kameraden am Montagnachmittag erneut gefordert. Diesmal war ein Feuer in einem Waldstück zwischen Schwarzach bei Nabburg und Willhof (Gemeinde Altendorf) ausgebrochen. Für die Feuerwehrleute war es kein einfacher Einsatz.
Der Brandort befand sich nämlich in einer Hanglage entlang der Staatsstraße 2159 zwischen Schwarzach und Altendorf. Eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern stand dort in Brand. Gut 300 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der steilen und unwegsamen Hanglage besonders schwierig.
Kurz vor 15 Uhr wurden die Feuerwehren über den Brand in einem Wald bei Willhof alarmiert. Zahlreiche Einsatzkräften aus dem Landkreis Schwandorf eilten zum Ort des Geschehens – insgesamt 23 Wehren mit rund 300 Kameraden rückten an. Ein Luftbeobachter aus Schmidgaden lotste die Einsatzkräfte gezielt zu dem Brandort in dem unwegsamen Gelände. Die Zufahrtsstraßen zu dem Waldstück wie auch die Staatsstraße 2159 waren in dem betroffenen Abschnitt gesperrt worden.

Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Feuerwehren konnte das Feuer recht schnell unter Kontrolle gebracht werden. Etwa gegen 16 Uhr war der Brand abgelöscht. Anschließend begannen die Kameraden mit dem Nachlöscharbeiten, die noch mehrere Stunden andauerten. Es galt, ein erneutes Aufflammen durch Glutnester zu verhindern. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Hanglage als kräftezehrend und erforderten einen hohen Personal- und Materialeinsatz.
Beteiligt an der Brandbekämpfung und den Nachlöscharbeiten waren die Feuerwehren aus Nabburg, Guteneck, Altfalter, Willhof, Fronhof, Oberköblitz, Pfreimd, Wernberg, Oberviechtach, Wölsendorf, Altendorf, Schwarzach, Unterauerbach, Weiding bei Schwarzach, Diendorf, Sonnenried, Schwarzenfeld, Mitterauerbach, Pretzabruck, Zangenstein und Dürnersdorf. Zusätzlich waren der Fachberater des THW Nabburg, die Bergwacht, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe mit der SEG Betreuung vor Ort.
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Alarmierte Flughelfer der Feuerwehr aus Amberg konnten den Einsatzort wieder verlassen, da aufgrund einer parallelen Einsatzlage in Oberbayern kein Hubschrauber zur Verfügung stand.
Kreisbrandrat Christian Demleitner hatte die Einsatzleitung inne. Unterstützt wurde er durch Kreisbrandinspektor Helmut Schatz sowie sechs Kreisbrandmeister aus dem Landkreis Schwandorf.




Zur Brandbekämpfung kamen spezielle Waldbrand-Ausrüstungen zum Einsatz. Die Wasserversorgung wurde im Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen sichergestellt. Zusätzlich unterstützten Landwirte mit Güllefässern beim Wassertransport.
Vor Ort informierten sich die Bürgermeister von Schwarzach und Altendorf, Michael Wilfahrt und Markus Schießl, über den Einsatz. Auch Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU) wurde über das Geschehen informiert. Ebeling dankte allen Einsatzkräften „für ihren schnellen und engagierten Einsatz unter schwierigen Bedingungen“. „Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen für die Sicherheit im Landkreis sind“, so der Landrat.
Kreisbrandrat lobte besonders die Entschlossenheit, Disziplin und Kameradschaft
Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner dankte allen eingesetzten Kräften. Er lobte im Besonderen die Entschlossenheit, Disziplin und Kameradschaft, mit der in dem unwegsamen Gelände gearbeitet wurde.
Zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe konnte die Einsatzleitung bislang nichts sagen. Beamte der Polizei Nabburg werden dazu vor Ort ermitteln.
Erst am Freitag hatte es einen größeren Waldbrand im Taxöldener Forst bei Bodenwöhr gegeben. Polizei und Feuerwehr rufen nicht zuletzt deswegen dringend zur Vorsicht auf.